Joker Bogdan Golgot rettet TuS Sulingen

Und plötzlich segelt der Ball hinten rein

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Lange verletzt, eingewechselt und Torschütze auf den letzten Drücker: Sulingens Bogdan Golgot (vorn).

Sulingen - Was für ein irres, krummes Ding: Es lief bereits die Nachspielzeit. Im Topspiel der Fußball-Landesliga lag der TuS Sulingen am Samstag beim Tabellenvierten SV Bavenstedt mit 1:2 zurück, startete den wohl letzten Angriff der Partie. Bogdan Golgot, in der 76. Minute als zusätzliche Offensivkraft eingewechselt, tankte sich auf der linken Seite durch und schlug eine Flanke auf den zweiten Pfosten. Der Ball wurde lang und länger. Niemand kam heran – und so segelte die Kugel hinten rein – 2:2 (90.+2), Abpfiff!

„Ich habe dann nur noch gesehen, dass alle Jungs jubelnd auf einem Haufen lagen und sich riesig gefreut haben“, beschrieb Sulingens Trainer Maarten Schops die Szenerie: „Es war unglaublich. Das Tor war sicherlich etwas glücklich. Aber die Mannschaft hat trotz des Rückstands nie aufgegeben. Es war ein Punkt der Moral.“

Dass der TuS Sulingen mit dem Remis den zehnten Saisonsieg in Folge verpasste, war für den Belgier in diesem Moment zu verkraften. „Wir haben auswärts gegen einen richtig guten Gegner gespielt. Das sollten wir nicht vergessen. Immerhin sind wir jetzt seit zehn Spielen ungeschlagen. Das ist auch eine tolle Serie, die wir weiter ausbauen können und wollen.“

In Bavenstedt lief am Samstag zunächst alles nach Plan. Die Sulinger spielten taktisch diszipliniert, ließen hinten nicht eine Chance des Gegners zu und setzten selbst nach vorn den einen oder anderen Nadelstich. So in der 15. Minute, als sich Sören Sandmann auf der linken Seite durchsetzte, seine Hereingabe erreichte Pierre Neuse, und der Sulinger Mittelfeldspieler erzielte mit einem Flachschuss aus elf Metern das 1:0. Viel mehr sprang aber für die Gäste nicht heraus, weil auch Bavenstedt gut verteidigte. „Von daher waren wir sehr effizient“, freute sich Schops.

Auch in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit hatten die Gäste das Spiel im Griff, ehe Bavenstedt nach einem Eckball durch ein Kopfballtor von Lukas Marheineke zum 1:1 kam. Und als dann auch noch Jonas Jürgens einen Freistoß direkt zum 2:1 (74.) in die Maschen hämmerte, drohte den Sulingern die Niederlage. „Wenn sie uns an die Wand gespielt hätten, hätte man sagen können: okay. Aber dass wir zwei Tore nach Standards kassieren, darf nicht passieren. Da müssen wir besser reagieren, das müssen wir besser verteidigen“, kritisierte Schops.

Der Coach löste die Viererkette auf, Golgot kam für Linksverteidiger Sandmann. Ein Glücksgriff, wie sich in der Nachspielzeit herausstellte. „Die Jungs wollten diesen Punkt unbedingt und sind auch dafür belohnt worden“, jubelte der Coach.

flü

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