Wietzen läutet die Nach-Gaede-Ära ein / „Maurice hat alle Freiheiten bei mir“

Kann Torsten Klein aus dem großen Schatten treten?

Unter dem neuen Trainer Torsten Klein (hinten rechts) kämpfen folgende Neuzugänge beim TSV Wietzen um einen Stammplatz (vorn v.l.): Andy Hofmann und Tobias Witte sowie (hinten v.l.): Andre Schreuder und Marven Beyersdorf. ·

Wietzen - Von Carsten DrösemeyerBeim Fußball-Bezirksligisten TSV Wietzen beginnt eine neue Zeitrechnung. Erstmals nach zehn Jahren bereitet nicht Trainerfuchs Friedhelm Gaede das Team auf die neue Saison vor. Stattdessen steht künftig der langjährige Schlussmann Torsten Klein an der Seitenlinie. Ein Risiko? Schließlich hat der 40-Jährige noch keinerlei Erfahrung als Coach. Für Gaede jedoch kein Hindernis: „Ich traue Torsten meine Nachfolge absolut zu. Er verfügt über genügend Fußballsachverstand.“

Auch Klein blickt optimistisch in die Zukunft: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Ich muss zwar erst einmal meinen Weg finden, aber das wird schon.“ Allerdings ohne den Klassekeeper als Rückhalt zwischen den Pfosten. „Ich habe meine Karriere definitiv beendet. Ein Engagement als Spielertrainer stand für mich nie zur Debatte“, zieht Klein einen endgültigen Schlussstrich unter seine erfolgreiche aktive Karriere.

Die Handschuhe an den Nagel zu hängen, fiel dem Postbeamten auch deshalb so leicht, da in Andre Schreuder ein erstklassiger Ersatz verpflichtet wurde. Beim Ex-Landesligisten ASC Nienburg stellte Schreuder bereits sein Können unter Beweis, ehe er im Unfrieden schied und zuletzt beim SSV Erichshagen aktiv war. Für Klein ein regelrechter Glücksgriff: „Andre ist in der Jugend bei Werder Bremen ausgebildet worden. Das ist uns ein richtig dicker Fisch ins Netz gegangen.“

Etwas kleinere Fische stellen hingegen die übrigen Neuverpflichtungen dar. Andy Hofmann sowie Marven Beyersdorf rücken aus der eigenen A-Jugend in die Erste auf und vom TSV Lemcke bzw. FC AS Hachetal stoßen Jakob Gottselig sowie Tobias Witte zum Wietzer Kader hinzu. Einzig Angreifer Witte verfügt hierbei allerdings über Bezirksliga-Erfahrung und dürfte zumindest den Konkurrenzkampf im Sturm beleben, während das Trio Hofmann/Beyersdorf/Gottselig erst noch seine Tauglichkeit in der höheren Spielklasse unter Beweis stellen muss.

Leicht scheint die neue Aufgabe für Klein also nicht zu werden. Zumal in Mittelfeld-Stratege Otto Cobzas einer der wichtigsten Leistungsträger den TSV verließ und sich dem STK Eilvese anschloss. Klein kann dem Wechsel jedoch sogar noch etwas Positives abgewin-nen: „Otto und Maurice Gaede waren sich als Spielertyp enorm ähnlich und standen sich manchmal

„Potenzial für Platz im Mittelfeld vorhanden“

eher auf den Füßen. Nun hat Maurice wieder alle Freiheiten bei mir. Zuletzt wirkte er etwas gehemmt. Ich hoffe, dass er nächste Saison wieder voll durchstartet.“

Besser wäre es für Wietzen. Bereits in der vergangenen Spielzeit sprang der TSV dem Abstieg nur haarscharf am letzten Spieltag von der Schippe. Eine weitere Zittersaison dürfte sich Wietzen nur ersparen, wenn Leistungsträger wie Gaede oder die Fiterer-Brüder von Verletzungspech und Formschwankungen verschont bleiben.

Doch Klein ist guten Mutes, die TSV-Kogge in ruhiges Fahrwasser zu führen: „Das Potenzial für einen soliden Mittelfeldplatz ist vorhanden. Letztes Jahr hatten wir einfach enormes Verletzungspech. Gerade ein Klassespieler wie Metin Boran stand uns fast die gesamte Serie nicht zur Verfügung. Er ist ja praktisch als Neuzugang zu werten. Ohne ständige Hiobsbotschaften bin ich mir sicher, dass wir die Klasse halten werden.“

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