Keeper des FC Sulingen sollte eigentlich nicht auflaufen, spielte dann grandios

Kühn – ein Held durch Zufall

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Nach der starken Leistung in Marklohe hat FC-Keeper Patrick Kühn den Konkurrenzkampf neu entfacht.

Sulingen - Von Arne Flügge. Es war sein Spiel: Sieben Großchancen vereitelt, weitere knifflige Szenen bereinigt und mit einer großen Sicherheit ausgestattet – Torhüter Patrick Kühn vom Fußball-Bezirksligisten FC Sulingen machte am Sonntag eines seiner besten Spiele für sein Team und war damit der große Rückhalt beim wichtigen 3:1-Sieg in Marklohe. „Das war grandios von ihm“, jubelte FC-Trainer Pedro Pinheiro. Dabei sollte Kühn eigentlich gar nicht spielen.

Denn Pinheiro hat als neuer Trainer die Rotation beim FC Sulingen abgeschafft. Bislang hatten sich Kühn und Tobias Plümer immer abgewechselt. „Ich halte nichts davon“, sagt der Coach, „die Mannschaft muss sich auf einen Keeper einstellen. Außerdem könnte es dem Konkurrenzkampf schaden, wenn jeder weiß, wann er spielt.“ Und da Kühn gleich zu Saisonbeginn im Urlaub war, erklärte Pinheiro Plümer zur Nummer eins. „Das ist natürlich nicht so cool, auf der Bank zu sitzen. Wer nicht spielt, hat jetzt die A-Karte und kann damit natürlich nicht zufrieden sein“, sagt Kühn. Das Verhältnis zu Plümer sei dadurch aber nicht belastet worden. „Wir kommen weiterhin sehr gut klar, pushen und respektieren uns. Daran hat sich nichts geändert.“

Vor zehn Tagen im Heimspiel gegen Steimbke vertrat der 26-Jährige erstmals seinen Konkurrenten. Plümer war tags zuvor auf der Hochzeit von Co-Trainer Markus Norrenbrock gewesen und hatte bereits im Vorfeld signalisiert, dort auch feiern zu wollen. Also erhielt Kühn seine Chance, nutzte sie aber nicht. Sulingen verlor 1:4, Kühn patzte beim 0:2. „Es wäre meine Chance gewesen, aber es lief nicht gut für mich mit vier Gegentoren. Dazu noch der individuelle Fehler“, so Kühn: „Das hat mich richtig genervt.“

Also war ihm klar, nun in Marklohe wieder auf der Bank zu sitzen. Doch beim Warmmachen signalisierte Plümer, dass die Oberschenkelzerrung, die er sich im Training zugezogen hatte, einen Einsatz unmöglich mache. „Ich fand’s toll, dass Tobi so ehrlich war, aber wir sind ja in der glücklichen Lage, zwei starke Torhüter zu haben“, freut sich Trainer Pinheiro. Also ging Kühn zwischen die Pfosten – und machte ein richtig gutes Spiel. Mehr noch: ein Klassespiel. Die Partie gegen Steimbke hatte er voll aus dem Kopf verbannt. „Früher hätte mich so etwas noch aus der Bahn geworfen, aber mit der Zeit lernt man dazu“, erklärt Kühn, der seit 2010 als Erzieher arbeitet.

„Paddy ist ein super Typ, der den Konkurrenzkampf annimmt, er hat einen tollen Charakter und ist ein sehr sozialer Junge“, zählt Pinheiro auf: „Und er ist natürlich ein richtig starker Torhüter.“

Und das könnte dem Sulinger Trainer nun so manches Kopfzerbrechen bereiten. Sicher, Plümer ist die Nummer eins; aber Kühn nach dieser Leistung wieder aus dem Kasten nehmen? Wer wird also am Sonntag im Heimspiel gegen Landesbergen zwischen den Pfosten stehen? Eine Frage, die Pinheiro noch nicht beantworten will. Immerhin räumt er ein, „dass es richtig schwierig für mich geworden ist. Egal, welche Entscheidung ich treffe. Das ist ein echtes Luxusproblem.“ Patrick Kühn ist sehr gespannt und sagt: „Zum Glück muss ich das nicht entscheiden.“

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