HSG Barnstorf/Diepholz reist als Favorit zum ATSV Habenhausen II / Sportgericht tagt

Kasmauskas nach Tätlichkeit für vier Spiele gesperrt

Brummt erneut eine Sperre ab: Barnstorfs Rückraumspieler Marius Kasmauskas (beim Wurf) muss vier Begegnungen lang in der Handball-Oberliga zuschauen. ·
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Brummt erneut eine Sperre ab: Barnstorfs Rückraumspieler Marius Kasmauskas (beim Wurf) muss vier Begegnungen lang in der Handball-Oberliga zuschauen.

Barnstorf - Von Matthias Borchardt. Nach drei Siegen in Folge ist das Selbstbewusstsein bei den Oberliga-Handballern der HSG Barnstorf/Diepholz gestiegen. Daher reist der Tabellendritte (10:4 Punkte) morgen (Anwurf 17.15 Uhr) als Favorit zum Schlusslicht ATSV Habenhausen II.

Die personelle Situation hat sich bei den Gästen nach dem überzeugenden 36:26-Erfolg über den TV Cloppenburg nicht verändert. Mittlerweile steht das Strafmaß für Rückraumakteur Marius Kasmauskas aus der Partie bei der SG Achim/Baden fest. „Aufgrund der Tätlichkeit, die die Schiedsrichter im Spielbericht eingetragen haben, ist Kasmauskas für vier Spiele gesperrt“, gab Oberliga-Staffelleiter Jens Schoof auf Nachfrage bekannt. Der 33-Jährige muss jetzt noch drei Begegnungen zusehen. Kreisläufer Cedric Quader fehlt wegen seiner Sperre aus dem Spiel gegen die TSG Hatten-Sandkrug letztmalig.

Barnstorfs Trainer Mario Mohrland bleibt nach den Vorkommnissen gegen die TSG Hatten-Sandkrug (er griff in der Schlussminute aktiv ins Spiel ein) gesperrt. Das Sportgericht muss sich mit dem Vorfall noch beschäftigen. „Wir müssen das alles noch bewerten. Anfang November fällt dann eine Entscheidung“, erklärte Theo Gerken, Vorsitzender des Sportgerichts vom Niedersächsischen Handball-Verband (HVN).

Zurück zum Sportlichen: „Es ist eine klare Entwicklung zu erkennen. Die Absprachen greifen“, freut sich Mario Mohrland über das positive Abschneiden. Gleichzeitig hebt der 36-Jährige warnend den Finger: „Bei uns ist natürlich eine Euphorie vorhanden – wir dürfen den Gegner aber nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn in dieser Liga ist fast alles möglich.“ Stimmt: So bezwang das bislang punktlose Schlusslicht HSG Bützfleth/Drochtersen zuletzt die SG Achim/Baden mit 25:24.

Die Gäste bauen auf Torhüter Donatas Biras, der in den Spielen bei der SG Achim/Baden (32:25) und gegen den TV Cloppenburg starke Leistungen gezeigt hatte. Positiv ausgezahlt hat sich auch die Hereinnahme von Laurynas Palevicius. Der Litauer spielt den „Indianer“ in der 3:2:1-Abwehr. Im Angriff kommt dann für ihn Kamil Chylinski ins Spiel. Der Pole kann dann vorne alles geben. Und das zahlte sich zuletzt gegen den TV Cloppenburg aus. Der Youngster warf satte 13 Tore und harmonierte mit seinem Bruder Mateusz in der zweiten Reihe.

Da Kamil Chylinski wirbelte, kamen Saulius Liutikas und Ben Gondek nur sporadisch zum Einsatz. Das kann morgen gegen den ATSV Habenhausen II bereits anders sein, denn aufgrund der Sperren von Kasmauskas und Quader wird jeder Spieler gebraucht.

Die Barnstorfer sind auf etwaige Überraschungen von Habenhausens Coach Hartmut Engelke vorbereitet, der gern einmal einen Akteur in Manndeckung nehmen lässt. Aufpassen muss der Tabellendritte vor allem auf Habenhausens wurfstarken Rückraumakteur Matthias Fischer. Auf alle Fälle will die Mannschaft des Trainergespanns Mario Mohrland/Denis Maksimovich mit einem weiteren Sieg ihren Platz in der Spitzengruppe festigen.

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