20-jähriger Tobias Dickmann „extrem wichtig“ für den SV Heiligenfelde

„Intelligentes Bürschchen“

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Zwei Tore, eine Vorlage – und ein glatter Sieg: Heiligenfeldes Tobias Dickmann (rechts) erlebte einen Super-Sonntag. ·

Heiligenfelde - Sein „schönstes Tor im Herrenbereich“ war auch ein glückliches – das gab Tobias Dickmann unumwunden zu: „Manchmal geht der Ball auch 20 Meter drüber, aber diesmal habe ich ihn wirklich voll getroffen.“ Nach einer Ecke von Torben Schmidt hatte der Offensivmann des Fußball-Bezirksligisten SV Heiligenfelde die Kugel aus dem Hinterhalt ins Netz der TSG Seckenhausen gejagt und damit das 2:0 erzielt. Die Vorlage zum 1:0 und das Tor zum 3:0-Endstand rundeten Dickmanns Super-Sonntag ab.

Mit seinen erst 20 Jahren und in seiner dritten Herren-Saison ist Dickmann, der in der Jugend des TSV Bassum groß geworden ist, schon ein Eckpfeiler beim SVH. Trainer Frank Fischer bezeichnet ihn als „intelligentes Bürschchen“ und lobt: „Es gibt nur ganz wenige Dinge im Fußball, die er nicht so gut kann. Er ist sehr ruhig am Ball und extrem wichtig für unser Spiel.“ Zu den Stärken des Studenten (fünftes Semester Wirtschaftswissenschaften in Osnabrück) gehört definitiv eine feine Schusstechnik – wie gegen Seckenhausen gesehen. Es war allerdings nicht das erste Mal, dass Dickmann auf diese Weise traf. „Es hat in den vergangenen Jahren schon drei oder vier Mal geklappt“, erinnert sich der Schütze und fügt an: „Wir üben das im Training intensiv. Und diese Variante ist ein bisschen auf mich abgestimmt.“

Ohnehin genießt Dickmann beim Aufsteiger einen enorm hohen Stellenwert. Nach Christian Gerlach und Björn Isensee ist er inzwischen dritter Kapitän – und er darf spielen, obwohl er wegen seines Studiums oft nicht regelmäßig mit den Teamkollegen trainieren kann. „Das haben der Mannschaftsrat und ich entschieden. Tobias ist in der Mannschaft sehr anerkannt“, sagt Fischer, der Dickmann zwingend in der Zentrale sieht – entweder als hängende Spitze oder als spielstarker Sechser vor der Abwehr: „Er muss sich austoben können und richtig im Spiel drin sein. Ihn auf eine der Außenpositionen zu stellen, wäre Schwachsinn.“ Dickmann findet’s gut, dass „Frank mir viele Freiheiten lässt“.

Momentan sieht Fischer den Doppeltorschützen vom Wochenende sogar „noch einen Tick stärker“ – weil er regelmäißg in Heiligenfelde beim Training ist. Seine Semesterferien, in denen er bei einem Spargel- und Erdbeerhof als Fahrer arbeitet, verbringt Dickmann zu Hause in Stühren bei Nordwohlde. Bald geht es zurück nach Osnabrück, vermutlich mit einem sehr guten Gefühl und einem gut gefüllten Punktekonto. Zehn Zähler hat der SVH aus den ersten vier Spielen geholt. „Ein verheißungsvoller Start, damit haben wir nicht gerechnet“, gesteht Dickmann, der gespannt ist, wie sich die Saison entwickelt: „Die Bezirksliga ist eine ganz andere Hausnummer. Primär geht es für uns darum, die Klasse zu halten.“ · mr

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