TV Stuhr gewinnt nach Kopfballtor des 17-Jährigen beim SV Bruchhausen-Vilsen mit 1:0

Joker Verzagt steht in der Nachspielzeit goldrichtig

Vilsen neuer Keeper Daniel Pelzel – hier rechts gegen Stuhrs Bjarne Voigt – hatte gestern alle Hände voll zu tun. - Foto: Flügge

Bruchh.-Vilsen - Von Arne Flügge. Die Zeit tickt gnadenlos herunter, Christian Meyer schaut immer wieder auf die Uhr. Es läuft die Nachspielzeit – dann noch einmal Freistoß für den TV Stuhr, die wohl letzte Chance des Fußball-Bezirksligisten, das Bezirkspokalspiel beim Kreisligisten SV Bruchhausen-Vilsen für sich zu entscheiden. Dauerregen hat eingesetzt. Fynn Rusche legt sich den Ball an der linken Strafraumgrenze zurecht. In der Box tummeln sich fast 20 Mann. Es ist hektisch. Der Ball segelt in Richtung zweiten Pfosten. Niemand von Vilsens Abwehr nimmt Kenntnis von Robin Verzagt, der plötzlich völlig blank steht und den Ball zum vielumjubelten 1:0 (0:0)-Sieg des TV Stuhr in die Maschen köpft (90.+2). Kurz darauf Abpfiff. Stuhr ist weiter, Vilsen raus.

Dennoch gab’s von Vilsens Trainer Frank Fischer nur Lob für seine Mannschaft. „Natürlich ist das ärgerlich, so spät das Tor zu kriegen. Ich finde, dass der Freistoß nicht hätte gegeben werden müssen, und das Tor ist natürlich zu verhindern gewesen. Doch wir haben gegen einen starken Bezirksligisten sehr gut mitgehalten. Das hat die Mannschaft hervorragend gemacht.“

Stuhrs Coach Christian Meyer pustete erstmal kräftig durch: „Der Zeitpunkt des Tores ist natürlich etwas glücklich. Unterm Strich aber ist der Sieg für uns verdient. Wir haben nicht eine Chance des Gegners zugelassen und selbst einige gute Möglichkeiten gehabt.“

Allerdings tat sich Stuhr gegen die gut organisierte defensive Fünferabwehrkette der Gastgeber schwer. Vor allem im letzten Drittel hatte der Bezirksligist Probleme, Zugriff zu bekommen und sich zwingend in Szene zu setzen. „Da hat mir ein wenig die Gier gefehlt, die Zielstrebigkeit, aufs Tor zu gehen“, monierte Meyer. Fischer indes sah sich in seiner Taktik bestätigt. „Heute kam es auf die Defensive an. Ich wollte sehen, dass die Jungs richtig Bock darauf haben, ein Spiel des Gegners auch mal zu zerstören.“

Dennoch kamen die Gäste in Durchgang eins zu zwei, drei guten Möglichkeiten, wobei Youngster Bjarne Voigt, der im Mittelfeld sehr auffällig war, mit einem Lattenkracher Pech hatte (31.).

Gleich nach der Pause hätte das 1:0 für die Gäste fallen müssen, aber Rene Rogalla traf aus kurzer Distanz den Ball nicht richtig (48.). „Der muss rein“, meinte sein Trainer Meyer. Vier Minuten später verzog Rogalla knapp, kurz darauf zischte auch ein Schuss von Torben Drawert nur hauchdünn am langen Eck vorbei (57.). So langsam wurde es für Stuhr mehr und mehr ein Geduldsspiel. Die Partie ging längst nur noch in eine Richtung, doch immer wieder war ein Vilser Bein dazwischen, wenn sich mal die Möglichkeit eines Abschlusses ergab. Vilsen verteidigte nun mit Mann und Maus, um sich ins Elfmeterschießen zu retten. Und fast hätte es auch geklappt, wenn da nicht in der Nachspielzeit Verzagt goldrichtig gestanden hätte. „Robin ist noch ein ganz, ganz junger Mann. Er könnte noch A-Jugend spielen. Es freut mich sehr für ihn, dass er das Tor gemacht hat“, strahlte Stuhrs Coach Meyer, der den 17-jährigen Verzagt erst in der 82. Minute eingewechselt hatte.

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