Japaner Doppeltorschütze / BSV-Reserve dreht in Sudweyhe einen 1:3-Rückstand

Nakagawa Rehdens Held in einem irren Spiel – 4:3

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Rehdens Kapitän Taskin Türker (li.) wurde gestern vom Sudweyher Marcel Wöbken auf Kunstrasen hauteng bewacht.

Sudweyhe - Von Arne Flügge. 3:1 geführt und 3:4 verloren – Uwe Behrens war stocksauer, frustriert und richtig wütend. Und als der Abpfiff ertönte, musste es einfach raus. „So eine Frechheit habe ich noch nicht erlebt. Schiri, du solltest dich ‘was schämen.

Du hast nur für den Gegner gepfiffen“, wetterte der Trainer von Fußball-Bezirksligist TuS Sudweyhe in Richtung Referee Marco Krenz (SV Linsburg). Der habe seiner Mannschaft bei einer 3:1-Führung gegen den BSV Rehden II „einen klaren Elfmeter verweigert“, zudem sei die Gelb-Rote Karte für seinen Spieler Jan-Ove Bäker (65.) „ein absoluter Witz“ gewesen.

Nun ja, vielleicht spielte aber auch in Behrens’ Wut mit hinein, dass sein Team einen schon sicher geglaubten Sieg wieder aus der Hand gegeben hatte. Die Gastgeber hatten nach ihrer 3:1-Führung – übrigens in Unterzahl erzielt – zwei, drei weitere Hochkaräter, die sie aber ausließen. „Vielleicht“, räumte Behrens dann auch ein, „wäre es anders gelaufen, wenn wir die Dinger einfach gemacht hätten.“

Der BSV Rehden II, mit gleich sechs Spielern aus dem Regionalligakader angetreten, zeigte in den ersten 45 Minuten eine ganz schwache Leistung und schluckte in der 39. Minute auch nicht unverdient den 0:1-Rückstand. Nach einem Handspiel im Strafraum von Lamin Sillah verwandelte Christian Heusmann den Elfmeter sicher. „Ich war in der Halbzeit richtig sauer. Das war Standfußball“, erklärte Rehdens Coach Sascha Feldt: „Ich habe den Jungs dann gesagt: Ich überlasse es jetzt euch, ob ihr hier noch gewinnen oder euch blamieren wollt.“

Das zeigte Wirkung. Rehden kam viel aggressiver aus der Kabine und in der 53. Minute durch einen Heber von Andor Bolyki auch zum 1:1. Sudweyhes Keeper Mirko Meyer war viel zu weit aus seinem Kasten geeilt. Doch nur 60 Sekunden später brachte Jan-Ove Bäker Sudweyhe erneut in Führung – 2:1 (54.). Jetzt war Feuer drin im Spiel: Meyer hielt gegen Ofosu Sekyere (56.), auf der anderen Seite schoss Sudweyhes Nico Zumbruch am langen Pfosten vorbei (57.). In der 65. Minute dann eine der Szenen, die TuS-Coach Behrens zur Weißglut trieben: Bäker sah nach Foul an Taskin Türker Gelb-Rot. Während Behrens tobte, räumte der Spieler kurz danach ein: „Das war ein klares Foul. Das ist bitter. Allerdings hätte ich für das erste Foul keine Gelbe Karte bekommen dürfen.“

Behrens aber bewies ein glückliches Händchen, brachte Eike Dziuba, der nur Sekunden nach seiner Einwechslung zum 3:1 traf. Das hätte doch eigentlich die Entscheidung sein müssen, zumal Rehden II in weitere Konter lief. Doch Zumbruch scheiterte an BSV-Keeper Kevin Birk (68.), Dziuba drosch die Kugel freistehend in den Sudweyher Nachmittagshimmel (72.).

Das sollte sich rächen: Nach einer schönen Einzelleistung traf Yuki Nakagawa für die Gäste zum 2:3 (76.), drei Minuten später jagte Christian März einen 22-Meter-Hammer genau in den Knick – 3:3 (79.). Beim TuS Sudweyhe schwanden nun zusehens die Kräfte, Rehdens Reserve drehte noch mal auf und kam durch Nakagawa in der 87. Minute gar noch zum 4:3-Siegtreffer. „Die letzten 20 Minuten haben wir so gespielt, wie ich es mir vorstelle“, freute sich BSV-Coach Feldt: „Wir haben Druck gemacht, waren läuferisch sehr stark.“ Angesichts des Spielverlaufs sei das vierte Tor „vielleicht etwas zu viel des Guten“ gewesen, „doch wir nehmen es gerne mit“.

Für den TuS Sudweyhe war es dagegen so etwas wie die Ironie des Schicksals. Das Hinspiel hatte sie mit 4:3 gewonnen – nach einer Rehdener 3:1-Führung...

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