FC Bremerhaven für Brinkums Neu-Coach Leschnik ein wichtiger Gradmesser

„Ich bin nicht besser oder schlechter – nur anders“

Marc Rässler (links) und der Brinkumer SV hoffen unter Neu-Coach Frank Leschnik noch erfolgreicher als vorher zu sein.

Kreis-Diepholz - BRINKUM (dsc) · Spiel eins nach Holger Zander steht bevor: Nachdem sich die Mannschaft des Brinkumer SV vor knapp zwei Wochen gegen ihren Trainer ausgesprochen hatte und Zander daraufhin sein Amt niederlegte, empfängt der Fußball-Bremen-Ligist am Sonntag (14 Uhr) den FC Bremerhaven. „Für uns ist das Spiel ein guter Gradmesser“, meint Neu-Coach Florian Leschnik, dass „wir uns nicht von der Tabelle blenden lassen.“

Vom Papier her sind die Brinkumer normalerweise als klarer Favorit zu werten. Doch vor dem Hintergrund, dass die Seestädter mit neun Minuspunkten in die Saison gestartet sind, relativiert sich die Ausgangsposition wieder ziemlich schnell. Denn ohne den aufgrund fininanzieller Verfehlungen verhängten Punkteabzug wäre es ein Duell zweier unmittelbarer Tabellennachbarn. „Bremerhaven hat natürlich genug Qualität in der Mannschaft“,

▪ „Wir sind in der

▪ Pflicht“

sagt Leschnik und zählt dabei die Namen der Bremerhavener Spieler auf, die schon seit Jahren das Gerüst bilden – und zudem für Qualität birgen. „Karaca, Ewert, Shalaj und Spielertrainer Chaaban – das sind schon gute Spieler dabei“, erzählt der zum Chefcaoch aufgestiegene Florian Leschnik. Und auch BSV-Akteur Marc Rässler sagt: „Favorit ist eher der FC Bremerhaven.“

Gleichwohl zählen die Gäste zu jenen Gegnern, gegen die sich der Brinkumer SV durchsetzen will. „Wir sind in der Pflicht“, weiß der 20-jährige Rässler, dass die Mannschaft nach der Revolte gegen Ex-Trainer Holger Zander nun unter besonderer Beobachtung steht. Zur Erinnerung: Die Spieler sprachen sich gegen Holger Zander aus, weil sie sich nicht genügend motiviert fühlten, dachten, es wäre noch mehr machbar als der momentane siebte Rang. Ein Abschneiden, das man dem völlig neu zusammengestellten und überdies sehr jungen Team im Vorfeld nicht unbedingt zugetraut hatte. Nach dem 4:1-Derbysieg gegen den SC Weyhe standen die Brinkumer sogar auf Rang zwei. Danach setzte es gegen Meister Werder Bremen III ein klares 0:4 und gegen den amtierenden Tabellenführer SG Aumund-Vegesack ein ebenso deutliches 0:3. Zwei Niederlagen, derer man sich nicht grämen musste, aber dennoch Unzufriedenheit im Lager der Mannschaft schürten – und schließlich zur Trennung von Zander führten. „Die Chemie hat einfach nicht mehr gestimmt. Mehr will ich dazu eigentlich gar nicht sagen“, meint Rässler.

Was man jedoch seinen Worten entnehmen konnte, war, dass sich die Mannschaft unter Wert dargestellt fühlte, dass trotz des beachtlichen Saisonverlaufs durchaus mehr drin gewesen wäre – auch wenn Rässler selbst eingesteht, dass er vor der Saison nicht unbedingt mit einem derartigen Verlauf gerechnet hat. „Aber trotzdem wollten wir jemanden, der uns heiß reden kann, das Letzte aus uns herausholt“, meint Rässler.

Inwiefern sich Leschnik von seinem Vorgänger unterscheidet, wollte der neue Coach nicht sagen. „Sich selbst zu charakterisieren, ist schwierig. Das überlasse ich anderen“, sagt Leschnik. Er sei nicht besser oder schlechter als sein Vorgänger, „nur anders“, führt er fort. Wohin „der andere Weg“ führt, wird sich ab kommenden Sonntag zeigen.

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