Jendrick Meissner ist erst 18 – und schon Stammspieler beim Brinkumer SV

Der Überraschungs-Hüne

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Jendrick Meissner (Mitte) hat sich in Brinkum erstaunlich schnell akklimatisiert.

Brinkum - Kristian Arambasic kann sich noch ganz genau an die erste Trainingseinheit in der Saisonvorbereitung erinnern. Als er diesen jungen Neuzugang sah, dachte der Trainer des Brinkumer SV: „Das wird eine Weile dauern, bis er sich akklimatisiert hat. Der ist sehr zurückhaltend.“ Doch es kam anders: Jendrick Meissner hat sich im Eiltempo einen Stammplatz in der Innenverteidigung erkämpft – und das als 18-Jähriger, der gerade vom Junioren- in den Herrenbereich aufgestiegen ist. Auch im Bremen-Liga-Heimspiel gegen BTS Neustadt wird er am Sonntag (14.00 Uhr) wohl gesetzt sein.

„Dass es alles so schnell geht, damit habe ich nicht gerechnet. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden“, sagt Meissner. Und sein Coach ist es auch. „Jendricks Entwicklung hat mich absolut positiv überrascht. Er hat sich hier behauptet“, staunt Arambasic, der Meissners Weg seit längerem verfolgt. Schon beim JFV Nordwest, von dem das Abwehrtalent im Sommer nach Brinkum kam, hatte er ihn im Auge. Meissner war in der vergangenen Saison für die U19 der Spielgemeinschaft aus VfB und VfL Oldenburg am Ball, Arambasic trainierte das Regionalliga-Team des VfB. Weil Meissner aus Leeste kommt und dort noch immer wohnt, „war er natürlich sehr interessant für uns“, sagt der BSV-Coach, der den neuen jungen Mann eigentlich behutsam aufbauen wollte. Doch Meissner war eben gleich so überzeugend, dass er in allen vier Ligaspielen in der Startelf auftauchte. „Jendrick bringt fußballerisch sehr viel mit“, lobt Arambasic, „er hat einen guten Spielaufbau. Und mit seinen 1,90 Meter ist er ein Hüne, der etwas ausstrahlt“. Was er jedoch noch lernen müsse, ist laut zu sein auf dem Platz und Kommandos zu geben. „Er ist ein ziemlich ruhiger Geselle, an der Kommunikation und der Präsenz müssen wir arbeiten. Das werden wir forcieren und optimieren. Von einem 18-Jährigen kann man all das auch noch nicht erwarten“, sagt Arambasic. Meissner, der Anfang September eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker begonnen hat, sieht es ganz ähnlich: „Es braucht eine Weile, bis ich aus mir herauskomme. Aber wenn ich meine Teamollegen besser kenne, wird es bestimmt so sein.“

Momentan hat Brinkum in Meissner, Esin Demirkapi und Jürgen Heijenga drei Innenverteidiger im Aufgebot, ab November kommt dann noch der aktuell gesperrte Lars Tyca dazu. Wenn Meissner aber so weitermacht, dürfte er nur ganz schwer zu verdrängen sein.

mr

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