13 Treffer beim Barnstorfer 36:26-Erfolg / Mario Mohrland: „Die Kette angelegt“

Kamil Chylinski führt Cloppenburg vor

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Barnstorfs Linksaußen Finn Richter (im Hintergrund Cloppenburgs Ulf Grädtke) kam nicht zur Geltung, was gestern Abend beim 36:26 unwichtig war. ·

Diepholz - Von Gerd TöbelmannDer gesperrte Trainer Mario Mohrland fieberte auf der Tribüne mit, meinte noch vor dem Match: „Das ist für uns das emotionalste Match der Saison.“ Und das absolvierte Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz mit Bravour und setzte sich gestern Abend vor 400 Zuschauern in der Diepholzer Mühlenkamphalle mit 36:26 (17:15) gegen den Nachbarn TV Cloppenburg durch.

Kribbelig ist es aus Barnstorfer Sicht nicht nur wegen der räumlichen Nähe. Nein: In Kim Pansing, Tobias Meyer, Ulf Grädtke und Matthias Andreßen stehen gleich vier Ex-Barnstorfer in Reihen des TVC.

Überzeugen konnte dabei aber nur Kreisläufer Grädtke. Besonders vor der Pause (sieben Tore) sorgte er dafür, dass sein Team nicht abreißen ließ. Cloppenburg führte zwar nie, ließ sich aber auch nicht vorzeitig abschütteln.

Grädtke machte zumindest 30 Minuten lang eine starke Partie – aber wenn ein „Man of the Match“ gewählt worden wäre, hätte Barnstorfs Mittelmann Kamil Chylinski wohl 100 Prozent der Stimmen abgeräumt. Der Pole brillierte mit starkem Zweikampfverhalten, gepaart mit Schnelligkeit und Wurffinten. Da hatten die Gäste kein Gegenmittel. In der ersten Halbzeit langte Chylinski (ebenso wie Grädtke) siebenmal zu, doch sein Torhunger versiegte auch nach der Pause nicht. Insgesamt standen für den Matchwinner 13 Feldtore zu Buche.

Dass die HSG letztlich einen klaren Erfolg herauswarf, lag an den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit, denn in der 45. Minute führte Barnstorf mit 28:20, wobei nun auch endlich die Tempogegenstöße klappten. Und auch hinten passte es nun. „Da haben wir die Kette angelegt und defensiver gestanden, was Ulf nicht so schmeckte“, meinte Mohrland.

Ganz besonders schön: Der vor dem Match offiziell aus der ersten Herren verabschiedete Malte Helmerking (jetzt Spielertrainer der Reserve) trug sich auch zweimal in die Torschützenliste ein. Helmerking nahm im halblinken Rückraum den Platz des gesperrten Marius Kasmauskas ein, dessen Attacke aus dem Achim-Spiel als Kopfstoß gewertet wurde. „Ein Unding. Da war überhaupt kein Kontakt mit den Köpfen. Ich bin jetzt mal gespannt, wie das Urteil ausfallen wird“, so Mohrland, der selbst auch noch auf sein eigenes Strafmaß nach der Roten Karte aus dem Spiel gegen Hatten-Sandkrug wartet. Gestern war der Coach jedoch recht gut gelaunt. Ein Sieg im emotionalsten Match der Saison kann einiges in den Hintergrund rücken.

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