TuS Wagenfeld vor Kreisliga-Showdown in Sulingen / Kläning nicht dabei

„Jetzt wollen wir auch den Titel“

Erfolgsgarant: Wagenfelds Torjäger Roman Esanu (r.) erzielte für den Kreisliga-Primus 31 Tore. Foto: Borchardt

Wagenfeld - Von Julian Diekmann. Den Aufstieg haben die Fußballer des TuS Wagenfeld schon in der Tasche. Doch reicht es auch zur Meisterschaft in der Kreisliga? Die Chancen stehen zumindest nicht schlecht. Immerhin führt die Mannschaft von Trainer Oliver Marcordes die Tabelle an, liegt einen Spieltag vor Saisonschluss einen Punkt vor dem TuS Sudweyhe II. Doch am Ende würde nur ein Sieg bei der Reservemannschaft des FC Sulingen (Anpfiff: Sonntag, 15.00 Uhr), die noch um den Klassenerverbleib kämpft, hundertprozentig zum Titel reichen, da nicht davon auszugehen ist, dass sich Sudweyhe II im Parallelspiel gegen den Letzten TSV Ristedt einen Ausrutscher leistet.

„Sudweyhe wird sich das nicht nehmen lassen und gewinnen. Von daher sind auch wir gefordert, um die Meisterschaft einzufahren. Wenn wir nun schon so weit gekommen sind, dann wollen wir jetzt auch den Titel“, lässt der Coach keine Zweifel aufkommen, wohin die Reise am Sonntag gehen soll.

Zumal eine nette Belohnung auf das Marcordes-Team warten würde. „Sollten wir tatsächlich den Titel einfahren, wartet nach dem Spiel noch ein Rathaus-Empfang auf uns –nur leider ohne Balkon“, schmunzelt der 38-jährige Übungsleiter. Und wie so eine Rathaus-Feier aussehen könnte, haben die Spieler vergangenen Sonntag im Fernsehen mit anschauen können, als der FC Bayern München seine Bundesliga-Meisterschaft und den Pokalsieg auf dem Marienplatz gefeiert hat. Doch erst einmal müssen die Wagenfelder ihre Hausaufgaben machen.

Wie es nicht gehen sollte, haben sie nämlich vergangenen Spieltag erlebt, als sie sich im Heimspiel vom Sudweyhe II „nur“ mit 2:2 trennten und somit die Chance auf die vorzeitige Meisterschaft vergeben hatten.

Freuen sich über den Aufstieg in die Bezirksliga: Gheorhe-Voicu Ponta (l.), Trainer Oliver Marcordes und Alec Kuhlmann (r.) vom TuS Wagenfeld. Foto: Scheland

Das soll Sonntag auf jeden Fall vermieden werden. Für die Wagenfelder spricht auf jeden Fall ihre Abwehr. Gerade einmal 29 Gegentore hat die Mannschaft in bisher 29 Partien kassiert – Ligabestwert! Zudem stellt das Team mit 99 erzielten Toren den besten Sturm der Kreisliga Diepholz, während der FC Sulingen II die viertschlechteste Abwehrreihe (80 Gegentreffer) stellt. Allein Wagenfelds Ausnahme-Stürmer Roman Esanu steuerte bisher 31 Treffer bei. „Roman ist ganz klar unser Aushängeschild“, betont Marcordes: „Er wird aber auch von seinen Mitspielern gut gefüttert.“

Pikant: Nur drei Wochen nach dem letzten Ligaspiel treffen beide Mannschaften im Kreispokalendspiel (Samstag, 15. Juni) in Kirchdorf erneut aufeinander (Anpfiff um 18.00 Uhr). „Das ist schon etwas kurios“, gesteht auch Marcordes, der fürs Saisonfinale auf seinen zweitbesten Torschützen Jannik Kläning (19 Treffer/beruflich verhindert) verzichten muss. Fragezeichen stehen zudem noch hinter den Einsätzen von Joshua Wiedemann und Gheorhe-Voicu Ponta (beide Zerrung).

„Wir haben aber einen breiten Kader von 22 Spielern und werden die Ausfälle auffangen“, ist sich der TuS-Coach sicher, der bereits vor der Saison den Aufstieg als Ziel herausgegeben hatte. Sollte nun der erhoffte Meistertitel sowie der mögliche Pokalsieg dazukommen, würde sich Marcordes, der erst Anfang der Serie den Trainerposten bei den Wagenfeldern übernommen hatte, ein Denkmal setzten – so viel ist sicher.

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