0:4-Packung in Brinkum – und Türkspor gewinnt / „Wiederaufstieg das Ziel“

Jetzt hat’s Melchiorshausen erwischt: Bremen-Liga-Abstieg

Brinkum - Von Gerd TöbelmannIrgendwie galt der TSV Melchiorshausen in den letzten Jahren als unabsteigbar. Diesen Nimbus hat das Team gestern verloren, denn nach der 0:4 (0:0)-Schlappe im Bremen-Liga-Derby beim Brinkumer SV und dem zeitgleichen Sieg des SV Türkspor steht fest: Melchiorshausen muss runter in die Fußball-Landesliga.

Damit ist das nächste Derby am Samstag auf eigenem Platz gegen Mitabsteiger SC Weyhe bedeutungslos – es geht nur noch um etwas Prestige.

Nach der gestrigen Packung war Melchiorshausens Kapitän Jan Schmötzer natürlich frustriert: „Zuletzt haben wir immer wieder den Kopf aus der Schlinge gezogen. Dass wir das jetzt nicht geschafft haben, ist schon enttäuschend, aber heute hatten wir auch nicht mehr verdient. Unser Ziel muss es sein, in der kommenden Saison oben mitzuspielen und den Wiederaufstieg zu schaffen.“

An diesem Projekt werden einige Spieler nicht mehr mitwirken. Mohamed el Chehab wechselt zu VfL 07 Bremen. „Sigi“ Byrger will ganz aufhören. David Wieloch wird in Südafrika studieren. Dennis Röpke und Dominik Exner schließen sich Brinkum bzw. Seckenhausen an. Um Andre Kucharskis Verbleib wird noch hart gerungen. Auf der anderen Seite stehen aber auch etliche Neuzugänge gegenüber, von denen Kolja Sternke (Bremer SV) und Lars Behrens (VSK Osterholz-Scharmbeck) die bekanntesten sind.

Der gestrige Melchiorshauser Kader konnte das Derby gegen Weyhe nicht mehr zum Endspiel um den Klassenerhalt machen. „Die erste Halbzeit war ja okay. Aber nach der Pause war das nichts mehr. Konditionell sind wir im Gegensatz zu Brinkum eingebrochen. Ich hoffe, dass mit dem neuen Kader auch mehr Elan in den Trainingsbetrieb kommt“, meinte Trainer Markus Hoßfeld.

Kollege Jörg Bender hingegen war vollauf zufrieden: „Die Jungs hatten einiges gutzumachen und haben das geschafft. Wir hatten heute nichts zu verschenken, auch wenn ich lieber nach Melchiorshausen als zu Türkspor fahre.“

Die Gäste hatten eigentlich nur eine echte Chance, doch die vergab Jan-Christian Schröder in der 35. Minute. Brinkum hatte da schon mehr zu bieten. Vor der Pause gab’s zwar nur den Innenpfostentreffer durch Nico Dörgeloh, doch nach dem Wechsel klingelte es dann. Bastian Steyer (55.), zweimal Kerem Ilkilic (66./76.) und dann noch Ufuk Gencer (78.) drückten die Brinkumer Überlegenheit auch klar und verdient in Toren aus.

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