Starker Rückraumakteur führt HSG Barnstorf/Diepholz zum Turniersieg

Kamil Chylinski in Topform

Setzte sich im Spiel gegen den MTV Braunschweig mehrfach am Kreis durch und trug sich beim 14:16 achtmal in die Torschützenliste ein: Barnstorfs Andrius Gervé (beim Wurf.) - Foto: Borchardt

Barnstorf - Von Matthias Borchardt. Ein glänzend aufgelegter Kamil Chylinski führte die HSG Barnstorf/Diepholz am Sonnabend beim eigenen Turnier um den „Reifenservice-Niehoff-Cup“ zum Sieg. Der Handball-Oberligist wies wie E & O Emmen 6:2 Punkte auf, auch die Tordifferenz war gleich, doch den direkten Vergleich hatte das Team von Trainer Dag Rieken mit 16:14 gewonnen. Auf den weiteren Plätzen folgten MTV Braunschweig, SG Menden Sauerland Wölfe und der VfL Fredenbeck.

„Spielerisch haben wir einen Schritt nach vorn gemacht“, freute sich Dag Rieken über den Turniersieg. Rückraumakteur Kamil Chylinski, der 26/3 Tore erzielte, Kreisläufer Andrius Gervé (14) und der neue Mittelmann Steffen Brüggemann (3) hinterließen den stärksten Eindruck. „Ich bin gut drauf, und wir sind zufrieden“, strahlte Kamil Chylinski nach vier Spielen.

HSG Barnstorf/Diepholz - E & O Emmen 16:14 (9:7): Die Gastgeber mussten ohne Lukas Brenning (Urlaub) und Kevin Heemann (als Schiedsrichter im Einsatz) auskommen. Sie hatten in der Anfangsphase Abstimmungsprobleme in der Abwehr, lagen beim 6:7 (12.) zum dritten Mal im Rückstand. Laurynas Palevicius (2) und Kamil Chylinski drehten mit drei Treffern in Folge den Spieß zum 9:7 um. Nach der Pause gaben die eingewechselten Martin Golenia und Bastian Carsten-Frerichs der 3:2:1-Deckung mehr Halt. Die Barnstorfer, die im sechsfachen Torschützen Kamil Chylinski ihren besten Werfer hatten, zogen in einer guten Phase mit vier Toren in Folge von 9:8 (16.) vorentscheidend auf 13:8 (22.) davon. Der neue Mittelmann Steffen Brüggemann (2) führte klug Regie. Zwar verkürzten die Holländer in Überzahl auf 12:14 (26.), aber Chylinski machte mit einem Doppelpack den Sack zu – 16:12 (28.). „Mit dem Auftakt bin ich zufrieden. Wir haben gut gekämpft und schnell von Abwehr auf Angriff umgeschaltet“, unterstrich Barnstorfs Trainer Dag Rieken.

SG Menden Sauerland Wölfe - HSG Barnstorf/Diepholz 17:22 (9:10): Im Duell mit dem Oberligisten aus Westfalen steigerten sich die Hausherren noch einmal, lagen beim 8:5 (10.) erstmals mit drei Toren vorn, bestimmten danach mit den Haupttorschützen Kamil Chylinski (8/1) und Laurynas Palevicius (6) das Spiel. „Das war sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eine ordentliche Leistung“, urteilte der HSG-Coach.

HSG Barnstorf/Diepholz - MTV Braunschweig 14:16 (10:8): „Am Ende müssen wir uns cleverer anstellen. Wir haben physisch nachgelassen“, befand Rieken. Manko: Von den Außenpositionen trafen die Barnstorfer zu wenig. Raul-Lucian Ferent und Bastian Carsten-Frerichs scheiterten mehrfach an Braunschweigs Torhüter Timon Wilken. Der Drittligist bekam Andrius Gervé nicht in den Griff. Mit einem Dreierpack brachte der Litauer die Heimmannschaft mit 3:1 (4.) in Front. Palevicius erhöhte per Tempogegenstoß auf 10:7 (14.). Nach dem Wechsel behauptete der letztjährige Vierte der Oberliga Nordsee bis zum 14:12 (22.) einen Zwei-Tore-Vorsprung. Eine Zeitstrafe gegen Steffen Brüggemann warf die Gastgeber zurück. Braunschweigs Rückraumakteur Philipp Krause (6/2) machte mit verwandeltem Strafwurf den Sack zu – 16:14.

HSG Barnstorf/Diepholz - VfL Fredenbeck 16:14 (5:8): Am Ende bezwang der neunfache Torschütze Kamil Chylinski den Drittligisten fast im Alleingang, denn der Pole setzte mit einem Hattrick den Schlusspunkt zum 16:14. In der ersten Hälfte waren die Fredenbecker konzentrierter im Abschluss, ließen HSG-Schlussmann Jakob Kasperlik kaum eine Chance und lagen mit 8:4 (14.) in Führung. Auf der anderen Seite scheiterte Linksaußen Raul-Lucian Ferent zweimal an VfL-Torwart Szymon Krol. Nach dem Wechsel kamen die Barnstorfer zu Ballgewinnen, Chylinski glich per Gegenstoß zum 10:10 (19.) aus, und Gervé legte zum 11:10 (20.) vor. Die Fredenbecker drehten den Spieß noch einmal zum 14:12 (24.) um, aber sie hatten Chylinski nicht auf der Rechnung, der noch einmal aufdrehte. „Wir haben hinten gut gearbeitet und uns am Ende belohnt. Die Jungs haben einen tollen Job gemacht“, lobte Rieken.

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