Torwart-Oldie bei Deutscher Ü 50-Meisterschaft

„Katze“ Schultalbers plötzlich auf Bayerns Wunschzettel

Andreas Schultalbers aus Twistringen wurde nach dem DFB-Cup zum besten Torwart des Turniers ausgezeichnet.

„Schulti hat super gespielt – schon in den vorherigen Spielen, aber gegen Bayern hielt er alles, was es zu halten gab“, lobte Teamkollege Klaus Brengelmann seinen Schlussmann. Der Twistringer selbst gab grinsend zu: „Da war ich nicht schlecht.

Die Bayern haben aus allen Lagen draufgehalten – mit Weitschüssen und Standards – ich bin von einer Ecke in die andere geflogen. Aber auf der Linie kann ich es noch ganz gut“, meint der einstige Schlussmann des damaligen Verbandsligisten VfL Herzlake, der am Ende seiner aktiven Zeit noch für den SC Twistringen spielte, ihn später als Trainer in die Landesliga führte und danach beim SV Mörsen sowie der SG Diepholz an der Seitenlinie stand.

Nach dem Spiel versprachen die Münchner, ihn abzuwerben und Kontakt zu Bayern-Boss Uli Hoeneß aufzunehmen. „Aber daraus wird nichts. Die müssen mit der Ablöse ungefähr an die Summe für Neymar rankommen – da kennt Frisia Goldenstedt nix“, feixt Schultalbers.

Bester Torhüter des Turniers

Auch deshalb zeichneten die Organisatoren dieses eindrucksvoll organisierten DFB-Events den Lehrer zum besten Torhüter des Turniers aus. „Das ist dann ja wohl gleichbedeutend mit dem Titel ,Bester Ü 50-Torwart Deutschlands‘“, frohlockte Brengelmann: „Schließlich waren ja die bundesweit besten sechs Mannschaften dieser Altersklasse am Start.“

Schultalbers erhielt eine Trophäe, „mehr musste es auch nicht sein“, beschwichtigt der Keeper: „Ich hätte mich natürlich mehr über die Meisterschale für die Mannschaft gefreut, aber es war selbst so ein unglaubliches Erlebnis. Unsere Niedersachsenmeisterschaft war schon ein Erlebnis, dann die Norddeutsche Meisterschaft – aber das übertraf noch alles. Der DFB hat alles für uns aufgefahren, was man sich vorstellen kann.“

Die Goldenstedter hatten sich als norddeutscher Meister das Ticket für die „Deutschen“ gesichert – mit vom Verband bezahltem Mannschaftsbus, Hotelkosten, einem eigens für sie abgestellten Betreuer und bester Verpflegung inklusive. Mit komplettem Kader einschließlich ihrer Ehefrauen reisten die Kicker aus dem Kreis Vechta am Freitag an die Spree. 

Gala-Abend in vollen Zügen genossen

Nach den Samstagssspielen – dem 0:0 gegen Askania Bernburg, Frisias imposantem 4:2-Sieg gegen Blau-Weiß 90 Berlin (darunter zwei Sahne-Tore von Peter Schlömer) und der 0:2-Niederlage gegen Preußen Lengerich – genossen alle einen Gala-Abend, „aber nicht lange“, versicherte Schultalbers: „Selbst wenn man schon älter ist, überwiegt der Ehrgeiz, es am nächsten Tag zu schaffen.“

Doch am Sonntag kam der TuS nicht über ein knappes 1:2 gegen den SV Mackenbach und eben das 0:1 gegen Bayern hinaus.

Egal – dem Spaß tat dies keinen Abbruch. Nach der späten Heimkehr am Sonntag gegen Mitternacht „taten mir ganz schön die Knochen weh“, gestand „Schulti“: „Wir trainieren ja nicht mehr, sondern treffen uns nur noch einmal die Woche zum Spielen.“

Und genau so geht‘s weiter: „Am Freitag müssen wir gegen Staffhorst ran. Dann hat uns der Alltag wieder“, weiß Frisias Nummer eins.

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