Brinkum diesmal verdienter 4:1-Derbysieger gegen Melchiorshausen / Pakkan geht

Kapitän Jannik Bender trifft sogar aus 40 Metern

Gehen synchron zum Ball, aber Brinkums Dimitri Khoroshun (re.) ist einen Tick eher dran als Melchiorshausens Nils Kaiser. - Foto: töb

Melchiorshausen - Von Gerd Töbelmann. Das Hinspiel war eine ganz enge Kiste mit dem späten Siegtor für Brinkum – 3:2. Gestern jedoch ging das Derby in der Bremen-Liga viel klarer aus, denn am Ende setzte sich der BSV verdient mit 4:1 (3:1) beim immer weiter in den Keller rutschenden TSV Melchiorshausen durch.

Bereits vor der Partie mussten die Gastgeber einen Nackenschlag verdauen: Stammkeeper Jens Ruscher verletzte sich beim Warmmachen an den Adduktoren und winkte ab: „Bitter. Ich hätte so gern gegen meinen Kumpel Saimir Dikollari gespielt.“ Ersatzmann Alexander Keskinsoy musste also in den Kasten, was laut Torwarttrainer Frank Fichtner kein Risiko darstellte: „Alex hat in den letzten Wochen sehr gut trainiert. Er wird das schon machen.“ Zu weiten Teilen stimmte das. Lediglich bei einem Treffer sah der 18-Jährige nicht so gut aus.

Die Marschroute von Brinkums Trainer Kristian Arambasic ging sehr schnell sehr gut auf. „Wir wussten, dass uns ein sehr unebener Platz erwartet. Deshalb wollte ich hier keine Kabinettstückchen sehen. Und genau an diese Marschroute hat sich die Mannschaft gehalten“, meinte Arambasic nach der Partie.

Bereits in der dritten Minute hatte Torjäger Dikollari das 1:0 auf dem Fuß, kam nach Freistoß von Mirkan Pakkan aber einen Schritt zu spät. Apropos Pakkan. Nach Bestätigung von BSV-Manager Frank Kunzendorf wird der Defensivspieler den Club am Saisonende verlassen.

Aber schon nach elf Minuten war es dann so weit. Nach zu kurzer Kopfballabwehr der Melchiorshauser nahm Daniel Block (auch er wird Brinkum verlassen) Maß und knallte die Kugel aus 22 Metern per Vollspann zum 1:0 ins Netz. Das war aber nur der Auftakt der schönen Tore. Fünf Minuten später zeigte Dikollari viel Gefühl und veredelte einen Zuspiel von Jannik Bender per Lupfer zum 2:0.

„Aber selbst danach haben wir uns keineswegs aufgegeben und die Zweikämpfe angenommen“, war Melchiorshausens Coach Wilco Freund vom Auftreten seiner Mannschaft nicht enttäuscht, „das war viel besser als noch vor gut zwei Wochen gegen Werder III“.

Und sein Team kam sogar zum Anschluss. In der 20. Minute verwandelte Kapitän Matthias Kastens einen von Jürgen Heijenga an Jason Traemann verwirkten Elfmeter zum 1:2. Die Beteiligten sahen die Szene total konträr. „Ich spiele den Ball mit der Fußspitze“, sagte Heijenga. Traemann indes meinte, „dass er mich trifft, und der Elfer damit berechtigt ist“.

Unmittelbar vor der Pause stellte Lars Tyca den alten Abstand aber wieder her. Wenn auch sehr glücklich. Eigentlich wollte der 22-Jährige in der Mitte Dikollari bedienen, doch das Leder sprang ihm ans Schienbein und von da ins Tor. Der folgende Torjubel erschien ihm fast schon peinlich.

Nach der Pause hatte dann auch Bender seinen großen Auftritt. Kurz hinter der Mittellinie wuchtete er den Ball in Richtung Keskinsoy, der sich verschätzte und das Leder beim 1:4 nur noch frustriert aus dem Netz holen konnte.

In er Folgezeit tat sich vor beiden Toren nicht mehr viel. Das fand vor allem Freund gar nicht schlecht: „Einen Abschuss hatten wir heute auch nicht verdient. Ich denke, dass wir uns gut gewehrt haben, was für die nächsten Aufgaben durchaus Mut macht.“

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