Korbballerinnen gleichen ihr Bundesliga-Konto mit zwei Siegen aus / Sudweyhe geht gegen Findorff unter

Jahn Brinkum wieder in der Spur

Top-Scorerin Meike Solte (am Ball) und Korbhüterin Kim Dierks (im Hintergrund) überzeugten für Stuhr am Wochenende.

Kreis-Diepholz - MOORDEICH (she) · Nach zwei Siegen am zweiten Spieltag der Korbball-Bundesliga Nord ist der FTSV Jahn Brinkum zurück in der Spur. Auch der TV Stuhr zeigt ansteigende Form, der TuS Sudweyhe hingegen „sackte“ nach enttäuschenden Leistungen nur einen Zähler ein. Aufsteiger TSG Seckenhausen-Fahrenhorst zahlt weiter Lehrgeld und kassierte erneut zwei Niederlagen.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - TV Stuhr 4:15 (4:10): Im weitgehend einseitigen Nachbarschaftsduell konnte Stuhr (ohne die verletzte Saskia Schmökel) nach dem Fehlstart am ersten Spieltag früh in den Rhythmus finden. Zwar glich die TSG zwischenzeitlich die Stuhrer Führung wieder aus (2:2/4.), doch dann zog das Hellmers-Team mit Tempospiel Korb um Korb davon. Fünf Zähler in Folge zum 7:2 (12.) brachten die Vorentscheidung, danach gab der TVS die Partie nicht mehr aus der Hand. „Wir müssen uns noch an das höhere Tempo in der Bundesliga gewöhnen – und mit der zweiten Halbzeit war ich dann auch deutlich zufriedener“, befand TSG-Trainerin Manuela Glander. Ihre Mannschaft erzielte in Durchgang zwei selbst zwar keinen Treffer mehr, konnte die Stuhrer Korbflut aber immerhin bis zur 28. Minute eindämmen. Bei Stuhr zeigte Nachwuchs-Korbhüterin Jana Wessels eine starke Partie.

Preetzer TSV - TuS Sudweyhe 6:6 (2:3): TuS-Trainer Alexander Mauz war nach dem Spiel deutlich angefressen: „Das war unnötig. Ich wollte gegen Preetz unbedingt gewinnen – in unserer Situation muss man in solchen Spielen sein Zeug machen und die Punkte holen“, polterte er.

Seine Mannschaft hatte sich vorgenommen, das Spiel ruhig anzugehen, die nötige Sicherheit zu gewinnen und dann aufzudrehen. „Das ist uns nicht gelungen“, kritisierte Mauz. Immerhin attestierte er seinem Team eine Steigerung nach der Pause, als der TuS zwischenzeitlich auf 5:2 davon ziehen konnte. Doch Preetz schlug zurück und erkämpfte sich am Ende noch einen Punkt. Mauz war nicht amüsiert: „Wegen unseres Verletzungspechs fehlen uns die Führungsspielerinnen, die das Spiel nach Hause bringen. So kassierst du vier total unnötige Körbe in Folge – und musst am Ende noch froh sein, dass du wenigstens noch einen Punkt auf dem Konto hast“, ärgerte sich Mauz.

SG Findorff - TV Stuhr 10:5 (3:2): Stuhr und Findorff lieferten sich eine rasante und spannende Partie auf hohem Niveau. Bis zur Pause war das Spiel sehr offen; beide Mannschaften führten zeitweise. Ein Findorffer Doppelschlag zum 5:2 (26.) schien schon die Vorentscheidung gebracht zu haben. Bis dahin glänzten die Bremerinnen vor allem mit einer beeindruckenden Defensive, an der sich der TVS immer wieder die Zähne ausbiss.

Doch Stuhr gab nie auf und kam sieben Minuten vor dem Abpfiff wieder auf 4:5 heran. Als Findorff wenig später auf 7:4 erhöhen konnte, machte der TVS auf und kassierte noch drei Treffer dank der nun entblößten Abwehr. Am Ende fand eine

▪ Rönner gefällt

▪ bei Kontern

hochklassige Partie einen verdienten Sieger.

Stuhr ist nach zwei guten Spielen trotz der Niederlage wieder auf dem aufsteigenden Ast; besonders überzeugend waren Top-Scorerin Meike Solte (neun Körbe) und die konterstarke Dania Rönner (5).

FTSV Jahn Brinkum - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 8:5 (4:3): Holprig startete der Jahn in die Partie. „Wir kannten den Gegner nicht und hatten am Anfang Probleme, in unser Spiel zu finden“, kommentierte Sandra Jürgens, die Trainer Behrens (im Urlaub) auf der Bank vertrat. Die TSG bedauerte vor allem einen Leistungsknick zu Beginn der zweiten Hälfte, als Brinkum mit 7:3 die Vorentscheidung herbeiführen konnte. Das Glander-Team wusste sich erst jetzt wieder zu steigern und kämpfte sich auf 5:7 heran. „Dann haben wir alles auf eine Karte gesetzt und aufgemacht“, erklärte Glander.

Brinkum ließ sich nicht zwei Mal bitten und erhöhte zum Endstand. TSG-Coach Glander bemängelte die Trefferquote („Da war unser Niveau schlechter als in den ersten Spielen“), war aber gleichzeitig zufrieden, dass ihre Mannschaft eine Zwei-Minuten-Strafe schadlos überstehen konnte. Sandra Jürgens freute sich darüber, dass ihre Mannschaft die angestrebten Punkte erringen konnte.

TuS Sudweyhe - SG Findorff 1:10 (0:4): Sudweyhes Trainer Mauz war nach der deutlichen Klatsche mehr als angefasst: „Das Spiel hat mich geärgert. Ich glaube, Findorff hat noch nie so mühelos gegen uns gewonnen“, resümierte er. Seine immer noch durch Verletzungen dezimierte Mannschaft sollte gegen den spielerisch überlegenen Gegner über den Kampf ins Spiel finden – und versagte. Der TuS präsentierte sich langsam und behäbig, war zu wenig angriffslustig und war dem Spitzenreiter in allen Belangen deutlich unterlegen. „Dass es mal nicht läuft, ist in Ordnung - aber mit so wenig Gegenwehr kann ich nicht leben. Das werde ich auch klar ansprechen. Wir können froh sein, dass wir nicht noch höher verloren haben“, verschaffte sich Mauz nach dem Spiel Luft. Findorff holte sich mit dem Sieg Nummer vier die Tabellenführung zurück.

Preetzer TSV - FTSV Jahn Brinkum 5:11 (3:5): Mit dem am Ende klaren Sieg gegen Preetz machte Brinkum einen starken Spieltag komplett. „Wir haben heute genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, freute sich Sandra Jürgens. Vor allem die überzeugende Abwehrleistung machte sie zufrieden. Der Jahn fackelte nicht lange, kam sofort gut ins Spiel und ließ die jungen Schleswig-Holsteinerinnen nie zur Entfaltung kommen.

Nach der offenen ersten halben Stunde konnte Brinkum gegen Ende der Partie mit Tempospiel davonziehen und den FTSV am Ende klar distanzieren. Mirjana Uhde hatte mit elf Treffern in beiden Spielen großen Anteil an den zwei Siegen.

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