Ehrenpunkt beim spannenden 1:4 für Bassumer Bundesliga-Schützen / 4:1 gegen Bremerhaven

Joonas Kallio ärgert Top-Favorit Kriftel

Zwei Einsätze, zwei Siege: Der Finne Joonas Kallio erledigte für die Bassumer Luftpistolen-Schützen einen blitzsauberen Job. Foto: Krüger

Bassum - Von Cord Krüger. Valerij Samojlenko kostete das letzte Bundesliga-Duell des Tages am Sonntag bis buchstäblich zur letzten Sekunde aus. Der finale seiner 40 Wertungsschüsse verließ den Lauf aus der Luftpistole des Hamburgers nur einen Wimpernschlag vor Ablauf der 50-minütigen Wettkampfzeit. Die 9,1 zum Ende für die Nummer zwei des SV Bassum von 1848 entschied den spannenden Schlagabtausch in eigener Halle mit dem mehrfachen deutschen Meister SV Kriftel allerdings nicht mehr, denn Samojlenkos Kontrahent Dominik Sänger hatte nach 379 Ringen seine Waffe bereits abgelegt, der 1848-Routinier wäre selbst mit einer 10,9 nicht mehr an ihn herangekommen. So feierte Top-Favorit Kriftel einen nicht unerwarteten 4:1-Sieg, doch dieses Ergebnis täuscht über den engen Verlauf vor gut 100 Zuschauern hinweg. „Es war alles drin“, fasste Denis Rother, gestern an Position vier im Einsatz, zusammen. „Fünf Minuten vor Schluss haben wir ja noch mit 3:2 geführt“, erinnerte der 39-Jährige an die zwischenzeitliche Hochrechnung. Auch mit seinen 375 Ringen konnte er bestens leben. „Schade nur, dass mir in der letzten Serie diese Acht rausgerutscht ist.“

Bassums Manager Thomas Bremer sah ihm das nach. „Wir sind sehr zufrieden“, urteilte er nach dem Wochenende, das für sein Ausrichter-Team am Samstagabend einen 4:1-Erfolg über den GTV Bremerhaven-Seestadtteufel parat hatte. „Da haben wir unsere Pflicht erfüllt“, bilanzierte Bremer: „Es wäre sogar ein 5:0 drin gewesen.“ Doch Artur Gevorgjan, der den derzeit in der Reha befindlichen Jens Voß auch als Trainer vertrat, verpasste um einen Ring das Stechen gegen Frans Sörensen, der dadurch mit 369:368 den Ehrenpunkt für die Geestemünder holte.

Die anderen Vergleiche gingen an die Hausherren – wenn auch teils knapp wie beim 370:368 von Thomas Hoppe gegen die frühere Bassumer Sportgilde-Aktive Antje Nöske. Deutlicher war da schon das 366:356 von Sascha Sandmann gegen Achim Braje, wie Nöske und Sandmann früher für die Gilde in der Luftpistolen-Eliteliga. Gar mit 376:365 distanzierte Samojlenko Thomas Lüken, und Joonas Kallio setzte sich mit 383:379 im Spitzenduell gegen Jan-Luca Karstedt durch. „Bremerhaven hatte gute Leute am Start“, urteilte Bremer.

Doch tags darauf traten den Gastgebern deutlich höher dekorierte Sportler gegenüber – selbst ohne ihren Star und Olympiasieger Christian Reitz. Sänger etwa ist mehrfacher deutscher Meister. Maximilian Schenk, der Rother mit 378:375 bezwang, hat schon EM-Silber mit der Schnellfeuerpistole gewonnen. Und Bassums Martin Mohnke bekam es an Platz fünf mit Oliver Geis, Olympia-Starter von 2016, zu tun – und unterlag mit 370:375. Topschütze Kallio kämpfte gegen Matthias Putzmann, in diesem Jahr Vize-Europameister mit der Schnellfeuerpistole und Team-Dritter mit der Standardpistole. Der finnische Berufssoldat holte gegen den Polizeibeamten Bassums einzigen Sieg – und imponierte vor allem mit drei Zehnen nach den ersten drei Schüssen sowie gleich sechs Zehnen zum Start in die dritte Serie. Das bedeutete am Ende 380 Ringe.

An Position drei durchlebte Thomas Hoppe gegen Andreas Fix ein Wechselbad der Gefühle: Seiner bombastischen ersten Serie mit 97 Ringen folgten Ausrutscher wie die 8,5 im 24. und 8,1 im 27. Schuss, im dritten Durchgang fing sich der 40-Jährige wieder (96 Ringe) – aber am Ende unterlag er unglücklich mit nur einem Zähler.

Einen umgekehrten Verlauf nahm der Wettkampf für Martin Mohnke: Mit 88 Ringen in Serie eins dürftig gestartet, arbeitete er sich zurück, legte mit seinem 32. Schuss sogar eine traumhafte 10,9 hin, doch Geis setzte sich am Ende durch.

Manager Bremer hatte die Schlappe schnell verarbeitet: „Alle haben mindestens 370 Ringe geschossen, das ist ein tolles Ergebnis.“ Ohnehin sieht er sein Team aktuell absolut im Soll – obwohl es vom dritten auf den vierten Platz gerutscht ist. Ähnlich sah es Gevorgjan: „Die Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt: Alle haben gekämpft bis zum Schluss.“

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