„Kein Teamplayer“ / 1:1 im Test gegen Hagen/Uthlede / Regionalliga-Lizenz nicht beantragt

Brinkum trennt sich von Tönsmeyer

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Kai Tönsmeyer (links) und der Brinkumer SV gehen ab sofort getrennte Wege.

Brinkum - In einem weiteren Testspiel kam Fußball-Bremen-Ligist Brinkumer SV gestern auf dem eigenen Kunstrasenplatz zu einem 1:1 (0:1) gegen den Lüneburger Landesliga-Spitzenreiter SV Hagen/Uthlede. Doch für mehr Gesprächsstoff sorgte eindeutig die Tatsache, dass Kai Tönsmeyer ab sofort nicht mehr zum Kader gehört.

„Es sind in den vergangenen Wochen Sachen vorgefallen, die ich nicht akzeptieren kann. Ohne ins Detail zu gehen, möchte ich nur sagen, dass sich Kai nicht als Teamplayer gezeigt hat. Und das geht bei mir gar nicht. Deshalb werden wir von nun an getrennte Wege gehen“, erklärte Brinkums Trainer Kristian Arambasic gestern und fügte noch hinzu: „Sportlich ist das für uns ein Riesenverlust.“ Tönsmeyer selbst sagte gestern: „Im Sommer wäre ich ohnehin gegangen, um etwas Neues kennenzulernen.“ Wohin es den 22-jährigen offensiven Mittelfeldspieler zieht, der wohl einer der schnellsten Akteure überhaupt in Bremens höchster Liga ist, stand gestern noch nicht fest. „Aber ich bekomme ja sowieso keine Freigabe und bin damit bis zum Sommer gesperrt. Bis dahin werde ich mich privat fithalten“, sagte Tönsmeyer.

Gegen Hagen/Uthlede war Tönsmeyer schon nicht mehr dabei. In der ersten Halbzeit hatten Christopher Taylor und Marcel Brendel zwar gute Chancen, doch das Tor machten die Gäste in der 30. Minute zum 1:0.

Nach dem Wechsel war der BSV spielerisch klar besser und hatte auch mehr Ballbesitz. „Hagen hat es nur mit langen Bällen probiert. Aber das soll auch in der Liga ihr bevorzugtes Mittel sein“, erklärte Arambasic. So war das 1:1 (75.) mehr als verdient. Nach einem Pass von Adrian Felis war Dennis Thüroff zur Stelle und schaffte aus 18 Metern das 1:1.

Am Rande der Partie gab Manager Frank Kunzendorf bekannt, „dass wir die Lizenz für die kommende Regionalliga-Saison nicht beantragen werden“. Die in der Liga führenden Blumenthaler SV und Bremer SV haben dies vor. Ohnehin hat Brinkum momentan ganz andere Sorgen, denn in den kommenden Tagen geht es erst einmal darum, den Etat für eine weitere Spielzeit in der Bremen-Liga aufzustellen. Und da ist Dieter Burdenski der entscheidende Mann. Dem Vernehmen nach sollen die Mittel gekürzt werden. In diesem Zusammenhang wird es dann auch darum gehen, ob Kristian Arambasic eine weitere Saison am Brunnenweg bleibt.

töb

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