Altevoigt-Team holt zwei Siege, ist Bundesliga-Zweiter – und doch noch nicht für DM qualifiziert

Jetzt kann Stuhr nur noch hoffen

Mit sechs Körben war Victoria Wessels (am Ball) Stuhrs beste Werferin.Archivfoto: Hornung

Kreis-Diepholz - STUHR (she) · Der TV Stuhr hat seine Schuldigkeit getan: Mit zwei Siegen bei seinen letzten Auftritten der Saison eroberte das Altevoigt-Team in der Korbball-Bundesliga Nord Platz zwei und muss nun abwarten, wie sich die Konkurrenz in ihren Nachholspielen schlägt. Der SV Brake (noch vier Spiele) und der TuS Sudweyhe (noch zwei) können Stuhr theoretisch noch einholen und dem letztjährigen DM-Sechsten das Ticket für die Nationale Meisterschaft abspenstig machen. Nur die ersten drei Teams fahren zur DM.

Preetzer TSV - TV Stuhr 4:6 (2:0): In heimischer Halle wollte der Preetzer TSV die letzte kleine Chance auf den Klassenerhalt wahren und ging entsprechend motiviert zu Werke. Stuhr ließ sich von der teilweise rustikalen Spielweise und der Preetzer Wurfstärke vor allem zu Beginn beeindrucken. In der Halbzeitpause versprach man sich Besserung – und kassierte wenige Sekunden später doch noch das 0:3. Danach setzte Stuhr sein Tempospiel immer besser durch; so war es Dania Rönner, die mit einem erfolgreich verwandelten Konter den Bann brach. Trainer Altevoigt durfte sich vor allem über eine sehr starke Abwehrleistung freuen, durch die die Gastgeberinnen sich immer weniger Chancen erarbeiten konnten. Selbst eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Victoria Wessels (31.) brachte Stuhr nicht mehr aus dem Konzept.

n„Dieses Spiel noch

nbravourös gedreht“

Am Ende machte Preetz auf und kassierte das entscheidende 4:6. Der erste Pflichtsieg des letzten Stuhrer Spieltags war perfekt: „Dieses Spiel hat meine Mannschaft bravourös gedreht“, freute sich Altevoigt.

Preetzer TSV - Jahn Brinkum 10:10 (6:6): Auch der Jahn biss sich an der harten Preetzer Gangart zeitweise die Zähne aus. Vor allem bei den Tempogegenstößen stiegen die Schleswig-Holsteinerinnen robust ein, was Brinkum verunsicherte. „Man traut sich einfach nicht mehr, so durchzuziehen, wie man es eigentlich müsste“, zeigte Trainer Torsten Behrens Verständnis.

Seine Mannschaft hätte bei der zwischenzeitlichen 8:6-Führung trotzdem fast den Sack zugemacht. Doch Preetz rappelte sich auf. Am Ende glich Brinkum einen 9:10-Rückstand noch aus und hätte in der Schlusssekunde um ein Haar sogar noch den Siegtreffer erzielt. „Vom Kreis haben wir gute Aktionen gezeigt“, fand Behrens auch lobende Worte. Doch vor allem ihre kompromisslosen Spielweise gegen das Brinkumer Tempospiel ließ die Gastgeberinnen am Ende einen Punkt erobern.

TV Stuhr - TV Walle 9:4 (4:3): Das Hinspiel hatte Stuhr verloren – nun sollte gegen Walle ein Sieg her, um die letzte Chance auf die DM-Qualifikation zu wahren. Wieder tat sich der TVS zu Beginn schwer und kämpfte sich mühsam durch eine weitgehend ausgeglichene erste Hälfte – erneut überzeugte vor allem die Abwehr. Im Angriff indes mangelte es an der Trefferquote; mit dem Korbrand konnte in diesem Spiel keine der beiden Mannschaften Freundschaft schließen. Immer wieder kam Stuhr mit Tempospiel durch, konnte aber zu selten punkten. Nach dem Seitenwechsel setzte das Altevoigt-Team sich immer besser in Szene und zog Korb um Korb davon.

Mit diesem Sieg hat Stuhr nun 23 Punkte auf dem Konto – die die Konkurrenten um die DM-Qualifikation, TuS Sudweyhe und SV Brake, in ihren Nachholspielen jetzt erreichen müssen.

TV Walle - FC Gessel-Leerßen 11:7 (6:3): Im vorerst letzten Bundesliga-Spiel des bereits als Absteiger feststehenden FC Gessel-Leerßen änderte sich nichts: Das große Problem ist und bleibt die Chancenverwertung. „Die Gelegenheiten waren in beiden Halbzeiten vorhanden, aber wir konnten sie leider nicht nutzen. Letztlich sind wir fast das gesamte Spiel einem Drei-Körbe-Rückstand hinterher gelaufen“, stellte Nicole Böttcher fest.

Auch eine Deckungsumstellung in der zweiten Hälfte brachte nicht den gewünschten Erfolg. Nun muss sich der FC in der Niedersachsenliga beweisen und hat ein Ziel schon vor Augen: „Was nützen die besten Chancen, wenn am Ende die letzte Konzentration fehlt? Wir wissen, woran wir bis zur nächsten Saison arbeiten müssen“, verriet Böttcher.

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