Weyhe trennt sich zum Saisonende von seinem Trainer / „Ich hätte wohl sowieso aufgehört“

Johos Zeit ist abgelaufen

Ende einer kleinen Ära: Stephan Joho (li.) und Manfred Gotthardt sind in Weyhe nicht mehr erwünscht.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannWEYHE · Am Saisonende ist Schluss: Nach vier Jahren durchaus erfolgreicher Tätigkeit trennt sich der derzeit vom Abstieg bedrohte Fußball-Bremen-Ligist SC Weyhe von Trainer Stephan Joho. Auch Co-Trainer Manfred Gotthardt wird Weyhe im Sommer verlassen.

Weyhes Spartenleiter Thorsten Wirth weiß um das Risiko, einen neuen Coach suchen zu müssen, „denn ich weiß nicht, wie viele Spieler vielleicht im Schlepptau von Joho den Verein verlassen werden. Aber ich hoffe, dass wir den Großteil der Spieler motivieren können, auch ohne Joho in Weyhe zu bleiben – auch in der Landesliga, denn wir müssen mit dem Abstieg rechnen.“

Die Entscheidung, nach vier Jahren den Trainer zu wechseln, hält Wirth aber für richtig: „Sportlich kann ich Stephan keinen Vorwurf machen. Mit durchaus begrenzten Mitteln hat er viel aus der Mannschaft rausgeholt und ist schließlich als Landesliga-Meister aufgestiegen. Aber in der Sparte und auch im Gesamtverein sind wir mit der Außendarstellung des Teams nicht zufrieden. Da musste eine Veränderung her.“

Was Weyhes Spartenleiter genau damit meint, erklärt er wie folgt: „Die erste Herren hat sich im Verein isoliert. Es war für Spieler der A-Jugend oder der zweiten Herren in der Vergangenheit sehr schwer, sich da zu empfehlen. Und wir haben von auswärtigen Spielern, die zurückkommen wollten, gehört, dass sie es nicht machen, weil sie sowieso keine Chance hätten.“

Joho ist da ganz anderer Meinung: „Ich wäre doch ein schlechter Trainer, wenn ich guten Spielern den Weg in meinen Kader verbauen würde. Aber in letzter Zeit waren da von der Leistung kaum Leute dabei, die uns hätten weiterbringen können. Die Aussage der Spar-

▪ Kapitän Engelhardt

▪ geht von Bord

tenleitung hat mich entäuscht. Ich hätte aber vermutlich sowieso am Saisonende in Weyhe aufgehört.“

Was aber nicht heißen soll, dass dem 40-Jährigen bis zum Saisonende nun alles egal ist: „Ich werde alles versuchen, dass die Mannschaft vielleicht doch noch die Klasse hält – das haben mir übrigens auch die Spieler versprochen. Ich für meinen Teil möchte erhobenen Hauptes gehen können.“

Einer aus der Mannschaft, der auf alle Fälle gehen wird, ist Daniel Engelhardt. Der 29-jährige Weyher Kapitän reagierte gestern so auf Johos Abgang zum Saisonende: „Wir Spieler hatten das vermutet. Sowas deutet sich irgendwie an. Für mich stand aber schon vorher fest, dass ich aufhöre und mir einen neuen Verein suche.“ Auf die Frage, ob er denn der Meinung sei, dass ihm ein Großteil des Teams folgen könnte, antwortete „Engel“ ausweichend: „Da will ich nicht für die anderen Spieler sprechen.“

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