Die irre Imbiss-Wette

Einen Monat Essen frei, wenn Esposito 30-mal trifft

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Geht voran: Stürmer Giovanni Esposito gehört bei Lemförde zu den absoluten Leistungsträgern.

Lemförde - Auch einen Tag nach dem 6:5-Erfolg beim Ligakonkurrenten TSV Okel dreht sich bei Giovanni Esposito noch alles um das verrückte Match vom Sonntag. Der Bezirksliga-Stürmer des TuS Lemförde war mit seinen drei Treffern maßgeblich dafür verantwortlich, dass sein Team die Begegnung beim Aufsteiger noch für sich entschieden hat.

„Es war einfach ein Wahnsinnsspiel“, blickt Esposito, der auch den 1:0-Führungstreffer erzielte, fast ungläubig auf die Begegnung zurück. „Ich bin mittlerweile 36 Jahre alt, werde nächsten Monat 37. Aber so ein einzigartiges Spiel habe ich in meiner langen fußballerischen Karriere so noch nicht erlebt. Das war schon außergewöhnlich. Und ich glaube nicht, dass ich so ein Spiel in Zukunft noch mal erlebe“, erklärt der Angreifer, der bereits vergangene Saison mit seinen zwölf Rückrundentreffern dafür verantwortlich war, dass Lemförde noch den Klassenerhalt erreicht hatte.

Bereits nach dem 2:5 waren die Hoffnungen bei den Lemfördern schon so gut wie gestorben. „Ganz ehrlich, ich habe nach dem hohen Rückstand nicht mehr damit gerechnet, dass wir die Partie noch drehen“, erklärt Esposito. Doch genau das war der Fall. „Einfach nur geil, wie wir es noch geschafft haben.“

Auch sein Trainer David Schiavone kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: „Giovanni ist einfach ein toller Instinktfußballer, der vor dem Tor eiskalt ist. Wie er die Treffer zum 4:5 und 5:5 weggemacht hat, war schon mehr als beeindruckend. Er hatte einen maßgeblichen Erfolg am 6:5-Sieg.“

Damit schraubte der Fan des SSC Neapel sein Torkonto auf zehn Treffer in die Höhe, liegt aktuell mit Marian Pingel vom Ligakonkurrenten FC Sulingen auf Platz eins. Und wenn es nach dem gebürtigen Italiener geht, sollen noch einige Treffer in dieser Spielzeit dazukommen. „Ich habe mit meinem Mitspieler Dino Maieli eine Wette laufen“, informiert Esposito: „Wenn ich bis zum Ende der Saison 30 Tore erziele, dann bekomme ich von Dino einen Monat lang bei unserem Lieblings-Imbiss ,Schoote‘s-Grillstation‘ Essen ausgegeben. Das spornt natürlich an. Und zehn Treffer habe ich ja schon auf dem Konto. Ich habe absolut keine Bedenken, dass ich die Wette verlieren werde.“

Denn aktuell fühlt sich der 36-Jährige wie ein junger Gott. „Noch kann ich mit den jungen Bengeln in der Mannschaft mithalten“, scherzt der Vater von zwei Kindern: „Ich fühle mich körperlich wirklich gut.“

So gut sogar, dass er noch gar nicht daran denkt, die Fußballschuhe an den berühmten Nagel zu hängen: „Nein, das ist aktuell kein Team für mich.“ Ganz im Gegenteil. „Ich verlasse den TuS Lemförde erst, wenn er einen würdigen Nachfolger für mich gefunden hat“, erklärt er mit einem schelmischen Grinsen. Und einen Erbfolgen hat er bereits ausgemacht. „Francesco Schiavone, der Sohn von Trainer David Schiavone, hat eindeutig das Potenzial dazu, in meine Fußstapfen zu treten. Francesco ist ein schneller und technischer Stürmer. Dafür, dass er erst 17 Jahre alt ist und seine erste Spielzeit im Herrenbereich absolviert, hat er sich schon sehr gut in die Mannschaft eingefunden. Nur im Zweikampfverhalten kann er noch etwas nachlegen.“

Wenn es nach David Schiavone geht, darf Esposito auch gerne über die kommende Saison hinaus bleiben: „Ich werde Giovanni ganz bestimmt nicht vom Hof jagen. Er soll selbst entscheiden, wann er mit dem Fußball aufhören will. Ich werde ihn – solange ich Trainer beim TuS Lemförde bin – nicht wegschicken. Wenn er gesund bleibt, kann er auf jeden Fall noch zwei bis vier Jahre auf gutem Niveau kicken.“

Doch so weit denkt er noch nicht hinaus. Wichtiger ist ihm gerade die Wette mit Maieli. Sollte er sie gewinnen, dürfte sich neben Esposito auch Imbiss-Inhaber Klaus Schoote über das Zusatzgeschäft freuen . . .

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