Startnummer 12

Karla Witte (Handball)

Karla Witte ist vor dem Tor extrem gefährlich und trifft auch in der Landesliga fast nach Belieben. Foto: G. Müller

Diepholz - Von Bernd Pundt. Wer einen Blick in die Statistiken der Handballerinnen von der HSG Barnstorf/Diepholz wirft, dem fällt schnell der Name Karla Witte auf.

Die Rückraumspielerin, die zu Saisonbeginn vom TuS Lemförde zur HSG wechselte und weiterhin per Doppelspielrecht für die Lemförder A-Jugend aufläuft, überzeugt Woche für Woche mit starken Leistungen und garantiert vor allem eines: Tore am Fließband. Mit gerade mal 18 Jahren übernimmt Witte insbesondere in der Offensive große Verantwortung und ist von den gegnerischen Abwehrreihen nur schwer zu stoppen. Bei der 30:35-Niederlage der Barnstorferinnen gegen den Landesliga-Spitzenreiter und Aufstiegsfavoriten TV Cloppenburg stellte Witte ihre Klasse mit satten 13 Toren erneut unter Beweis. „Karla zählt auf jeden Fall zu den größten Talenten, die wir seit langer Zeit hier im Landkreis Diepholz haben. Sie spielt als A-Jugendliche schon eine herausragende Rolle in der Landesliga. Ohne Karla wäre unser Start in die Landesliga sicherlich deutlich schwerer geworden. Ich bin glücklich, sie im Team zu haben“, ist HSG-Coach Mario Mohrland voll des Lobes für die Schülerin des beruflichen Gymnasiums in Diepholz.

Witte selbst hat kein Problem damit, dass sie bereits in jungen Jahren gerade in der Offensive die Hauptlast trägt und verspürt keinerlei Druck: „Ich will immer nur mein Bestes geben und bin froh, dass ich in der Landesliga bisher so gut zurechtkomme.“ Prinzipiell ist diese Situation auch nicht neu für Karla Witte, denn schon während ihrer Jugendzeit, in der sie bis zur B-Jugend für die HSG Barnstorf/Diepholz und seit 2015 für den TuS Lemförde auflief, avancierte sie jede Saison zur Top-Torschützin. In der vergangenen Spielzeit half Witte als A-Jugendliche immer wieder bei den Spielen der ersten Damenmannschaft des TuS Lemförde aus und führte die Mannschaft von Alex Kleimann mit 162 Treffern in 19 Spielen zum Klassenerhalt in der Landesklasse Weser-Ems. „Karla bringt überragende athletische Voraussetzungen mit und ist unheimlich schnell und wendig. In meinen Augen hätte sie schon im Sommer den Schritt zu einem Oberligisten gehen müssen. Ich traue ihr einiges zu“, schwärmt auch ihr Lemförder Trainer Kleimann von der in Diepholz wohnenden Witte.

Ihr großes Potenzial ist natürlich auch anderen höherklassigen Vereinen nicht entgangen. Bereits im vergangenen Sommer gab es mehrere Offerten von verschiedenen Oberligisten – und auch während der laufenden Saison klingelte schon des Öfteren das Telefon im Hause Witte. „Ich bin aber froh, dass ich zunächst den Schritt in die

Landesliga gemacht habe. Ich wurde sehr gut von der Mannschaft aufgenommen und fühle mich sehr wohl in Diepholz“, sagt Witte.

Dennoch ist das Thema Oberliga für die schnelle „Rückraumlinke“ längst nicht vom Tisch: „Es reizt mich schon, höherklassig Handball zu spielen. Ich werde diesen Schritt auch irgendwann gehen.“ Über Wittes Ambitionen ist sich auch Mario Mohrland im Klaren: „Ich hoffe, dass wir sie noch mindestens ein Jahr halten können und sie bei uns weiter zur Führungsspielerin reift.“ Eines dürfte jedoch auch klar sein: Sollte Karla Wittes Entwicklung weiterhin so stark voranschreiten wie im Jahr 2018, wird Mohrlands Vorhaben nur schwer umzusetzen sein.

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