Dannhus und Lücke steuern mit ihrem „Querkopf“ zum deutschen Meistertitel / Kurios: Bald sind die beiden Freunde Gegner

Start-Nr. 33: Jens und Jens – das kongeniale Duo im Jollenkreuzer

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Von Haus aus legt Jens Dannhus (links) gerne selbst Hand an die Boote an, die er dann fährt. Im vergangenen Jahr reichte es mit seinem Vorschoter Jens Lücke zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft auf dem Steinhuder Meer. ·

Kreis-Diepholz - LEMFÖRDE/HÜDE · Man könnte das Segel-Tandem Dannhus/Lücke als kongeniale sportliche Partnerschaft bezeichnen, doch das wäre wohl zu kurz gegriffen: Es ist vielmehr schon eine Freundschaft, die Jens Dannhus (43 – Segler-Club Dümmer) und Jens Lücke (27 – Seglervereinigung Hüde) verbindet und die sie im vergangenen Jahr zum krönenden Segel-Erfolg geführt hat: Die beiden Lembrucher gewannen die Deutsche Meisterschaft in der 15-Quadratmeter-Jollenkreuzer Klasse auf dem Steinhuder Meer mit ihrem Boot „Twaskopp“ (Querkopf).

Der in Segelkreisen als P-Boot bekannte Jollenkreuzer stammt natürlich aus der Werft Fricke & Dannhus, dessen Besitzer der gelernte Bootsbauer Jens Dannhus aus Lembruch ist. Es war schon an Bernd und Jens Lücke aus Lemförde verkauft, doch Dannhus wollte damit noch eine Meisterschaft fahren (er war 2000 schon einmal Deutscher Meister); ihm fehlte allerdings sein Stammvorschoter Jörg Rüter-Henke, so dass sich der in Hamburg tätige Wirtschaftsingenieur und Sohn eines ehemaligen Deutschen Meisters Jens Lücke praktisch anbot.

Anfang des Jahres 2013 testeten die beiden zum ersten Mal ihr Zusammenspiel, das sich bis zur Meisterschaft im Juli noch stark verfeinerte: Als Wirtschaftsingenieur war Jens Lücke unter anderem beteiligt am Bau diverser Windkraftanlagen, Jens Dannhus ist von Beruf aus mit der Konzeption und den Eigenschaften von Booten vertraut; beide segeln seit Jugendzeiten – nicht ganz schlechte Voraussetzungen also.

So qualifizierten sie sich in neun Wettfahrten für die Meisterschaft als Dritte der Gesamtjahreswertung, waren in der Vorregatta (quasi dem „Qualifying“) Vierte. Bei der Hauptregatta dann fuhren „Jens und Jens“ in fünf Läufen so gut, dass es am Ende tatsächlich für den Titel reichte.

Vieles können die beiden aus ihren beruflichen Hintergründen mit in den Wettkampf nehmen. „Vor allem braucht man Gefühl im Wasser, Taktik und Wind stehen in enger Beziehung zueinander“, erklärt das Duo Lücke/Dannhus. Dies ist vor allem beim Start gefragt, wenn alle Boote sofort um den günstigsten Wind und die Position kämpfen.

Dazu allerdings kommt noch eine zwischenmenschliche Komponente: „Es muss klar sein: Wer macht wann was?“, sagt Jens Dannhus und ergänzt: „Hinten am Steuer ist Erfahrung gefragt, vorne am Vorsegel vermehrt die Kraft, was Segeln zu einem Sport macht.“ Und wer über mehrere Stunden zusammen auf dem Wasser verbringt, der muss sich – im mindesten – auch aushalten können.

Die Konstellation für das Jahr 2014 ist überraschend: „Wir wollen gegeneinander antreten“, sagen beide – Jens Dannhus mit seinem Stammvorschoter, Jens Lücke mit seinem Vater Bernd.

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