3:5 – Jeinsen jetzt als Psychologe gefordert

TuS Kirchdorf zu ängstlich gegen TSV Wetschen

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Henrik Albers verkürzte für den TuS Kirchdorf auf 3:5. 

Kirchdorf - Christian Jeinsen musste nach der wilden Fahrt erst mal tief durchatmen. „Am Ende hätte es sogar noch 5:5 ausgehen können“, urteilte der Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers TuS Kirchdorf nach der 3:5 (1:3)-Niederlage gegen den TSV Wetschen am Donnerstagabend: „Aber das wäre des Guten zu viel gewesen. Wetschens Sieg geht vor allem mit Blick auf die erste Halbzeit in Ordnung. Da waren wir mit den drei Gegentoren bis zur Pause noch gut bedient.“

In der Anfangsphase hingegen hatten die Kirchdorfer mehr von der Partie – bis sie sich einen Fehler im Spielaufbau leisteten. Erdal Ölge bedankte sich, bediente Nils Unger – und der traf zum 1:0 (12.). Mazlum Sünün erhöhte per Kopfball nach einer Standardsituation (25.), und Omar Ceesay traf zehn Minuten später mit einem satten Schuss aus 15 Metern.

Sonntag Heimspiel gegen ASC Nienburg

„Der war unhaltbar, hätte aber trotzdem nicht sein müssen“, monierte Jeinsen: „Vorher haben wir den Ball einfach nicht aus der Gefahrenzone bekommen.“

Durch diese scheinbare Vorentscheidung war Kirchdorfs Angst verflogen – und es lief bis zur Pause besser. Viktor Seiberlich gelang aus 14 Metern nach Kopfball-Ablage von Meinke Honebein das 1:3 (45.). Der Vorbereiter traf nach Wiederanpfiff selbst (55.), doch er soll im Abseits gestanden haben. „Fragwürdig“, meinte Jeinsen dazu: „Aus meiner Perspektive hatte Meinke seinen Gegenspieler noch vor sich.“ So erhöhte Steffen Winkler mit einem abgefälschten Schuss auf 4:1 (59.), Tobias Grube stellte nach einem Freistoß auf 5:1 (65.). Wetschens Phil Schwierking köpfte zum 2:5 ins eigene Netz (74.), Henrik Albers verwandelte einen an Laurids Breuer verursachten Foulelfmeter zum 3:5 (82.). Dabei blieb es, weil Ive van Daalen freistehend knapp am Pfosten vorbei zielte (88.).

Bis morgen versucht Jeinsen nun, die Köpfe seiner Kicker freizubekommen. Dann nämlich empfängt sein Team ab 14.00 Uhr Mitaufsteiger ASC Nienburg: „Die Moral nach dem 1:5-Rückstand stimmte. Ich muss den Jungs jetzt aber die Angst davor nehmen, Fehler zu begehen. Und mir sind die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen zu groß“, schilderte der TuS-Coach: „Da müssen wir die Hebel ansetzen.“ Nicht dabei helfen können der an Knieproblemen laborierende Tim Nachtigall und Yannik Thiermann (Muskelfaserriss). 

 ck

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