Bremen-Ligist verspielt fast noch 2:0-Führung gegen TuS Schwachhausen

Joshua Brandhoff rettet Brinkum vor dem Ertrinken

„Wir haben es einfach nicht mehr geschafft, die Lücken zu schließen“, erklärte Brinkums Kapitän Jürgen Heijenga (li.), der sich hier ein Duell mit Torschütze Christian Schwarz lieferte, warum sein BSV den Sieg im Spitzenspiel beim TuS Schwachhausen noch fast aus der Hand gegeben hätte. - Foto: J. Diekmann

SCHWACHHAUSEN - Von Julian Diekmann. Nein, mit Ruhm hat sich der Brinkumer SV wahrlich nicht bekleckert. Auch wenn er das Spitzenspiel beim Fünften TuS Schwachhausen mit 4:2 (1:0) gewonnen hat. Das sah auch Jörg Bender so. „Es war mehr Schatten als Licht zu sehen“, sagte der Co-Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten, der am Samstag seinen verhinderten Cheftrainer Dennis Offermann vertrat: „Aber manchmal muss man eben auch dreckige Spiele gewinnen. Und das haben wir getan.“

Richtig ist aber auch, dass Schwachhausen zwischenzeitlich dem Ausgleich näher war als Brinkum dem 3:1. „In dieser Phase haben wir überhaupt keine Ruhe ins Spiel hineinbekommen“, befand auch Brinkums Kapitän Jürgen Heijenga. Der BSV führte bereits durch Tore von Esin Demirkapi (25.) und Saimir Dikollari (63.) konfortabel mit 2:0. Hätte die Begegnung eigentlich nur noch herunterspielen müssen. Doch statt wie ein Spitzenteam die Ruhe bewahren, überließen sie den Gastgebern das Geschehen. Und das rächte sich. Während BSV-Schlussmann Benjamin Schimmel einen Freistoß von Berkan Yildirim noch stark parierte (65.), sah er in der 69. Minute nicht wirklich gut aus, als Christian Schwarz eine Vorarbeit von Marvin Ntamag zum 1:2 genutzt hatte. Statt auf der Linie zu bleiben, sprintete Schimmel auf Ntamag los, der hob den Ball vorbei an Schimmel zu Schwarz, der nur noch mit dem Kopf einnicken musste.

Und danach war Holland in Not – oder besser Brinkum. „Wir haben es einfach nicht mehr geschafft, die Lücken zu schließen, haben mit zu wenig Disziplin gespielt“, meinte Bender, der froh sein konnte, dass die Hausherren in dieser Phase nicht mehr Durchschlagskraft entwickelt hatten. „Wir waren in den entscheiden Situationen mit dem Kopf einfach nicht mehr richtig zur Stelle. Haben uns im Spielaufbau zu kompilziert angestellt“, fasste Heijenga die Phase zusammen.

Am Ende war es dann Joker Joshua Brandhoff zu verdanken, dass das Spiel den Gästen nicht aus der Hand geglitten war. Sechs Minuten nach dem 1:2 brachte Bender Brandhoff für den aufopferungsvoll kämpfenden Marcel Dörgeloh. Und die Nummer 18 zahlte seine Einwechselung mit dem 3:1 zurück, als er in der 81. Minute in halblinker Position aus gefühlten 35 Metern einfach mal abzog. Eigentlich hätte der Ball niemals seinen Weg ins Ziel finden dürfen. Hat er aber. Und das rettete dem Brinkumer SV am Ende die drei Punkte.

Den endgültigen Knock-out bekam Schwachhausen anschließend in Person von Dikollari verpasst (85.), der einen Nachschuss Malik Gueye unhaltbar zum 3:1 verwandelt hatte. Dass Kapitän Heijenga einen Foulelfmeter verschuldete, den Jan Niklas Hiegemann sicher zum 2:4 verwertet hatte, spielte für den Ausgang der Begegnung dann keine Rolle mehr.

Dabei nahm die Partie eigenlich ihren gewohnten Lauf. Nur in der Anfangsphase hatte der BSV etwas Probleme, in die Begegnung zu finden. Brinkum machte zwar das Spiel, ließ den Gegner laufen und kombinierte sicher. Doch kleine Unkonzentriertheiten ließen immer wieder die Hausherren aufkommen. Wie in der sechsten Minute, als Schwarz nach einem Konter an BSV-Keeper Schimmel scheiterte. In der 25. Minute war es aber so weit: Mit ihrer ersten richtigen Chance kamen die Gäste zum 1:0. Demirkapi verwandelte einen Freistoß von Maximilian Wirth sehenswert per Kopf zur Führung. Nach der Halbzeit legte Dikollari dann nach, der eine Vorarbeit von Dörgeloh eiskalt zum 2:0 verwandelt hatte.

Somit war Brinkum voll auf „Drei-Punkte-Kurs“. Bis eben zur 69. Minute. Ab da an begann das BSV-Schlachtschiff Schlagseite zu bekommen. Doch dann kam Steuermann Brandhoff rettete seine Crew vor dem Ertrinken.

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