Größter sportlicher Erfolg

DM: Stuhrer Stabhochspringer überquert 4,60 Meter und verpasst Gold nur knapp

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Die volle Konzentration zahlte sich für Jannick Voß aus, denn der Stuhrer holte sich im Stabhochsprung Platz zwei.

Rostock - Bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock gewann Jannick Voß (LC Hansa Stuhr) mit Bestleistung von 4,60 Metern den Vizetitel im Stabhochsprung der U 18-Jugend. In einem überaus spannenden Wettkampf war allein die Anzahl der Fehlversuche für die Medaillenvergabe entscheidend.

Natürlich, es hätte tatsächlich sogar Gold werden können. Als Jannick Voß freudestrahlend auf dem Siegertreppchen stand, überwog aber eindeutig die Freude über Silber. Nach Bronze bei der U 16-DM im Vorjahr in Bremen landete der Stuhrer damit seinen bislang größten sportlichen Erfolg und hatte damit zugleich alle Erwartungen übertroffen.

Bei der Höhe von 4,15 Metern war Voß in den Wettkampf eingestiegen – und das mit einem Fehlversuch. Trainer Martin Hillebrecht hatte für den Saisonhöhepunkt seines Schützlings extra seinen Urlaub unterbrochen und eine 1 000 Kilometer Anreise nach Rostock auf sich genommen. 

Und das war gut so. Voß’ zweiter Versuch war gültig. Es folgten 4,30 Meter im Erten, 4,40 Meter im zweiten, neue Besthöhe von 4,50 Meter im ersten und schließlich auch 4,60 Meter im ersten Anlauf. Damit befand sich der 16-Jährige im Wettkampf gleichauf mit Ole Perske (SC Potsdam). Joshua Fadire (TV Löhne-Bhf.) hatte bis 4,60 Meter nur einen Fehlversuch gehabt und befand sich damit gegenüber seinen Konkurrenten im Vorteil. 

Kremming scheidet bereits im Hürden-Vorlauf aus

Als keiner der drei die aufgelegten 4,70 Meter meisterte, war für die Plätze die Anzahl der Fehlversuche maßgebend. Gold für Fadire, geteiltes Silber für Voß und Perske. „Dieser Erfolg gründet sich auf Teamwork von Familie und Trainer“, stellte Hansa-Abteilungsleiter Berthold Buchwald zufrieden fest.

Nicht ganz so glücklich war Buchwald mit dem Abschneiden seiner beiden weiteren Athleten. Über 110 Meter Hürden der U 18 schied Elvio Kremming als Fünfter im fünften Vorlauf mit 15,29 Sekunden aus. „Elvio ist ein erfahrener Athlet. In Rostock nutzte die Erfahrung nichts. Nach mehreren Fehlstarts war er verunsichert und verschlief den Start. Der Gegenwind tat ein Übriges“, erklärte Buchwald. 

Möglicherweise, so Buchwald, war auch die engere Vorbereitung nicht ausreichend gewesen: „Die volle Konzentration auf den Wettkampf ist bei einer DM unerlässlich.“ Für Mehrkämpfer Kremming richtet sich der Fokus nun auf die Mehrkampf-DM Ende August in Wesel. Nachdem Teamkollege Lasse Pixberg eine langwierige Verletzung auskuriert hat, soll am 10. und 11. August einen Tag vor Meldeschluss gemeinsam mit Voß die noch fehlende DM-Qualifikation gelingen.

Lea Jerkovic muss noch an ihrer Technik am Wassergraben feilen.

Lea Jerkovic, ebenfalls U 18, absolvierte in Rostock ihr erst drittes Rennen über 1 500 Meter Hindernis. Und es war deutlich härter als die Starts bei den Landes- und Norddeutschen Meisterschaften. Im Feld von 16 Läuferinnen war nach dem Start „Durchboxen“ angesagt. Auch die Technik am Wassergraben war nach Beobachtung von Buchwald nicht so ausgefeilt wie erhofft. Nach 5:13,58 Minuten kam Jerkovic als Zehnte ins Ziel.

Einen starken Wettkampf lieferte der für Werder Bremen startende Stuhrer Tim Ole Silze im Weitsprung der U 18 ab. Im ersten Versuch gelangen zur Freude von Trainer Roman Fricke trotz starkem Gegenwind 6,70 Meter. Mit dieser Weite wurde Silze Fünfter. Zu Bronze fehlten nur drei Zentimeter.

el

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