Meister Werder Bremen III zeigt BSV die Grenzen auf / „Jetzt können die Jungs Charakter zeigen“

„Kaninchen“ Brinkum verliert 0:4

Bitterer Tag für Brinkums Kevin Müller (li.): Der Linksverteidiger sah gestern gegen Werder III nach einem unglücklichen Handspiel auf der Linie die Rote Karte.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannBRINKUM · Auch nach den jüngsten Erfolgen, die den Brinkumer SV in der Fußball-Bremen-Liga auf Platz zwei gespült hatten, hielt Trainer Holger Zander den Ball flach, sah und sieht sein Team noch nicht in der absoluten Spitze der Liga angekommen. Zanders Einschätzung erhielt gestern Nachmitag reichlich Nahrung, denn die Gastgeber gingen gegen den amtierenden Meister SV Werder Bremen III gleich mit 0:4 (0:2) unter.

Schon zur Pause beim 0:2 meinte Brinkums Manager Frank Kunzendorf: „Das ist heute eine ganz andere Hausnummer.“ Ähnlich wie schon am dritten Spieltag beim 0:4 gegen den OSC Bremerhaven war Brinkum das Kaninchen, der Gegner die Schlange. Zanders Sicht der Dinge: „In der ersten Halbzeit war das gar nichts: Zu weit weg von den Gegenspielern und viel zu viele Fehlpässe.“ Es war schon beängstigend zu sehen, wie oft die Brinkumer den Bremern die Bälle in die Füße spielten. BSV-Angreifer Ufuk Gencer hatte nach dem Derbysieg gegen Weyhe noch getönt, „dass wir jetzt auch Werder schlagen können“, doch er und die gesamte Mannschaft waren gestern meilenweit davon entfernt. „Wir haben aber auch wirklich einen guten

▪ Ein Praktikant

▪ trifft zum 1:0

Tag erwischt und waren sehr ballsicher“, freute sich Werders Coach Andreas Ernst über den klaren Sieg.

Den ein Praktikant in der 15. Minute auf den Weg brachte. Andreas Beck, der eigentlich aus Köln kommt, absolviert in Werders Reha-Abteilung ein Praktikum und spielt derzeit eigentlich nur just for fun bei Werder. Das tut er aber so gut, dass ihm per sattem Rechtsschuss die Führung gelang. Nur elf Minuten später versuchte sich auch der Tunesier Firas Tayari erfolgreich aus der Ferne und wuchtete die Kugel zum 2:0 ins Netz. „Schöne Tore, aber wir haben die beiden auch unbedrängt schießen lassen. Vielleicht war der Respekt vor Werder doch zu groß“, mutmaßte Zander.

Nach dem Wechsel machte Brinkum etwas mehr Dampf, kam ab und an auch mal in Richtung des Bremer Strafraums – doch so richtig gefährlich war auch das nicht. Vielmehr fiel auf der anderen Seite das 3:0 durch den eingewechselten Simon-Joel Cakir. Das zusätzliche Dumme dabei aus Sicht der Brinkumer: Kevin Müller wollte zuvor den Cakir-Schuss klären, doch das Leder sprang ihm dabei auf der Linie an die Schulter. Schiri Carsten Fistler (TuS Schwachhausen) gab Elfmeter – und stellte Müller mit Rot vom Platz (66.).

Das war natürlich die Entscheidung. In der 78. Minute legte Cakir nach Steilpass mit einem platzierten Schuss ins lange Eck noch das 4:0 nach.

Ist Brinkums Höhenflug damit auf mittlere Sicht beendet? Holger Zander sieht das vor den nächsten schweren Spielen gegen Vegesack und den FC Bremerhaven so: „Jetzt können die Jungs Charakter zeigen.“

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