In der ersten Halbzeit 13 Tore am Stück erzielt / 36:16 gegen TvdH Oldenburg

Jahn Brinkum mit Mega-Lauf zum Kantersieg

Brinkum - Von Gerd TöbelmannDer FTSV Jahn Brinkum ist auf dem besten Wege, in die Handball-Oberliga der Männer zurückzukehren. Am Samstag fegte der Tabellenzweite den Rangsechsten TvdH Oldenburg mit sage und schreibe 36:16 (18:6) aus der KGS-Halle.

So richtig euphorisch wirkte Trainer Sven Engelmann nach dem ersten von jetzt insgesamt vier Heimspielen in Serie aber nicht: „Wir haben in der Abwehr gut gestanden. Und Aschkan Sadeghi war ein guter Rückhalt im Tor.“

Hallo, Herr Engelmann, geht’s vielleicht etwas freudig erregter? Die Fakten gäben nämlich reichlich Anlass dazu, denn mit diesem Erfolg feierte Brinkum nun schon seinen siebten Sieg hintereinander. Ist ja auch nicht so schlecht.

Was aber wirklich spektakulär war, ereignete sich zwischen der 13. und 25. Minute: Da machten die Gastgeber vor 100 Zuschauern aus einem 3:2 ein 16:2 – unglaublich. Sowas hatte auch Haarentors Keeper Javen Stilke noch nicht erlebt: „Das ist ja unfassbar, wie wir uns hier jetzt abschlachten lassen.“ Und Trainer Ralf Hafemann fragte noch provozierend in die Runde: „Habt ihr keinen Bock oder was?“ Auch auf der Tribüne konnte ein Oldenburger Fan nicht fassen, was da gerade unten auf dem Spielfeld passierte, rannte an die Brüstung und schrie: „Jetzt macht euch wenigstens mit der Körpersprache Mut und knickt nicht ein.“

Geholfen hat das alles ziemlich wenig. Den Grund dafür meinte Hafemann später erkannt zu haben: „Brinkum steht hinten wie eine Wand. Und wir hatten heute leider nur zwei Torleute dabei.“ Sollte heißen: Alle Feldspieler der Gäste hatten versagt.

Aber es war wirklich traurig, was da aus dem Rückraum der Gäste kam. Jahn-Keeper Sadeghi lieferte zweifelsohne eine gute Partie ab, konnte aber fast die Hälfte der Oldenburger Wurfversuche fangen, was nicht gerade für deren Härte sprach. Sadeghis Verletzungsgefahr war also schwindend gering. Und das war gut so, denn Keeper-Kollege Hauke Hellbernd war wegen einer Rippenverletzung gar nicht einsatzbereit. Gegen Haarentor hätte Brinkum aber wohl auch mit dem Hausmeister im Kasten gewonnen.

Nach dem schon erwähnten 16:2 war natürlich alles gelaufen. Der nach der Pause gekommene Sascha Trimpe verhinderte im Oldenburger Kasten sogar noch eine höhere Niederlage.

Und da wird auch deutlich, warum Sven Engelmann nicht uneingeschränkt mitjubeln wollte, „denn wir haben uns immer noch fast 30 Fehlversuche geleistet. Gegen einen stärkeren Gegner wäre es deshalb heute vielleicht enger geworden.“ Diese Sorgen hätten andere Trainer sicherlich gern . . .

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