Schebitz und „Co“ Köitsch kündigen beim Kreisligisten zum Saisonende

Ab Juni wieder freie Plätze im Syker Trainerkarussell

Sie wollen weiter zusammenarbeiten – aber ab Sommer nicht mehr beim TuS Syke: Trainer Bernd Schebitz (vorn) und Co-Trainer Karsten Köitsch kündigten beim Kreisligisten. ·
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Sie wollen weiter zusammenarbeiten – aber ab Sommer nicht mehr beim TuS Syke: Trainer Bernd Schebitz (vorn) und Co-Trainer Karsten Köitsch kündigten beim Kreisligisten. ·

Syke - Von Cord KrügerIrgendwie schwingen Ehrfurcht und Frust in der Stimme von Bernd Schebitz mit. „Der TuS Syke ist ein schlafender Riese“, sagt der 51-Jährige über den Fußball-Kreisligisten, den er im Sommer als Trainer übernahm. Gestern Nachmittag weckte er diesen schlafenden Riesen unsanft – mit seiner schriftlichen und fristgerechten Kündigung zum Saisonende. Mit ihm steigt Karsten Köitsch aus, seit drei Jahren einzige Konstante im sich stetig verändernden Übungsleiter-Team. Zwar führen beide unterschiedliche Gründe für ihren Abschied an, im Kern sind sie sich aber einig: „Irgendwo wollen wir schon gern weiter zusammenarbeiten“, verrät Köitsch.

In Syke allerdings nur noch bis Mitte Juni. Denn dorthin, gestand Schebitz gestern, „bin ich zuletzt oft mit Magenschmerzen zum Training gefahren“. Die Leiden beruhten jedoch nicht auf Verstimmungen zwischen ihm und der Mannschaft, wie der Ristedter herausstellte: „Wenn jemand unzufrieden gewesen wäre, hätten wir ja vielleicht den einen oder anderen Abgang zur Winterpause gehabt – aber es sind alle geblieben.“ Die gute Stimmung kann Karsten Köitsch nur bestätigen: „Das ist super. Nur manchmal war mir die Trainingsbeteiligung zu gering. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser spielerischen Qualität ganz oben in der Kreisliga spielen könnten. Aber die Prioritäten der heutigen Spieler sind andere als zu meiner aktiven Zeit.“

Doch damit konnte Köitsch leben, und Schebitz blieb ebenfalls gelassen – auch, weil ihn im TuS niemand unter Erfolgsdruck setzte: „Eine möglichst schnelle Rückkehr in den Bezirk war nie das Thema.“ Doch er vermisste „ein Umfeld, in dem ich mich wohl fühle. Damit will ich nicht sagen, dass permanent Leute zu mir kommen müssen, die mir sagen, ob ich etwas gut mache. Aber es hakte innerhalb der Sparte. Es haben zwar alle an einem Strang gezogen, aber nicht immer in dieselbe Richtung.“ Unter anderem hätte er sich eine bessere Kooperation zwischen erster und zweiter Mannschaft gewünscht. Mit dem TuS-Freundeskreis als Gruppe von Förderern der Ersten gab es hingegen „nie Probleme. Da haben mich alle voll unterstützt“, betont Schebitz.

Somit stößt bald ein neuer Coach zu einem Team, das in den vergangenen zwei Jahren Trainer Henry Marcineck, das aus Andre Hanke und Lars Radolla bestehende Interims-Trainergespann sowie Spielertrainer Matthias Rose kommen und gehen sah. Natürlich haben die Verantwortlichen noch keinen Namen eines potenziellen Nachfolgers auf dem Zettel. Herrenfußball-Spartenleiter Jan-Henrik Müller reagierte überrascht auf die Rückzugs-Ankündigung: „Das ist interessant.“ Näher will er sich erst Ende der Woche äußern.

Dann könnte für Schebitz und Köitsch bereits die Abschiedstournee mit dem Tabellenneunten beginnen – mit dem ersten Spiel nach der Winterpause: Am Sonntag ab 15 Uhr auf eigenem Platz gegen den abstiegsbedrohten TSV Neubruchhausen.

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