Startnummer 29: 1. SC Diepholz / Squasch

1. SC Diepholz

Sind mit dem Bundesligisten 1. SC Diepholz erfolgreich (stehend v.l.): Dylan Bennett, Iker Pajares Bernabeu, Dirk Heemann, Thomas Kretschmer, Dustin Eickhoff sowie hockend (v.l.) Torsten Wagner, Dennis Jensen und Betreuer Frank Potyka. - Foto: Westermann

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Der 1. Squash-Club Diepholz spielt seit zehn Jahren in Folge auf Bundesliga-Niveau (sieben Serien zweite Liga, drei Spielzeiten erste Liga), hat sich einen Namen gemacht. In der Saison 2015/2016 belegten die Kreisstädter in der Bundesliga Nord hinter dem späteren deutschen Mannschaftsmeister Paderborner SC und Sportwerk Hamburg mit 20 Punkten und einem Spieleverhältnis von 25:23 einen ausgezeichneten dritten Platz.

„Das war eine super Serie, immerhin haben wir den 1. Bremer SC hinter uns gelassen. Mehr ist nicht drin“, unterstreicht Dennis Jensen, Spielertrainer beim 1. SC Diepholz, rückblickend. Außerdem verteidigten die Diepholzer 2016 den Titel des niedersächsischen Mannschaftsmeisters.

Was zeichnet die Mannschaft aus? „Der Teamgeist steht im Vordergrund. Es halten alle zur Stange, auch wenn es mal nicht so läuft“, sagt Jensen, der zusammen mit Dirk Heemann alle Höhen und Tiefen beim 1. SC Diepholz (der Verein besteht am 28. April 2017 30 Jahre) miterlebt hat. Gleich fünf Akteure hatten in der Spielzeit 2015/2016 eine Siegesbilanz von mehr als 50 Prozent. Der Holländer Dylan Bennett gewann von zehn Partien sieben (70 Prozent). Florian Pößl entschied von sechs Begegnungen fünf für sich (83 Prozent). Jensen verließ den Court in sieben Spielen viermal als Sieger (57 Prozent). Luis das Neves kam dreimal zum Einsatz, siegte zweimal (67 Prozent). Eine ausgeglichene Bilanz weist Dirk Heemann auf, der von sechs Matches drei für sich verbuchte (50 Prozent). Außerdem wirkten noch Torsten Wagner und Julian Söhnchen mit.

Eine Strukturveränderung macht dem 1. SC Diepholz aktuell zu schaffen. Das hat Gründe: Zum einen sind in dieser Saison erstmals zwei Ausländer (meistens Profis) zugelassen, zum anderen stehen an den Wochenenden Doppelspieltage auf dem Programm. „Die großen Vereine haben damit keine Probleme, für uns ist das alles schwer zu bewältigen. Wir können nicht immer zwei Ausländer spielen lassen“, erläutert Jensen. Der 41-Jährige ist froh darüber, dass die Diepholzer ihre Mannschaft (gute Mischung aus Jung und Alt) verjüngt haben.

Mit dem englischen Nationalspieler Declan James gelang den Verantwortlichen ein Königstransfer. Der 23-Jährige nimmt in der Weltrangliste den 38. Platz ein. Und der junge Spanier Iker Pajares Bernabeu (20) wird auch immer stärker (Nummer 83 der Weltrangliste). Doch die Squash-Profis stehen aufgrund von Turnier-Verpflichtungen nicht immer zur Verfügung.

Die Kreisstädter sind zwar mit vier Zählern in der Bundesliga Nord Tabellenletzter, aber L.A. Squasher Harsefeld-Stade und der Paderborner SC II haben auch nur einen Punkt mehr auf dem Konto, sind in Reichweite. „Auch wenn es keinen Absteiger gibt, werden wir die Saison trotzdem nicht auslaufen lassen. Wir wollen noch Punkte holen und sportlich auch Leistung bringen“, gibt sich Jensen kämpferisch und ergänzt: „Wir wollen die Nummer eins in Niedersachsen bleiben.“ Wenn das so bleiben soll, dann müssen die Diepholzer L.A. Squasher Harsefeld-Stade in der Tabelle hinter sich lassen. Die Hinpartie gewannen sie mit 3:1.

Industriefachwirt Jensen, der beim 1. SC Diepholz auch Sportwart ist, gibt für seinen Sport immer noch alles. Der gebürtige Diepholzer hat in seiner langjährigen Karriere etliche Akteure und Profis kennengelernt: „Das ganze Know-how hat schon etwas. Der Austausch mit den Spielern ist sehr belebend.“ Darauf will er auch künftig noch nicht verzichten.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Kai Bredemeyer hat große Lust auf den TuS Kirchdorf

Kai Bredemeyer hat große Lust auf den TuS Kirchdorf

Kai Bredemeyer hat große Lust auf den TuS Kirchdorf
„Deniz hat es allen gezeigt“

„Deniz hat es allen gezeigt“

„Deniz hat es allen gezeigt“
Temin trifft zur Wende im ersten Test

Temin trifft zur Wende im ersten Test

Temin trifft zur Wende im ersten Test
Deniz Undav: „Manchmal muss ich mich kneifen“

Deniz Undav: „Manchmal muss ich mich kneifen“

Deniz Undav: „Manchmal muss ich mich kneifen“

Kommentare