Arbeitstagung zum Thema „Gewaltprävention und Integration“

„Integration findet nicht automatisch statt“

Kreis-Diepholz - BREMEN · Zu einer Arbeitstagung zum Thema „Gewaltprävention und Integration“ trafen sich Vertreter von neun DFB-Landesverbänden, der Polizei und des DFB in Bremen. Seit Jahren schon besteht die Zusammenarbeit der Verbände in diesen Arbeitsbereichen.

Der Schwerpunkt der Bremer Tagung lag in diesem Jahr auf dem Thema „Integration“. Schirmherr war Bremens Senator für Inneres und Sport Ulrich Mäurer, der ebenso wie die Teilnehmer von BFV-Präsident Björn Fecker begrüßt wurden.

Neben zahlreichen Diskussionen und einem regen Erfahrungsaustausch referierten drei Tage lang hochkarätige Gäste zu verschiedenen Themen aus dem Bereich Integration. Dr. Ulf Gebken stellte das Projekt „Laureus Kicking Girls“ vor, in dem sich neben der Universität Oldenburg auch der BFV und der SV Werder Bremen engagieren, um Mädchen mit Migrationshintergrund zum Fußball und in die Vereine zu bringen. Senator Mäurer betonte in seinem Grußwort, dass „der Sport der Motor der Integration“ ist. Die Zusammensetzung der hochkarätigen Tagung bezeichnete Mäurer als „repräsentativen Querschnitt“.

Das Integrationskonzept des DFB stellte dessen Mitarbeiter Alexander Sobotta den Teilnehmern vor. Einer der Schwerpunkte liegt dabei auf

▪ „Dienstleister

▪ für die Vereine“

dem Integrationspreis, den der DFB jährlich gemeinsam mit Mercedes Benz an integrative Projekte verleiht. „Menschen mit Migrationshintergrund müssen lernen, ‚deutsch’ zu denken, wenn sie sich ein Leben in diesem Land aufbauen möchten“, ging Gül Keskinler, Integrationsbeauftragte des DFB, noch einen Schritt weiter. Keskinler weiß aber auch, „dass Integration nicht automatisch stattfindet.“ Hier gilt es, so Keskinler, Ressourcen im Schulterschluss zu nutzen und dafür sei diese Tagung optimal geeignet, denn „der Fußball hat die Macht, entsprechende Steine ins Rollen zu bringen“, sagt die gebürtige Türkin.

Welche großen Steine dies mitunter sein können, zeigte Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer eindrucksvoll, als er präsentierte, in welchem Maße sich der SV Werder Bremen sozial engagiert. Er legt dabei großen Wert darauf, „dass soziale Verantwortung in keinem Fall eine Marketingmaßnahme sein darf“, wie er es leider in einigen anderen Clubs erlebt hat.

Die Maßnahmen des BFV im Bereich der Integration stellte Wolfgang Kasper, Vizepräsident und Organisator der Tagung, vor. „Wir sehen uns in erster Linie als Dienstleister für unsere Vereine“, versucht Kasper das ‚Behörden-Image’, das der Verband in den Augen vieler Vereine hat, abzulegen.

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