Jugendausschuss-Chef verabschiedet / Nun Ehrenmitglied / Meyer neu an Spitze

Aufderheides Abschied: „Bis zum Rentnerball!“

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Stephan Meyer leitet jetzt die Geschicke des Jugendausschusses im Fußballkreis.

Rehden - Das fing ja gut an für Stephan Meyer: Gerade hatten die Mitglieder des Kreisjugendtags ihn einstimmig zum neuen Jugendausschuss-Vorsitzenden im Fußballkreis Diepholz gewählt, da musste der Rehdener schon als Krisenmanager moderieren. Doch Meyer, seit elf Jahren als Staffelleiter in diesem Gremium, hatte die Sorgen einiger Vereinsdelegierter um die Neuerung im A-Jugendbereich schnell souverän relativiert.

Im Kern ging es darum, dass die A-Jugend nun nicht mehr in Jahrgangsmannschaften – U18 und U19 – spielt, sondern wie vorher in Altersklassen – in zwei Kreisligen (Nord und Süd). Denn in der abgelaufenen Serie blieben von ursprünglich sieben gemeldeten U19-Teams nur noch drei übrig. „Und ich glaube, dass es keinen Sinn macht, wenn drei oder vier Mannschaften für so wenige Punktspiele quer durch den Landkreis fahren“, meinte Meyer: „Darauf haben die Jungs sicher keine Lust.“

Das bestritt niemand, nur einige Vertreter hätten sich vorab eine „bessere Informationspolitik gewünscht“, wie es ein Delegierter ausdrückte. Heinz-Wilhelm Grafe schlug vor, ab der U18 einen Cut zu machen und alle älteren Kicker in den Seniorenbereich zu integrieren – etwa als separate dritte oder vierte Herren. Das dürften die Clubs allerdings jetzt schon, doch Grafe wollte „nur die Diskussion anregen“, wie der Übergang vom Junioren- in den Seniorenbereich reibungsloser laufen könnte.

Zuvor hatte Meyer allen Anwesenden für das Vertrauen bei seiner Wahl gedankt. Schon während der Einarbeitung in dieses Amt, das er vom nicht wieder angetretenden Rolf Aufderheide übernahm, „hatte ich höchsten Respekt und die volle Anerkennung für das, was Rolf geleistet hat. Wir sind im Jugendspielbetrieb sehr gut aufgestellt.“

Zweifellos ein Verdienst des Sulingers Aufderheide, der 27 Jahre lang den Junioren-Fußball organisiert und weiter ausgebaut hat – seit 1987 als Pokalspielleiter, ab 1995 als Jugendspielleiter und seit neun Jahren als Ausschuss-Chef. „Dass diese Arbeit belastend ist und manchmal auch die Gesundheit beeinträchtigt, hast du selber spüren müssen“, erinnerte der ebenfalls am Sonnabend ausgeschiedene Fußball-Kreisvorsitzende Dieter Plaggemeyer in seiner Laudatio. Er schlug der Versammlung vor, Aufderheide zum Ehrenmitglied des Fußballkreises zu ernennen – das geschah einhellig und mit großem Applaus.

Der Verabschiedete selbst blieb bescheiden, ging auf seine zurückliegende Arbeit gar nicht näher ein, sondern dankte seinen Staffelleitern für die jahrelange Unterstützung und zeigte sich davon überzeugt, „dass wir einen guten neuen Mann an der Spitze haben“. Zudem hoffte er auf einen Fußball-Boom durch den deutschen Weltmeistertitel: „Ich würde mir wünschen, dass auf Grund dieser Euphorie viele Jugendliche auf die Vereine zukommen und Chance nutzen, diesen Sport auszuüben. Dafür hoffe ich, dass die Vereine genügend Betreuer zur Verfügung haben.“ Rolf Aufderheide selbst hat seine ehrenamtliche Laufbahn beendet – wie einige weitere Funktionsträger an diesem Tag. „Ich hoffe, ich sehe euch trotzdem noch mal hier und da wieder – vielleicht auf dem nächsten Rentnerball…“

ck

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