Bruchhausen-Vilsen und Mörsen-Scharrendorf kämpfen um das letzte Bezirksliga-Ticket

Es kann nur einen geben

Frank Fischer - Foto: flü

Br.-VILSEN/MÖRSEN - So spannend wie in der jüngsten Vergangenheit ging es bei einem Saison-Finale in der Fußball-Kreisliga Diepholz eher selten zu. Sowohl der Meister als auch der zweite Aufsteiger müssen am letzten Spieltag noch ermittelt werden. Im Rennen sind neben dem aktuellen Tabellenführer TuS Lemförde (62 Punkte) auch noch der Zweitplatzierte SV Bruchhausen-Vilsen (59) sowie der Dritte SV Mörsen-Scharrendorf (58).

Die besten Karten hat eindeutig Lemförde. Selbst bei einer Niederlage morgen im Heimspiel gegen den Drittletzten SV Dickel (15.00 Uhr) wäre das Team von Trainer David Schiavone immer noch aufgestiegen. Doch klar ist auch, dass sich die Mannschaft am liebsten mit dem Titel aus der Kreisliga verabschieden möchte. Dafür müsste allerdings mindestens ein Punktgewinn gegen Dickel herausspringen.

Viel spannender sieht die Ausgangslage an Position zwei und drei aus. Bei einer Niederlage von Lemförde und einem gleichzeitigen Sieg des SV Bruchhausen-Vilsen im Heimspiel gegen den starken Vierten TuS Wagenfeld (ebenfalls morgen, 15.00 Uhr) könnte die Mannschaft von Frank Fischer die Schiavone-Elf sogar noch vom Thron stürzen und somit das Meisterstück perfekt machen. So oder so: Vilsen braucht einen „Dreier“, um den Aufstieg aus eigener Kraft einzufahren. Es sei denn, Mörsen kommt in seinem Spiel beim SV „Jura“ Eydelstedt (15.00 Uhr) nicht über ein Remis hinaus.

„Wir freuen uns einfach, dass wir bis zum Schluss um den Aufstieg mitspielen dürfen“, gibt sich Vilsens Coach Fischer bescheiden: „Immerhin lautete unser Ziel, das wir vor der Saison herausgegeben hatten, unter die ersten fünf Mannschaften zu kommen. Und genau das haben wir bereits erreicht.“ Doch auch wenn die Zielvorgabe schon erfüllt wurde, will Fischer nun mehr. „Wir sind ganz klar im Vorteil, haben einen Punkt Vorsprung auf Mörsen. Wenn wir unser Spiel gewinnen, ist der Aufstieg durch. Wir schauen nur auf uns“, erklärt der Coach: „Sollten wir den Aufstieg am Ende aber doch nicht schaffen, geht davon die Welt nicht unter. Dann greifen wir eben kommende Spielzeit wieder an.“ Denn die Aufgabe, die auf das Fischer-Team wartet, ist allerdings alles andere als ein Selbstläufer. Immerhin empfängt Vilsen mit Wagenfeld den „Rückrunden-Meister“. Hinzu kommt, dass der Kreisliga-Zweite das Hinspiel im November hoch mit 1:4 verloren hatte.

Eine Unbekannte, die auch Friedhelm Famulla nicht außer Acht lässt: „Ich hoffe, dass Wagenfeld Vilsen das Leben schwer macht. Aber erst einmal müssen wir unsere Hausaufgaben machen und das Spiel in Eydelstedt gewinnen.“ Die Aufgabe, die auf Mörsens Coach wartet, ist genauso anspruchsvoll wie die der Vilser. Immerhin besitzt Eydelstedt neben Spitzenreiter Lemförde die viertbeste Offensive der Liga. Und im Hinspiel kam die Famulla-Elf nicht über ein 2:2-Remis hinaus. Ein Ergebnis, das morgen nicht reichen würde. „Wir sind gefordert. Und dann schauen wir mal, was Bruchhausen-Vilsen angestellt hat“, gibt sich Mörsens Trainer vor dem Showdown tiefenentspannt.

Zumal der Übungsleiter den Aufstieg eigentlich schon am vergangenen Spieltag abgeschrieben hatte, da sein Team zu Hause gegen den TSV Okel knapp mit 0:1 unterlag. Da aber auch Bruchhausen-Vilsen in seiner Partie beim TuS Sudweyhe II nicht über ein 2:2 hinauskam, bleibt es bis zum letzten Spieltag spannend. - jdi

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