Rehdens Trainer verteidigt Abstellungen

Jürgen Stoffregen will Sulingen „nichts Böses“

Kreis-Diepholz - REHDEN · Natürlich gefällt auch Jürgen Stoffregen diese Situation nicht. Denn natürlich hätte der Trainer des Fußball-Oberligisten BSV Rehden seinen Kickern ein spielfreies Wochenende gegönnt.

Stattdessen nun muss ein stattlicher Teil seines Teams am Sonnabend ab 16 Uhr in der personell gebeutelten zweiten Mannschaft aushelfen, um das brisante Derby gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter FC Sulingen zu bestreiten. Ein weiteres und damit drittes Nichtantreten der Zweiten in dieser Halbserie hätte die Disqualifikation in der Liga zur Folge. Deshalb versichert der Fußballlehrer den Gegnern aus Sulingen, „dass wir dem FC mit derartigen Verstärkungen nichts Böses wollen. Aber wir müssen unsere eigene Haut retten.“

Stoffregen weiß um das böse Wort „Wettbewerbsverzerrung“ – selbst wenn es diese Zeitung im Zusammenhang mit dem BSV nicht genannt hat. „Aber der Vorwurf kommt immer, so lange es Erst- und Zweitvertretungen gibt. Das bekamen wir am eigenen Leibe gegen Osnabrück II und Braunschweig II zu spüren – und es wird uns treffen, wenn wir den Aufstieg schaffen sollten.“ Im Extremfall stünde Rehden dann Wolfsburgs Rückkehrer Diego in der U 23 des VfL oder Heiko Westermann in der HSV-Reserve gegenüber: „Sinn einer Zweiten ist doch auch, dass diejenigen Spielpraxis erlangen, die in der Ersten an jenem Wochenende nicht zum Zuge kommen.“

So hatte der Chefcoach im Vorfeld des am Sonntag abgesagten Rehdener Bezirksliga-Spiels die Abstellungen von Ersatzkeeper Timo Nietsch, Sergej Dikthiar, Granit Curri und weiteren Akteuren zugesichert – denn eine Fünfer-Gruppe mit entsprechender Qualität sollte es schon sein: „Sonst ist es keine Spielpraxis, sondern Bewegungstherapie.“ Am Sonntag reichte diese Zahl dennoch nicht zum Auffüllen der Zweiten auf elf Leute, so dass die Dienstreise zum Bezirksliga-Zweiten STK Eilvese ins Wasser fiel. „Dies ist für Sulingen natürlich auch ärgerlich – keine Frage“, trauert Stoffregen den an Eilvese verschenkten Punkten hinterher. Mehr Männer konnte er hingegen nicht in Marsch setzen: „Meine Jungs haben am Freitagabend alles bis zum Letzten gegeben“, erinnert er an das 4:0 gegen den SV Holthausen-Biene. Ein Einsatz der Betreffenden gleich am Sonntag darauf wäre vielleicht möglich gewesen, „hätte aber vor allem das Verletzungsrisiko deutlich erhöht“. · ck

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