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Lea Jerkovic (Leichtathletik)

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Lea Jerkovic hat 2018 Luft bei der Deutschen Meisterschaft geschnuppert. „Es war für mich eine große Ehre, dort mitlaufen zu dürfen“, betont die 17-Jährige vom LC Hansa Stuhr: „Sich mit dieser Elite messen zu dürfen, war schon aufregend.“

Ashland/Stuhr - Von Daniel Wiechert. Lea Jerkovic weiß, was sie will. Und was sie nicht will. „Ich mag das Gefühl, nach dem Laufen erschöpft zu sein“, sagt die 17-Jährige: „Aber die Schmerzen, die du nach der 400-Meter-Distanz in den Beinen hast, sind unglaublich. Da kannst du erst mal gar nicht mehr richtig laufen . . .“

Dabei würde ihr US-amerikanischer Coach sie gern häufiger über die Stadionrunde sehen. „Ich werde versuchen, es als Training zu sehen“, betont die Athletin des LC Hansa Stuhr. Langfristig soll es aber eher über die Mitteldistanzen (800 bis 3000 Meter) gehen. Und hier schlummert gehörig Potenzial.

Doch was heißt hier schlummern? Jerkovic hat 2018 bewiesen, dass sie bereits zur nationalen Spitze gehört. Anfang Juli wird sie in Hamburg norddeutsche Meisterin über die 1 500 Meter Hindernis (U 18). Dabei war sie zuvor erst ein einziges Mal diese Distanz mit Hürden und Wassergraben gelaufen. Ende Juli klappt es hingegen nicht optimal. Bei der Deutschen Meisterschaft (DM) wird Jerkovic Zehnte. „Das lag zum großen Teil an der Vorbereitung. Ich war direkt davor im Urlaub. Das war von der Planung her natürlich nicht perfekt.“ Auch wenn sie in Rostock nicht ihre kompletten PS auf die Tartanbahn bekommen hat, bleibt die DM ein Höhepunkt in ihrer jungen Karriere. „Es war für mich eine große Ehre, dort mitlaufen zu dürfen“, betont die 17-Jährige: „Sich mit dieser Elite messen zu dürfen, war schon aufregend.“

Überhaupt war 2018 für Jerkovic ereignisreich. Im August wagt sie den Sprung über den Atlantik. Auch 6 700 Kilometer von der Heimat entfernt bleibt die Norddeutsche auf der Überholspur. Mit ihrem Team, „The Lady Arrows“, feiert Jerkovic schnell bei Cross-Country-Läufen im ganzen US-Bundesstaat Ohio Erfolge. Im November – Jerkovic ist gerade einmal drei Monate in den Staaten – zeichnet sie ihre Schule, die Ashland High, als „Most Valuable Runner“ aus.

Jerkovic ist in Rekordzeit im Mittleren Westen angekommen. Auch wenn jetzt zum Jahreswechsel, wo es gemeinhin etwas ruhiger zugeht, die Gedanken schon mal Richtung Familie in Stuhr gehen. „Mit dem Heimweh ist es bei mir immer phasenweise, immer mal wieder zwischendurch kommt es hoch“, gibt Jerkovic zu: „Aber alles in einem normalen Rahmen.“

Mitte 2019 wird Jerkovic zurück in Stuhr sein. Und auch hier will sie wieder angreifen. „Bevor ich in die USA gegangen bin, hatte ich eine Einladung vom Landeskader bekommen“, erinnert sich Jerkovic: „Die konnte ich dann leider nicht annehmen. Aber ich hoffe natürlich, dass ich 2019 erneut die Chance bekomme, noch einmal dort hineinzukommen.“ Es bestätigt sich mal wieder, was Berthold Buchwald, Trainer beim LC Hansa, bereits im Sommer feststellte: „Lea ist eher zurückhaltend, aber sie hat einen klaren Plan.“

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