Filimon Gezae siegt

Ellernbruch-Waldlauf nach 50 Jahren eingestellt

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280 Langstreckler machten beim 123. Ellernbruch-Waldlauf mit: Einen Start-Ziel-Sieg feierte bei guten Bedingungen Filimon Gezae (r.).

Kirchweyhe – Noch einmal, ein letztes Mal, wurde im Ellernbruch um die Wette gerannt. Mit dem 123. Ellernbruch-Waldlauf ging in Kirchweyhe eine Laufveranstaltung mit 50-jähriger Erfolgsgeschichte zu Ende. Eine Fortsetzung der Läufe in dem Waldgebiet entlang der Hache ist nicht vorsehen. Die letzten Siege erkämpften sich auf der Langstrecke Filimon Gezae (LG Bremen Nord) und Jenny Vico (ATS Buntentor Bremen) nachdem zuvor Pawel Müller (Tri Lizards) und Lea Jerkovic (LC Hansa Stuhr) auf der Mittelstrecke gewonnen hatten.

Beim allerersten Ellernbruch-Waldlauf 1970 hatten Schülerläufe mit überschaubaren Starterfeldern im Mittelpunkt gestanden. Die Teilnehmerzahlen stiegen vor allem in den vergangenen Jahren stetig. Zum Abschied gingen jetzt fast 500 Läufer im Alter von fünf bis 82 Jahren an den Start. EDV-Eingaben wurden diesmal soweit möglich vor Ort vorgenommen – und das notgedrungen im Freien.

Das Organisationsteam vom Weyher Lauftreff hatte dabei Glück mit dem Wetter. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gab es nur klamme Finger, aber wenigstens war es trocken. Doch bei extremeren Witterungsbedingungen und ohne Unterstellmöglichkeiten ist diese Arbeit für die Helfer in Anbetracht der großen Läuferschar einfach nicht mehr machbar. Aus diesem Grund wird 2020 neben dem Ellernbruch-Waldlauf auch der Sandberg-Cross in Barrien nicht mehr durchgeführt.

Belegten über 1 900 Meter die Plätze zwei und drei: Fynn Klinke (r.) und Bent Johnßen vom LC Hansa Stuhr.

Die Cross-Serie wird künftig nur noch aus dem Friedeholz-Cross und dem Countrylauf in Syke und sowie dem Waldkater-Cross in Melchiorshausen bestehen, denn nur hier stehen entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung.

Der Ellernbruch-Waldlauf ist beziehungsweise war vor allem aufgrund seines flachen, teils sogar asphaltierten und damit schnellen Kurses beliebt. Eine Herausforderung war er diesmal trotzdem, vor allem für die 280 Langstreckler. Bereits gut 200 Metern nach dem Start war die Hachebrücke das erste Nadelöhr, und auch auf den schmalen Waldwegen waren Überholmanöver schwierig. Und mit denen begannen die schnellsten Langstreckler bereits nach der ersten von fünf Runden. Filimon Gezae gelang nach 8 700 Meter in 30:57 Minuten wie im Friedeholz ein klarer Start-Ziel-Sieg. Unbedrängt dahinter auch diesmal der für den ATS Buntentor Bremen startende Weyher Carsten Hülss (31:15 Minuten). Bester Kreisvertreter war auf Rang acht Mario Lawendel (LC Hansa Stuhr). Der 36-Jährige setzte sich nach halber Distanz von Horst Wittmershaus ab. Der Triathlet des SC Weyhe, immerhin 15 Jahr älter, wurde Elfter. Bei den Frauen gab es, angeführt von Jenny Vico (35:25 Minuten), einen Dreifachsieg für den ATS Buntentor Bremen. Als Vierte lief Imme Menges (SC Weyhe) ein starkes Rennen. Die 52-Jährige brachte sechs Sekunden Vorsprung auf Teamkollegin Sandra Ehlers ins Ziel.

Auf der Mittelstrecke über 3 600 Meter fehlte Vorjahressieger Sean Hahnefeldt. Überraschend setzte sich Pawel Müller in 13:30 Minuten im Spurt gegen Friedeholzsieger Sebastian Dierking (TSV Otterndorf) durch. Dahinter lief sich der Stuhrer Marvin Beneke als Dritter für das folgende Langstreckenrennen warm.

Lea Jerkovic hatte erneut keine gleichwertige weibliche Konkurrenz. Die Stuhrerin orientierte sich als Gesamt-Achte an der Männerspitze und kam nach 14:44 Minuten mit einer halben Minute Vorsprung auf ihre ehemalige Vereinskollegin Carolin Bothe (OTB Osnabrück) als erste Läuferin ins Ziel.

In den Nachwuchsrennen waren spannende Zweikämpfe an der Tagesordnung. Bestens in Szene setzten sich dabei unter anderem Fynn Klinke und Bent Johnßen (beide LC Hansa Stuhr) beim Kampf um den U 18-Sieg. Teamkollegin Franziska Hinke fehlte nur eine Sekunde zum Gesamtsieg bei der weiblichen U 18/16. Ihren Mitstreiterinnen weit voraus eilte dagegen die Weyherin Ayleen Lang als Siegerin im Rennen der weiblichen U 14. 

el

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