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Kaffenberger rückt ins Zentrum

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Ganz so nah bekommt Drochtersens Trainer Lars Jagemann (l.) Marco Kaffenberger (r.) am Samstag nicht zu Gesicht, denn der Rechtsverteidiger rückt in die Mitte.
Ganz so nah bekommt Drochtersens Trainer Lars Jagemann (l.) Marco Kaffenberger (r.) am Samstag nicht zu Gesicht, denn der Rechtsverteidiger rückt in die Mitte. © Krüger

Fast in Bestbesetzung kann Fußball-Regionalligist BSV Rehden am Samstag ab 15.00 Uhr das Abstiegsrunden-Heimspiel gegen Drochtersen antreten. Die Gelb-Sperre des starken Innenverteidigers Angelos Argyris schmerzt zwar, doch Chefcoach Kristian Arambasic hat eine Idee, wer ihn ersetzen könnte.

Rehden – Bei aller Freude über diesen Triumph vor knapp vier Wochen: Marco Kaffenbergers jüngste Erinnerungen an die SV Drochtersen/Assel sind nicht vollends positiv. Während eines Zusammenprall hatte sich der Rechtsverteidiger des BSV Rehden eine blutende Gesichtswunde zugezogen und musste noch vor der Pause runter. „Das sah im ersten Moment unschön aus, aber im Endeffekt war es nur eine offene Lippe – mit ein paar Prellungen“, wiegelt „Kaffe“ ab. Entsprechende Kühlung und die Freude über den 3:2-Niedersachsenpokal-Halbfinalsieg in Drochtersen trugen damals erheblich zur Linderung bei. Jetzt treffen sich beide Regionalligisten wieder – zum dritten Mal innerhalb von zwei Monaten. Diesmal hat Rehden endlich Heimrecht und will am Samstag ab 15.00 Uhr mit einem Sieg über den Abstiegsrunden-Dritten den nächsten Schritt zum Klassenerhalt gehen. Mit Kaffenberger. Aber wahrscheinlich nicht außen, sondern im Zentrum der BSV-Viererkette.

Arambasic adelt seinen Rechtsverteidiger und „verschiebt“ ihn gegen Drochtersen

Diese Andeutung seines Trainers Kristian Arambasic überrascht zunächst, denn in seinen bisher knapp drei Jahren für die Schwarz-Weißen beackerte der 25-Jährige meist die rechte Seite. Doch Kaffenberger klärt auf: „Ich bin zum Innenverteidiger ausgebildet worden – und bevor ich nach Rehden kam, habe ich so auch fast 14 Jahre gespielt.“ Doch ob rechts oder innen: Er mag beide Planstellen, „weil ich dort meine Zweikampfstärke ganz gut ausspielen kann“.

Dass es überhaupt zu einer derartigen Umbesetzung kommt, liegt an der fünften Gelben Karte, die Angelos Argyris beim Last-Second-Sieg (2:1) am Sonntag in Altona gesehen hat. Nun muss der Innenverteidiger einmal zusehen – der einzige Ausfall beim BSV. Klar könnten auch Jan Roschlaub oder Serkan Temin den Nebenmann von Abwehrchef Pierre Becken vertreten, „aber ,Kaffe‘ ist im Moment einfach überragend drauf“, adelt ihn Arambasic.

Der angehende Industriekaufmann (die schriftliche Prüfung liegt hinter ihm, die mündliche steht kurz bevor) ist ebenfalls ganz zufrieden: „Seitdem ich meine Wehwehchen mit den Muskelfaserproblemen überwunden habe, läuft es.“

Und Arambasic hofft, dass es so bleibt – bei ihm und dem BSV. Drei Spieltage vor Schluss könne es „noch in alle Richtungen gehen“, mahnt der 44-Jährige mit Blick auf Klassenerhalt oder Abstieg. Das gelte auch für Rehdens nächsten Gegner, den FC St. Pauli II, bei dem der BSV am darauf folgenden Wochenende antreten muss, ehe es am letzten Spieltag zum starken Zweiten Norderstedt geht. Etwas Zählbares im letzten Heimspiel könnte da einiges an Druck nehmen. „Aber Drochtersen verfügt über enorme Qualität“, warnt Arambasic. Gleichwohl denkt er: „Wir haben genug Selbstvertrauen, gegen diese Mannschaft zu bestehen.“

Ähnlich sieht es Kaffenberger, wenngleich er fordert: „Wir müssen jeden Gegner respektieren.“  ck

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