INTERVIEW Heiligenfeldes designierter Chef Marvin Godesberg in Startlöchern

„Ich traue mir die Aufgabe zu“

Er ist zwar erst 25, hat aber keine Angst vor der neuen Aufgabe: Heiligenfeldes designierter Chef Marvin Godesberg. Foto: husmann

Heiligenfelde - Von Carsten Drösemeyer. Im Normalfall wäre Marvin Godesberg als neuer Erster Vorsitzender des SV Heiligenfelde längst in Amt und Würden. Doch das Coronavirus machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Die Jahreshauptversammlung des SVH wurde verschoben, sodass sich der 25-jährige Verwaltungsfachwirt noch nicht zur Wahl stellen konnte. Wie er sich als Vorsitzender im Wartestand fühlt, verrät Godesberg im folgenden Gespräch.

Herr Godesberg, entgegen Ihres Spitznamens „Speedy“ geht es mit der Wahl als Nachfolger von Christian Gerlach zum Heiligenfelder Vorsitzenden offenbar nicht ganz so schnell . . .

Das passt schon. Auf dem Fußballballplatz bin ich ja auch deutlich langsamer geworden (lacht).

Fühlen Sie sich denn bereits wie der Vorsitzende des SVH?

Noch nicht so richtig. Es fühlt sich irgendwie noch komisch an. Außerdem muss ich von den Mitgliedern ja auch erst gewählt werden.

Was klappen sollte. Aber mal Hand aufs Herz: Warum bewirbt man sich in so jungen Jahren um so ein zeitaufwändiges Amt? Fühlen Sie sich im Syker Rathaus nicht genug ausgelastet?

(schmunzelt) Doch, doch. Ich muss im Bauamt tatsächlich arbeiten. Im Ernst. Ich habe ja schon länger in der Projektgruppe für unsere 100-Jahrfeier in 2021 mitgearbeitet. Dadurch ist unser Präsident Christian Gerlach wohl auf mich aufmerksam geworden und hat mich gefragt, ob ich mir seine Nachfolge zutrauen würde.

Und das tun Sie offensichtlich.

Ja. Trotz meiner Jugend traue ich mir die Aufgabe zu. Aber nur im Team. Alleine könnte ich nicht in die riesigen Fußstapfen vom „Fuxx“ treten. Das geht nur gemeinsam mit Dennis Thalmann und Horst Hickmann. Gemeinsam sollten wir es packen.

Gerade als Sympathieträger dürfte der omnipräsente Gerlach allerdings in Zukunft fehlen.

Das stimmt. Christian war und ist eines der größten Heiligenfelder Aushängeschilder. Aber er ist ja zum Glück nicht aus der Welt, sondern steht uns weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

Was möchten Sie denn gerne von der Arbeitsweise Ihres baldigen Vorgängers übernehmen?

In erster Linie seine Bärenruhe. Auch bei schwierigen Situationen war Christian stets ein Fels in der Brandung und hat umsichtig agiert. Davon kann ich mir eine Scheibe abschneiden.

Gibt es auch Dinge, die Sie künftig etwas anders anpacken wollen?

Wir werden Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen. „Fuxx“ hat sich manchmal vielleicht zu viel zugemutet und sich praktisch in jede Arbeit hineingeworfen. Natürlich in bravouröser Manier, aber ich werde zumindest versuchen, mehr zu delegieren. Auf Dauer wächst einem der Job sonst nämlich über den Kopf.

Haben Sie schon eine Agenda für die kommenden vier Jahre Ihrer Amtszeit im Kopf?

Zunächst möchte ich ein Präsident für alle Sparten sein. Zwar folgt auf den Fußballer Christian Gerlach bald hoffentlich der Fußballer Marvin Godesberg, aber als Erster Vorsitzender liegen mir dann auch Sportarten wie Tischtennis oder Korbball genauso am Herzen.

Und was schweben Ihnen für konkrete Ziele vor?

Ganz wichtig ist die Fertigstellung der Flutlichtanlage auf dem Fußballplatz. Dann wollen wir versuchen, 2021 eine legendäre 100-Jahrfeier auf die Beine zu stellen, und vielleicht können wir in den nächsten vier Jahren auch noch einige neue Mitglieder dazu gewinnen. Die Zahl 700 ist hoffentlich nicht das Ende der Fahnenstange.

Ein Syker will also den Ortsrivalen Heiligenfelde in eine neue Ära führen?

Moment. Ich habe zwar mit dem Kicken beim TuS Syke angefangen, doch ich fühle mich nach über 15 Jahren im Verein längst als Heiligenfelder. Übrigens ist mein Vater früher sogar ebenfalls vom TuS zum SVH gewechselt.

Demnach schon der zweite Fall von „Fahnenflucht“ im Hause Godesberg?

(lacht) So würde ich das nicht bezeichnen. Mein Vater hat den Schritt nie bereut, und ich auch nicht. Gerade die familiäre Atmosphäre ist in Heiligenfelde außergewöhnlich.

Das klingt so, als ob Sie sich durchaus mehrere Perioden als SVH-Präsident vorstellen könnten.

Absolut. Im Idealfall ist das gut möglich. Bisher habe ich zumindest ein sehr gutes Gefühl bei der Sache. Ich freue mich zusammen mit Dennis und Horst auf die Herausforderung. Aber erst einmal muss gewählt werden.

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