22-Jähriger qualifiziert sich für Deutsche Meisterschaft / Große Pläne für 2014: „Da wird noch mehr gehen“

Start-Nr. 14: Judoka Harbarth hat noch lange nicht genug

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Zum Training des 22-jährigen Sulinger Judokas Michael Harbarth gehören auch Übungen ohne Partner. Hier führt er eine Krafteinheit am elastischen Zugseil aus. ·

Sulingen - Michael Harbarth ist mit seinen 22 Jahren ein viel beschäftigter Mann. Er ist Student, Systems Engineer in der IT-Branche – und einer der Top-Judoka des TuS Sulingen. Da kommt in der Woche einiges an Aufwand zusammen, aber das ist für Michael Harbarth kein Problem: In seinem „Comeback-Jahr“ 2013 feierte er mehrere große Erfolge.

Comeback deshalb, weil er seit 2011, als der Sulinger ein duales Studium bei IBM in Berlin als Wirtschaftsinformatiker begann, in keinen festen Trainingsrhythmus mehr kam. Im Februar vergangenen Jahres zog er dann nach Hannover und studiert dort seither Informatik – doch nicht ohne Hintergedanken: In Hannover befindet sich im Landesleistungszentrum das Stützpunkt-Training der Judoka. Er trainiert also drei Mal in der Woche in Hannover, ein Mal in Sulingen, wo er für den TuS an den Start geht. „In der Heimat kann ich viele Dinge ausprobieren, ich kenne dort viele – es ist einfach schön, dort noch mitzumischen“, sagt der angehende Informatiker.

In Berlin litt vor allem seine Kondition, doch das holte der 1,89 Meter große Athlet der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm schnell auf, als er wieder geordnete Trainingsverhältnisse hatte. Und so erreichte Harbarth unter anderem bei den Landesmeisterschaften der Männer den dritten Platz. „Da wäre aber mehr möglich gewesen, ich habe taktisch nicht meine Linie gefunden“, urteilt er. Und bitter war es obendrein: Die ersten Zwei der Landesmeisterschaften qualifizierten sich für die Deutsche Meisterschaft. Harbarth musste also auf die Bundesranglistenturniere in Hannover und Bottrop zählen, wo die Platzierung (für eine Qualifikation zur DM unter den ersten Acht) nach Punkten vergeben wird – er landete auf Platz fünf und sieben und ist damit für einen Wettbewerb qualifiziert, an dem auch der Olympionike von 2012 und Bronzemedaillengewinner Dimitri Peters teilnehmen wird.

Harbarth macht zusätzlich verstärkt Krafttraining und Übungen ohne Partner, um Bewegungsabläufe zu automatisieren, allerdings rechnet er sich für die DM wenig aus – für dieses Jahr zumindest: „Ich gehe da entspannt heran, ich werde das einfach mitnehmen und genießen, vielleicht gewinne ich sogar ein bis zwei Kämpfe“, sagt der gebürtige Mellinghauser. Der 22-Jährige giert allerdings nach neuen Erfolgen, sein gutes Comeback-Jahr hat ihn nicht komplett überzeugt: „Da wird sicherlich noch mehr gehen.“ Zum Beispiel will er in diesem Jahr auch den so genannten „Zweiten Dan“ im Judo machen, also den zweiten Schwarzen Gürtel.

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