Die Kapitäne Dennis Neumann und Benjamin Priesmeier im Doppel-Interview

Derbyfieber – wen schert da schon die Papierform?

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Dennis Neumann, TuS Sulingen.

Sulingen - Von der Tabellenkonstellation her dürften die Rollen eigentlich klar verteilt sein: Der TuS Sulingen ist Dritter, der TSV Wetschen Vorletzter. Doch wen schert schon die Papierform, wenn es um das Derby geht. Am Sonntag (14.00) gelten andere Gesetze, wenn die beiden Mannschaften im Duell der Fußball-Landesliga auf dem Sulinger Kunstrasenplatz in die Rückrunde starten. Geschenke werden nicht verteilt, denn beide Teams brauchen die Punkte – und werden alles dafür geben. Das versprechen Sulingens Kapitän Dennis Neumann und sein Kollege Benjamin Priesmeier vom TSV Wetschen im Doppel-Interview.

Meine Herren, das Derby steht vor der Tür. Welche Bedeutung hat das Spiel für Ihre Mannschaft?

Benjamin Priesmeier: In unserer momentanen Situation ist das ein ganz wichtiges Ding für uns. Wir brauchen jeden Punkt. Mehr als Sulingen, denn die haben ja schon genug.

Dennis Neumann: Für uns ist es die Chance, drei weitere Punkte zu holen, um oben dranzubleiben. Im Hinspiel haben wir beim 0:0 zwei Punkte verschenkt. Die wollen wir uns jetzt zurückholen. Natürlich steckt in so einem Derby mehr Brisanz und Pfeffer, die Jungs brennen vielleicht noch ein bisschen mehr. Doch wer unseren Trainer kennt, der weiß: Wir müssen immer brennen.

Der TuS Sulingen hat sieben Mal in Folge gewonnen, der TSV Wetschen zuletzt beim 4:0 gegen Garbsen ein deutliches Lebenszeichen gesetzt. Es verspricht also ein packendes Duell zu werden.

Neumann: Ich hoffe nicht! Ich hoffe, dass es eine klare Sache für uns wird. Sicherlich hat Wetschen durch das 4:0 eine Motivationsspritze bekommen. Doch das ändert nichts daran, dass wir die drei Punkte holen wollen. Ohne Wenn und Aber. Wir haben Blut geleckt. Es macht Spaß, da oben dran zu sein.

Priesmeier: Ich hoffe natürlich darauf, dass es packend wird. Klar ist der TuS Favorit, die haben einen Superlauf. Es wird ein schweres Ding für uns, aber trotzdem fahren wir hin, um zu gewinnen. Am Ende sehen wir dann, was dabei herauskommt.

Was wird ausschlaggebend sein für Sieg oder Niederlage?

Neumann: Dass wir am Ende ein Tor mehr schießen – eine alte Fußball-Floskel. Aber im Ernst: Wir müssen wieder unseren Plan verfolgen, konsequent gegen den Ball arbeiten. Und ganz wichtig: die Disziplin halten. Wetschen hat keine schlechte Mannschaft, die können auch kicken. Und daher müssen wir uns zusammenreißen und unser Ding durchziehen.

Priesmeier: Wir müssen so lange wie möglich die Null halten. Dann können wir auch ‘was ausrichten. Ein Gegentor vermeiden und dann über Konter etwas machen – so muss es laufen. Wir müssen und werden wieder kämpfen bis zum Umfallen. Wichtig ist auch, dass wir „Memo“ (TuS-Stürmer Mehmet Koc/d. Red.) in den Griff kriegen. Das schon ist ein entscheidender Faktor.

Eine spielstarke Truppe empfängt eine Kämpfertruppe. Wer wird sich da mehr nach wem richten müssen?

Neumann: Es ist ganz klar unser Ziel, dass der Gegner sich nach uns richtet.

Priesmeier: Und wahrscheinlich werden wir uns tatsächlich mehr in Richtung Sulingen orientieren müssen. Auf jeden Fall aber werden wir den Kampf annehmen und kämpfen. Was Sulingen dann damit anzufangen weiß, ist deren Sache.

Könnte der Kunstrasen in Sulingen ein Vorteil für den Gastgeber sein?

Benjamin Priesmeier, TSV Wetschen.

Priesmeier: Klar ist das ein Vorteil, weil sie doch auch ständig darauf trainieren. Aber davon lassen wir uns nicht ins Bockshorn jagen. In Barsinghausen haben wir schließlich unseren ersten Saisonsieg auch auf Kunstrasen geholt. Die wollten uns damals damit richtig ärgern – und das hatten sie dann davon...

Neumann: So viel trainieren wir da auch nicht drauf. Natürlich sind unsere Spieler an den Untergrund gewöhnt. Aber die Jungs in Wetschen können, wie gesagt, auch Fußball spielen. Sie wissen auch, wie man auf Kunstrasen spielt.

Im Hinspiel gab es ein 0:0, im Bezirkspokal ein 5:2 für Sulingen. Welche Erkenntnisse nehmen Sie aus den beiden Spielen mit?

Priesmeier: Dass wir unser Tor mit allen Mitteln verteidigen müssen. Denn wenn die Sulinger Maschinerie erstmal in Rollen kommt, dann kann sie keiner bremsen.

Neumann: Wir haben aus dem Hinspiel gelernt, dass sich Wetschen richtig wehren kann. Und wenn sie das tun und wir selbst nicht alles geben, wird es schwer, ein Tor zu schießen.

Zum Schluss noch bitte eine Kampfansage: Meine Mannschaft gewinnt, weil...

Neumann: ...weil wir Blut geleckt haben. Weil wir in den letzten sieben Wochen erlebt haben, dass es einfach geil ist, zu gewinnen. Weil wir aus dem Hinspiel etwas gutzumachen haben. Und weil es Woche für Woche immer unser Ziel ist, das Spiel zu gewinnen.

Priesmeier: ...weil wir uns im Abstiegskampf befinden und weil wir diesen Kampf auch in Sulingen von Anfang an annehmen werden. Weil wir hinten kein Gegentor zulassen werden und dann in der 90. Minute das 1:0 machen.

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