Okels Aufholjagd nach 0:3 am Ende unbelohnt: Vilsen feiert 4:2-Sieg / Brockmanns Doppelpack

Interimskeeper Rico Volkmann mit Pech vom Punkt

Reyhertanz: Okels Marlon Reyher (Mitte) beschäftigt hier artistisch Vilsens Mathis Mann (l.) und Marten Köhler (2.v.r.). Dennis Dahme (r.) schaut fasziniert zu.
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Reyhertanz: Okels Marlon Reyher (Mitte) beschäftigt hier artistisch Vilsens Mathis Mann (l.) und Marten Köhler (2.v.r.). Dennis Dahme (r.) schaut fasziniert zu.

Bruchhausen-Vilsen – Als sich der Spielerkreis des TSV Okel auf dem Rasen des SV Bruchhausen-Vilsen zerstreut hatte, tätschelte TSV-Trainer Cord Clausen noch ein paar Sekunden den knapp über der Grasnarbe knienden Rico Volkmann. Sein normalerweise torgefährlichster Mann musste diesmal das Tor hüten und zeigte auch ein paar feine Paraden. An ihm lag’s nicht, dass Clausens Debüt in der Bezirksliga 1 mit 2:4 (0:1) verloren ging. Doch alle ahnten: Mit Volkmann auf seinem angestammten Platz in der Offensive wäre mehr drin gewesen. „Und für den enormen Einsatz meiner Mannschaft hätte ich gern einen Punkt mitgenommen“, gestand Clausen, fügte jedoch sofort an: „Vilsens Sieg ist vollauf verdient.“ Dessen Trainer Torsten Klein nannte den Erfolg immerhin „nicht unverdient“, dem 50-Jährigen gaben allerdings die beiden recht simplen Gegentore nach der 3:0-Führung seines Teams zu denken: „Das müssen wir aufarbeiten.“

Arbeiten musste weit vor dem Spiel schon Lucas Feldmann. Weil damit Okels einziger Keeper ausfiel, übernahm Volkmann Verantwortung. „In der Jugend habe ich irgendwann mal im Tor gestanden“, berichtete der spielende Co-Trainer, der zu Beginn mehrmals skeptisch an seinem orangefarbenen Dress wie auf eine Verkleidung hinabblickte. Nach sechs Minuten hatte der spielende Co-Trainer Glück, als Steffen Quast einen Kopfball von Mathis Mann nach einer Ecke von Jan-Christoph Kornau von der Linie köpfte. Aber im Rauslaufen und mit gefährlichen Abschlägen bis in den Vilser Strafraum war der 29-Jährige mehr als ein Notnagel.

Spieler des Spiels: Nick Brockmann

Torschütze zum wichtigen 2:0 und erlösenden 4:2 – zudem spulte Vilsens schneller Offensivmann viele Meter ab und beschäftigte Okels Abwehr ein ums andere Mal.

In Minute 23 hatte Volkmann jedoch Pech – mit einem nicht schlecht platzierten Elfmeter (verursacht durch ein Foul von Justus Wicke an Leon Helmke), den Vilsens Schlussmann Maximilian Kues aus seiner rechten unteren Ecke kratzte. „Den hat er gut gehalten“, erkannte der Schütze neidlos an, gestand aber auch selbstkritisch: „Da schieße ich immer hin.“ Klein fand die Kues-Parade trotzdem „sensationell: Der Elfmeter war scharf geschossen.“ Auch deshalb urteilte er: „Wir sind glücklich in Führung gegangen.“

Denn nach einer ruppigen Phase, in der unter anderem Broksens Chedli Belkhir Quast im Laufduell eine dicke Lippe verpasste, traf Dennis Böschen wie aus dem Nichts – aus der dritten Reihe unten rechts (39.). Bis dahin hatte der TSV das Spiel gut im Griff – dank der aus Florian Maeße und Jörn Kastens bestehenden Doppelsechs, um die die Platzherren weit herum spielen mussten, wenn sie durchkommen wollten. „Nach vorn gab es kaum Anspiele“, fasste Klein die erste Halbzeit zusammen.

Also ließ er in der Pause von seinem 4-3-3 ab, beorderte Chedli Belkhir in die Spitze – und es lief besser. Kurz nach Wiederanpfiff spurtete Nick Brockmann von links nach rechts in den Strafraum und markierte das 2:0 (48.). Auch beim 3:0 durch Moritz Warnke (61.) sah Clausen „individuelle Fehler“ als Auslöser. Doch sein Team kam zurück – und wie! Tobias Kohnert schloss einen schnellen Konter nach Vorlage von Leon Helmke zum 1:3 ab (71.), und nach Philipp Meyers 2:3 dank Vorarbeit Tristan von Engelns (75.) war wieder Feuer drin. Die Gäste warfen alles nach vorn. Und als Volkmann in der Nachspielzeit zu weit vorgerückt war, machte Brockmann mit dem 4:2 ins leere Tor den Deckel drauf.

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