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Kampfgemeinschaft  Barrien/Sulingen: Unbändiger Wille versetzt Berge

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Erst seit kurzem zusammen und schon sehr erfolgreich: Die Kampfgemeinschaft Barrien/Sulingen.

Kampfgemeinschaft Barrien/Sulingen  - Seit etwa einem Jahr gibt es im U15-Bereich zwischen den Judokas aus Barrien und Sulingen eine Wettkampfgemeinschaft. Dass die Verbindung eine Erfolgsstory ist, zeigen die Ergebnisse des vergangenen Jahres: ein dritter Platz bei den Bezirksmeisterschaften und damit die Qualifikation für die Landesmeisterschaft, bei der ein bärenstarker fünfter Rang heraussprang.

Damit ist die Kampfgemeinschaft die fünftbeste U15-Mannschaft in Niedersachsen. Herausragend war die Leistung der Judosportler aus dem Kreis Diepholz aus mehreren Gründen, wie Trainer Andreas Renke (TuS Sulingen) erläutert: „Beinahe alle Jungs sind gerade erst aus dem U12-Bereich in die U15 hochgerutscht. Das ist ein ganz schöner Quantensprung.“ Gegen die überwiegend erfahreneren Gegner wuchsen die Jungsportler aber über sich hinaus. „Die Leistungen der Jungs waren wirklich unglaublich. Wir haben Kämpfe gewonnen, bei denen wir vorher nicht einmal selbst geglaubt haben, dass wir sie gewinnen können“, schwärmt Renke.

In der Tat erschien die Konkurrenz, insbesondere aus den Judo-Hochburgen Wolfsburg und Hannover, übermächtig und die Kampfgemeinschaft Barrien/Sulingen wie das kleine gallische Dorf. Einen Zaubertrank hatte der Außenseiter bei den Wettkämpfen aber nicht dabei. Er profitierte vielmehr von dem unbändigen Leistungswillen seiner Protagonisten und von einer guten Ausbildung und Vorbereitung durch seine Trainer.

„Das Wichtigste im Judo ist es, die Grundtechniken vernünftig und nachhaltig zu vermitteln“, erklärt Günter Huhn, der für die Barrier Kämpfer als Trainer zuständig ist: „Viele sind im Jugendbereich nur auf den schnellen Sieg aus und verpassen es, die Judoka so zu trainieren, dass sie auf dem Erlernten aufbauen können.“ Dass sich das junge Team so gut in der höheren Altersklasse zurecht gefunden habe, sei auch auf die gute Trainingsarbeit zurückzuführen, die in Barrien und Sulingen geleistet werde.

„Im Mittelpunkt stehen aber die Akteure“, erklären Renke und Huhn unisono. Auf Barrier Seite sind das die etwas erfahreneren Milan Uzunay (Gewichtsklasse bis 50 kg), der auf Kreisebene bereits alles gewonnen und auch schon überregionale Turniere besucht hat, sowie Malte Teschke (bis 40 kg), der ebenfalls sehr erfolgreich kämpfe und laut Huhn dank seiner Leistungen für die anderen Teammitglieder eine Vorbildfunktion inne habe. Dazu gehören außerdem noch Jan-Hendrik Bohlmann (bis 60 kg und über 60 kg) und Ole von Klitzing (bis 43 kg), die in diesem Jahr so richtig durchgestartet seien. Auf Bezirksebene unterstützte auch noch Jannis Arslan (bis 40 kg) das Team.

Bei den Sulingern ist Gabriel Franz ( bis 37 kg) in der leichtesten Gewichtsklasse ein Erfolgsgarant. Obwohl er im Einzel sogar in einer noch niedrigeren Gewichtsklasse (bis 34 kg) antritt, legt er dennoch die meisten seiner massigeren Gegner auf die Matte. Paul Upterworth kämpft in der höchsten Gewichtsklasse über 60 Kilogramm, und Florian Kiseljow bei den Kämpfern bis 60 Kilogramm. Dazu kommt Leonard Bäcker (bis 42 kg, der bereits fünf Jahre aktiv Judo betreibt, sowie Trainersohn Marius Renke (bis 46 kg) und die Brüder Konstantin (bis 37 kg) und Wilhelm Kannengießer (bis 46 kg). „Wir verstehen uns alle sehr gut und fahren gerne gemeinsam zu den Wettkämpfen“, erklärt Gabriel Franz.

Da die Kämpfer alle noch ein oder zwei Jahre in der U15-Altersklasse bleiben und die Zusammenarbeit zwischen Barrien und Sulingen durch gemeinsame Aktionen weiter intensiviert werden soll, ist auch in den kommenden Jahren mit Erfolgen für die Kampfgemeinschaft zu rechnen. „Neuzugänge sind dabei immer willkommen“, rührt Andreas Renke abschließend noch die Werbetrommel für alle Judo-Interessierten.

pka

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