HSG Barnstorf/Diepholz hat Personalsorgen / Mit Mosel gegen TSG Hatten/Sandkrug

Jetzt droht auch der Ausfall von Srederis und Richter

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Szene aus dem ersten Saisonheimspiel gegen den TV Neerstedt: Barnstorfs Kreisläufer Andrius Gervé (r.) erzielte eines seiner sechs Tore. Der 27-Jährige ist auch gegen die TSG Hatten/Sandkrug gefordert, besonders in der Abwehr als neuer Chef. ·

Diepholz - Die personelle Lage bei der HSG Barnstorf/Diepholz bleibt angespannt: Wenn der Handball-Oberligist morgen Abend in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle um 20 Uhr die TSG Hatten/Sandkrug erwartet, weiß Trainer Mario Mohrland erst nach dem Aufwärmen, auf welche Akteure er bauen kann.

Marius Kasmauskas, halblinker Rückraumakteur beim Tabellenfünften, fehlt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel erneut. Nun droht aber auch Linkshänder Arunas Srederis aufgrund von Rückenproblemen auszufallen. Linksaußen Finn Richter ist wegen eines grippalen Infekts krankgeschrieben. Bei beiden Spielern fällt eine Entscheidung, ob sie mitwirken können, kurzfristig.

Zum Glück hat Mannschaftskapitän Nils Mosel das Training wieder aufgenommen. Der Leistungsträger hatte sich einen Wirbel ausgerenkt, musste beim jüngsten 27:29 in Schwanewede bereits nach kurzer Zeit passen. Der 31-Jährige sollte am Freitag gegen seinen Ex-Verein mitwirken können. Wieder zum Aufgebot stoßen die zuletzt fehlenden Ben Gondek und Manuel Pauli. Letzterer ersetzt den privat verhinderten Torhüter Maik Kießlich.

Eine ordentliche Leistung bot in Schwanewede Kamil Chylinski. Der Pole wirkte nach längerer Verletzungspause (Ellenbogen der Wurfhand ausgekugelt) erstmals wieder mit, erzielte auf Anhieb sechs Tore. „Das war schon beachtlich“, lobt Mario Mohrland den Allrounder rückblickend. Kamil Chylinski kann durchaus erneut im halblinken Rückraum spielen.

Der 36-jährige HSG-Coach traut seiner Mannschaft auch trotz der Ausfälle einiges zu: „Das letzte Heimspiel gegen den TV Neerstedt hat Spaß gemacht. An diese Leistung gilt es anzuknüpfen. Zum einen wollen wir spielerisch Akzente setzen, zum anderen auch kämpfen.“ Gerade das Tempospiel klappte beim 33:27 über den TV Neerstedt schon ganz ordentlich.

Zunächst einmal will der letztjährige Tabellendritte die Hebel in der Defensive ansetzen. „Die Abwehrarbeit ist das A und O“, weiß Mario Mohrland, der an der 3:2:1-Formation festhält. Durch den Ausfall von Martin Golenia (Kreuzbandriss) ist Kreisläufer Andrius Gervé neuer Abwehrchef. Auf den Halbpositionen sind Finn Richter und Arunas Srederis erste Wahl.

Die TSG Hatten-Sandkrug spielte bislang zweimal daheim, schlug zunächst Aufsteiger Elsflether TB mit 28:26 und kam zuletzt gegen den TV Bissendorf-Holte zu einem 28:28. Dabei rettete Nikolai Hengst vier Sekunden vor dem Abpfiff seiner Mannschaft mit einem Tor nach Kempa-Trick einen Punkt. „Das ist eine körperlich robuste Truppe“, unterstreicht Mario Mohrland. Besonders aufpassen müssen die Gastgeber auf Mittelmann Robert Langner und Kreisläufer Jürgen Erdmann. Sie bilden eine gefährliche Achse.

Mit entsprechender Unterstützung der Zuschauer können die Barnstorfer durchaus zwei Punkte holen. „Die Aufgabe kann machbar sein“, sagt der Berufsschullehrer mit den Fächern Sport und Wirtschaftslehre. In der vergangenen Serie fertigten die Hausherren die TSG Hatten/Sandkrug in eigener Halle mit 36:24 ab, verloren auswärts aber mit 26:29. · mbo

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