Aber im Spiel gibt der 22-jährige Sudweyher dann lieber den Tor-Butler

Kastens: Im Training ist er der große Trickser

Symbolisch: Auch zwei Wietzer können Sudweyhes Spielmacher Matthias Kastens (Mitte) in dieser Szene nicht stoppen.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannSUDWEYHE · Als ihn Trainer Jürgen Maltzahn vor der vergangenen Saison bat, doch den Libero zu geben, musste Matthias Kastens schon etwas schlucken – aber er fügte sich. Letztlich ja auch mit Erfolg, denn mit ihm als letzten Mann stieg Sudweyhe in die Fußball-Bezirksliga auf. Mittlerweile ist Kastens auf seiner Lieblingsposition als Spielmacher angekommen. Das bewies er am Sonntag beim 4:0 gegen Wietzen mit drei Torvorlagen eindrucksvoll.

„Ich spiele viel lieber im zentralen Mittelfeld“, gibt der Industriekaufmann zu. Die Sache mit dem Libero war eher eine Notlösung.“

Mittlerweile haben sie für diese Positionen aber offenbar die Ideallösung gefunden, denn Kastens sagt über seinen Nachfolger Erlebach: „Bastian macht das hinten echt gut. Das passt schon.“

Und auch Maltzahn ist froh, dass er Kastens weiter nach vorn gezogen hat: „Matthias bringt für diese Position alles mit. Er hat einer Mörderantritt, ist technisch gut, hat einen satten Schuss und weiß zudem, wie das Spiel funktioniert.“ Also ist alles schon ausgereizt? So will „Mulli“ das nicht verstanden wissen: „Ab und an ist er noch zu eigensinnig.“

Kastens, der in seinen ersten Herrenjahren des Öfteren als Schönspieler bezeichnet wurde, sieht das ähnlich: „Manchmal kommt das eben noch durch, ist aber viel weniger geworden. Und im Training bin ich ein ganz anderer Spieler.“ Erklärung bite. „Da trickse ich viel mehr und suche den Abschluss. Im Spiel lege ich dann viel lieber den Mitspielern auf und finde es richtig geil, wenn meine Vorlage zum Tor führt“, erklärt Sudweyhes Regisseur, der seine vierte Saison in Sudweyhe spielt.

Das mit dem Tricksen im Training sieht Maltzahn gar nicht so gern: „Das hätte es früher so nicht gegeben, dass einer versucht, seine Kollegen schlecht aussehen zu lassen. Da hätte es ’was auf die Hölzer gegeben.“ Maltzahn kann die Schmerzen fast noch spüren, wenn er während seiner Syker Zeit unter Coach Hubert Adelt an die Zweikampf-Duelle mit dem beinharten Manndecker Meinhard Grashoff denkt.

Schnee von gestern. Für Kastens zählt jetzt nur der Klassenerhalt, zu dem er seinen Teil beitragen möchte. „Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir drin bleiben“, orakelt der Spielmacher und möchte am liebsten schon am Sonntag bei Mitaufsteiger SV Lessen wieder den Tor-Butler geben.

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