Chancenlos beim 0:6 in Ramlingen / Meyer: „Es muss ein Wunder passieren“

Kein schöner Sonntag für Stuhr

Sein Kopfball war gestern die beste Stuhrer Chance: Doch Adrian Herrmann vergab beim 0:6 die Möglichkeit auf den Ehrentreffer in Ramlingen. Foto: wiechert

Ramlingen – 20 Grad, Sonnenschein, herrlichstes Frühlingswetter: Da werden viele den Sonntag für einen netten Ausflug genutzt haben. Die Landesliga-Fußballer des TV Stuhr waren auch unterwegs, ihr Trip in Richtung Hannover war aber alles andere als amüsant. Mit einer 0:6 (0:3)-Packung beim SV Ramlingen-Ehlershausen stiegen sie gestern am frühen Abend in den Bus zurück nach Hause – wohlwissend, dass die Hoffnung auf den Klassenerhalt bei 14 Punkten Rückstand zum rettenden zwölften Platz und nur noch acht Spielen noch geringer geworden ist. „Es muss ein Wunder passieren“, gibt sich Stuhrs Trainer Christian Meyer keinen Illusionen hin.

Gestern traf der TVS auf einen Landesliga-Gegner, der die eine oder andere Nummer zu groß war. Schon im Hinspiel hatte es gegen Ramlingen ein 1:5 gegeben, gestern wurde es für den Vorletzten noch bitterer. „Ramlingen ist bärenstark uns nicht unsere Kragenweite, da kommen wir nicht mit“, gestand Meyer.

Schon nach sieben Minuten gingen die Hausherren (aktuell Tabellenvierter) in Führung. Kirill Weber köpfte im Anschluss an eine Ecke das 1:0. Das 0:2 aus Stuhrer Sicht war dann laut Meyer „ein ganz blödes Ding“. Janis Öhlerking ging in einen Zweikampf mit Ramlingens Marvin Strohschänk. Ein Press-Schlag, eine Bogenlampe – drin (18.). Sekunden vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Louis Engelbrecht sogar noch auf 3:0 (45.), damit war die Vorentscheidung gefallen. Zumal Stuhr fast gar nicht vor dem Tor der Gastgeber auftauchte. Auf die Frage, was sein Team in der Offensive Gefährliches zustandegebracht hatte, antwortete Meyer: „Eigentlich nix.“ Ein Kopfball von Adrian Herrmann in der zweiten Halbzeit war die einzige nennenswerte Chance (55.). Meyer ehrlich: „Ansonsten konnten wir uns nicht durchsetzen.“

Die Hausherren dagegen schon. Johannes Lübow (67.), erneut der schon im Hinspiel doppelt erfolgreiche Kirill Weber (80.) sowie ein zweites Mal Louis Engelbrecht (86.) schraubten das Ergebnis auf 6:0. Das halbe Dutzend war voll – und Meyer bedient. Aufgeben kommt aber trotz der miesen Lage weiterhin nicht infrage. „Nächste Woche haben wir ein wichtiges Spiel gegen Almstedt“, betonte der Stuhrer Trainer, „da wollen wir uns die letzte Hoffnung wiederholen.“  mr

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