Spielmacher bereitet drei Tore beim 4:0 gegen Wietzen vor / Kunstrasen Gift für die Gäste / Fiterer-Zwillinge vom Platz

Kastens reißt Sudweyhe mit

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannSUDWEYHE · Auf die Gemeinde Weyhe wird in Fußballerkreisen oft geschimpft. Mal geht’s um angeblich mangelnde Pflege der Sportplätze – mal um leichtfertige Sperrungen der Rasenplätze. Der TuS Sudweyhe jedoch sollte jetzt mal einen Blumenstrauß ins Rathaus schicken. Grund: Die Verantwortlichen hatten den Sudweyher Rasenplatz bereits am Freitag wegen der heftigen Regenfälle gesperrt. Auf Kunstrasen holte das Maltzahn-Team gestern mit dem 4:0 (0:0) gegen den TSV Wietzen die ersten Saisonpunkte überhaupt.

Später gab unter anderem Wietzens Trainer Friedhelm Gaede zu, „dass uns die Entscheidung, auf Kunstrasen spielen zu müssen, fast schon den Knockout versetzt hat, denn auf diesem Untergrund haben wir bislang weder trainiert noch gespielt.“

Doch Gaede war gestern nach der Klatsche fair genug, um hinzuzufügen: „Das allein war’s nicht allein. Auch auf diesem ungewohnten Untergrund müssen wir uns anders präsentieren. So haben wir zum Beispiel die Sudweyher Spitzen Bohl und Riekers nie in den Griff gekriegt. Das lag nicht am Kunstrasen – das lag an der fehlenden Schnelligkeit meiner Verteidiger.“

Gaede hätte in seine Aufzählung der Sudweyher Stützen aber unbedingt auch Matthias Kastens erwähnen müssen, der gleich drei TuS-Treffer vorbereitet hatte.

Und überhaupt: Wietzen hätte sich die Reise auch aus einem anderen Grund schenken können, denn das Team aus dem Kreis Nienburg ging nicht nur leer aus – nein, es „bestach“ auch durch Undiszipliniertheiten. Erst sah Robert Fiterer nach Schubser gegen Matthias Kastens die Ampelkarte (65.), kurz vor Schluss (89.) flog Zwillingsbruder Roman wegen Spieler- und Schiri-Beleidigung mit glattrot vom Platz.

Sudweyhes Coach Jürgen Maltzahn jedenfalls war hochzufrieden und gestand: „Uns stand das Wasser schon bis zum Hals. In der normalen Tabelle Letzter und auch in der Fairnesstabelle ganz hinten. Das war bisher kein guter Start. Wir haben zwar bisher immer mithalten können, haben aber keine Punkte bekommen. Dieser erste Dreier wird uns Mut geben.“

Zunächst sah eher Wietzen als der spätere Sieger aus, denn die klareren Chancen besaßen die Gäste in Person von Maurice Gaede (23./40.). Besonders bei der zweiten Chance (freier Kopfball aus fünf Metern) wird er seinem „Daddy“ wohl noch erklären müssen, warum er den nicht gemacht hat. „Aber insgesamt war es von beiden Seiten in der ersten Halbzeit ein lebloses Spiel“, befand Maltzahn.

Weil das nach der Pause auch weiterhin für Wietzen galt, ging Sudweyhe letztlich als verdienter Sieger vom Platz. „Ich habe in der Kabine daran appelliert, mehr Herzblut zu zeigen. Das hat funktioniert“, freute sich „Mulli“.

Per Abstauber nach Kastens-Freistoß gelang Verteidiger Arne Janssen das 1:0 (49.). Angreifer Bohl legte kurios zum 2:0 (67.) nach. Nach einem Wietzer Einwurf von Benjamin Bauer zu Ersatzkeeper Hendrik Sieburg säbelte dieser über den Ball, so dass Bohl freie Bahn hatte und ins leere Tor schoss. „Tolle Kombination“, scherzte ein Besucher und streute damit noch Salz in die Wietzer Wunde. Nico Riekers (71./Ablage Kastens) und Mario Rösner (88./Passgeber Kastens) machten den Sack zum 4:0 zu.

Positiv am gestrigen Nachmittag war aus Wietzer Sicht wohl nur die Tatsache, dass kein anderes Bezirksliga-Team über einen Kunstrasenplatz verfügt . . .

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