Jeinsen: „Wir werden unsere Linie nicht verlassen“

TuS Kirchdorf will in Bezirksliga für Offensiv-Spektakel sorgen

Das sind die Neuzugänge des Fußball-Bezirksligisten TuS Kirchdorf (v. l.): Karsten Windhorn, Vorsitzender des TuS Kirchdorf, Gregor Koopmann, Viktor Seiberlich, Ive van Daalen und Trainer Christian Jeinsen. Auf dem Bild fehlen Bennet Rohlfs und Dominic Köper.

Kirchdorf - Von Rafael Kaluza. Es war die Sensation der vergangenen Spielzeit: Der TuS Kirchdorf ist in die Fußball-Bezirksliga aufgestiegen. Schon vor drei Jahren war er knapp gescheitert, nun hat es also geklappt. Es war der Lohn für eine fantastische Saison, in der die Kirchdorfer nach einer schon starken Hin- eine phänomenale Rückrunde nachlegten und so den SV Mörsen-Scharrendorf noch abfingen. „Die Wochen danach haben wir dann ordentlich federn lassen. Wir haben gebührend gefeiert“, berichtet Aufstiegstrainer Christian Jeinsen schmunzelnd.

Er hat die Mannschaft nach dem verpassten Aufstieg 2014 wieder aufgerichtet, hat sie kontinuierlich weiterentwickelt und letztendlich ganz nach oben geführt. „Wir haben drei Jahre darauf hingearbeitet und haben an den Stellschrauben gedreht. In der Rückrunde haben wir zum Beispiel gerade in der Defensive super gestanden und nur noch elf Gegentore gekriegt“, erklärt Jeinsen. In der Tat eine beachtliche Weiterentwicklung für eine Mannschaft, die sich in den vergangenen Jahren vor allem durch ihren Offensivdrang ausgezeichnet hatte. Aber reicht das für die Bezirksliga?

Entspannung pur: Das Team hat nichts zu verlieren

Christian Jeinsen ist jedenfalls ganz entspannt: „Wir freuen uns alle riesig. Wir haben ja nichts zu verlieren“, meint der 57-jährige Coach. Natürlich ist es für den Verein und für die Mannschaft in erster Linie ein Abenteuer, schließlich verfügt mit Ausnahme von Henrik Albers, Malte Goldschrafe und Viktor Seiberlich keiner über Bezirksliga-Erfahrung. Aber natürlich wollen die Kirchdorfer nicht nur ein Punktelieferant sein. Das Ziel ist der Klassenverbleib. „Ich denke, dass wir gut gerüstet sind. Wir haben kontinuierlich daran gearbeitet, den Kader in der Breite zu verstärken. Wir konnten schon im vergangenen Jahr Ausfälle gut kompensieren. Jetzt haben wir einen 25-Mann-Kader“, bemerkt Jeinsen zufrieden.

Neu im Team sind Dominic Köper aus der eigenen Zweiten, Gregor Koopmann und Keeper Bennet Rohlfs aus der eigenen Jugend, Viktor Seiberlich vom FC Sulingen und Ive van Daalen von den SBS Kickers. Keine ganz großen Namen, aber Jeinsen ist sich dennoch sicher, dass sie die Mannschaft verstärken werden: „Wir haben vergangene Saison auch Spieler aus der 1. Kreisklasse geholt, die in der Kreisliga stark waren. Ich glaube, dass auch alle in der Bezirksliga ihren Mann stehen werden.“

Eingespieltheit ist das große Plus

Natürlich reicht Quantität nicht allein, daher kommt es in der Bezirksliga im Besonderen auf die Leistungsträger der Mannschaft an – auf Christoph Albers vorne, auf Regisseur Jan Könemann, auf Dauerläufer Claas Menke und auf die Innenverteidiger Henrik Albers und Alexander Melloh. Sie müssen innerhalb der unerfahrenen Mannschaft umso mehr Verantwortung übernehmen.

Ein großes Plus könnte neben dem Zusammenhalt auch die Eingespieltheit sein. Jeinsen versichert jedenfalls, dass das System nicht großartig verändert werden soll: „Wir werden unsere Linie nicht verlassen. Sicher gibt es Gegner, gegen die man tiefer stehen muss. Aber grundsätzlich wollen wir unsere Linie nicht verlassen. Wir sind eine offensive Mannschaft und wollen es auch bleiben.“

Wenn die Automatismen im System weiterhin greifen und die Aufstiegseuphorie mit in die Serie transportiert werden kann, dann könnte Kirchdorf für einige Konkurrenten ein sehr unbequemer Gegner werden.

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