Mangaonkar ein Glücksgriff

1. SC Diepholz holt Big Points in der Squash-Bundesliga

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Erweist sich als absoluter Glücksgriff für den Bundesligisten 1. SC Diepholz: Squash-Profi Mahesh Mangaonkar. Er gewann am jüngsten Doppelspieltag beide Partien an Position eins.

Diepholz - Der 1. SC Diepholz hat in der Squash-Bundesliga ein Ausrufezeichen gesetzt: Die Mannschaft von Spielertrainer Dennis Jensen präsentierte sich als absolute Einheit und holte in Krefeld und Mönchengladbach fünf Pluspunkte, die den Kreisstädtern einen Sprung auf Platz fünf in der Eliteklasse ermöglichten. „Kompliment an meine Jungs, das war im Kollektiv überragend“, strahlte ein glücklicher Jensen.

SC Turnhalle Niederrhein - 1. SC Diepholz 2:2: Auf der gut gefüllten Tribüne in der Turnhalle Krefeld machte die Partie zwischen Diepholz´ Dustin Eickhoff und Abdel-Rahman Ghait den Anfang einer spannungsgeladenen Auseinandersetzung mit Niederrhein. Der Diepholzer glich nach verlorenem ersten Satz aus und hatte auch die Möglichkeit, in Führung zu gehen, doch der deutsche U 19-Vizemeister Ghait behielt in vier Abschnitten die Oberhand. Jensen zeigte gegen Phillip Annandale seine beste Saisonleistung. Der gebürtige Diepholzer führte bereits nach Sätzen 2:0, ehe Annandale zurück schlug und nach 65 Minuten Spielzeit seinen zweiten Matchball nutzte. Jensens gewonnene Sätze sollten den Gästen am Ende aber einen Zusatzpunkt sichern.

Der Inder Mahesh Mangaonkar, der den Kreisstädtern erst kurzfristig zur Verfügung stand, kämpfte den ungarischen Nationalspieler Balazs Farkas in vier spannenden und hochklassigen Sätzen nieder. „Mahesh ist ein absoluter Glücksgriff für uns“, urteilte Diepholz´ Betreuer Frank Potyka. Somit musste das Abschlusseinzel an Position zwei zwischen Torsten Wagner und dem Niederländer Marc ter Sluis die Entscheidung bringen. Der 36-jährige Wagner erwischte einen absoluten Sahnetag und behielt in einer hitzig geführten Partie verdient die Oberhand. „Torsten hat super gespielt und seine guten Trainingsleistungen nachhaltig untermauert“, lobte Jensen den Aktivposten. Diepholz freute sich am Ende nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung über zwei Pluspunkte beim Favoriten.

RSB in Rheydt - 1. SC Diepholz 1:3: Um sich konzentriert auf die wichtige Sonntagspartie vorzubereiten, bezog die Diepholzer Delegation Quartier in einem Hotel in Mönchengladbach. Zudem überraschte der Aufsteiger mit seiner Aufstellung und spielte mit dem Niederländer Dylan Bennett. „Wir wollten Dylan nach seiner Verletzung eigentlich noch schonen, aber die Partie hatte eine große Bedeutung für uns, zumal wir – speziell meine Person – ordentlich Körner in Krefeld gelassen hatten“, erklärte Jensen den Schachzug. Eickhoff fand gegen den Belgier Jordy Camps zunächst schwer ins Spiel, doch der 26-Jährige besann sich auf seine Stärken, steigerte sich und brachte seine Farben in vier Sätzen in Führung.

Diepholz musste den Ausgleich hinnehmen, nachdem Wagner trotz guter Leistung gegen den stark aufspielenden Toon van Baekel unterlegen war. Doch im oberen Paarkreuz wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht. Mangaonkar, der in der neuen Dezember-Weltrangliste auf Platz 60 vorgerückt ist, zeigte Felix Göbel an Position eins klar die Grenzen auf. Der Inder agiert auf absolutem Topniveau und ist in Diepholz voll angekommen. Bennett war es vorbehalten, den Auswärts-„Dreier“ für den Aufsteiger einzutüten. Der niederländische Nationalspieler hielt die Ballwechsel gegen Simon Wolter bewusst kurz und verwandelte seinen ersten Matchball unter großem Diepholzer Jubel.

„Diese Punkte geben uns neues Selbstvertrauen für unser Saisonziel, aber ich mahne weiterhin zur Vorsicht, da die Tabelle ab Platz vier so dicht beieinander ist. Aber den Augenblick nimmt uns keiner“, urteilte Jensen nach dem Doppelspieltag: „Jetzt freuen wir uns aufs Derby gegen den 1. Bremer SC vor heimischer Kulisse am 15. Dezember auf unserem Niedersachsenparkcourt im sicherlich voll besetzten Sauna- und Sportparadies Diepholz“, ergänzte der SC-Coach. 

mbo

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