Jannik Bender verschießt und Brinkum scheidet gegen Vahr aus / „Traum geplatzt“

Eine Niete in der Elfer-Lotterie

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Trainer Kristian Arambasic schwört seinen Keeper Mathis Peters vor dem Elfmeterschießen noch einmal ein – leider umsonst.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Brinkums Manager Frank Kunzendorf biss sich fast die Fingernägel ab: „Wenn das man gutgeht, wenn das man gutgeht.“ Ging es nicht: In der Nachspielzeit des Landespokal-Achtelfinales beim Landesligisten SC Vahr Blockdiek glich Kevin Kriewitz nach Freistoß per Kopfball zum 2:2 aus und rettete sein Team ins Elfmeterschießen. Dort leistete sich Kapitän Jannik Bender den einzigen Fehlschuss, so dass Vorjahres-Finalist Brinkumer SV bereits vorzeitig mit 6:7 (1:1/2:2) die Segel streichen musste.

Entsprechend geknickt kauerten die Spieler des Bremen-Ligisten nach dem von Vahr verwandelten letzten Elfer auf dem Kunstrasen und wirkten fassungslos. Sie wollten im Pokal überwintern, möglichst erneut ins Endspiel einziehen und sich vielleicht danach durch einen Sieg den Traum von der Teilnahme am DFB-Pokal erfüllen. „Dieser Traum ist jetzt geplatzt. Wir sind alle sehr enttäuscht“, meinte Trainer Kristian Arambasic nach der Partie.

Der BSV-Coach, der mit Vegesack schon mal auf der ganz großen Pokal-Bühne vertreten war, hatte seine Jungs auf dieses Event eingestimmt und vor der Partie in der Kabine die Hymne des DFB-Pokals abgespielt. „Ich habe gesehen, wie die Spieler richtig Gänsehaut bekommen haben“, meinte Arambasic noch unmittelbar vor dem Anpfiff mit einem Schmunzeln.

„Eigentlich schlagen wir Vahr von zehn Spielen neun Mal. Hoffentlich erwischt es uns heute nicht“, unkte Arambasic noch vorm Match. Doch offenbar lähmte der Pokal-Sound die Aktionen der Gäste. Erst recht, als Vahrs Berkay Imren sein Team schon in der dritten Minute mit 1:0 in Führung gebracht hatte. Einige Brinkumer wollten den Ball nicht hinter der Linie gesehen haben. „Egal. Später hat Vahr noch die Lattenunterkante getroffen, und da soll das Ding hinter der Linie gewesen sein, was der Schiri aber so nicht entschieden hat“, meinte Arambasic wohltuend fair.

Dennis Thüroff schaffte zwar das zügige 1:1 (9.), doch Brinkum agierte danach nicht zielstrebig genug und spielte viel zu viele lange Bälle, die keine Abnehmer fanden.

Nach der Pause wurde das besser. Mit seinem ersten Ballkontakt bei seinem ersten BSV-Pflichtspiel brachte Lars Tyca die Gäste mit 2:1 in Führung. Marcel Dörgeloh, Tyca oder auch Thüroff hätten nachlegen müssen, taten es aber nicht. „Das war heute unser Manko. Wenn wir das 3:1 und 4:1 machen, ist die Sache gegessen. So haben wir Vahr, die leidenschaftlich gekämpft haben, im Spiel gelassen“, schimpfte Arambasic.

Als Kriewitz, wie schon erwähnt, den Last-Minute-Ausgleich schaffte, war Vahr obenauf. Arambasic beschwor zwar Keeper Mathis Peters („Du kannst heute zum Helden werden“), aber der Torwart gilt nicht unbedingt als Elfmeter-Killer. Weil Peters keinen Strafstoß hielt, Jannik Bender aber einen verschoss, ist Brinkum bei der Viertelfinal-Auslosung im kommenden Jahr nicht mehr im Topf.

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