„Ich muss mich erstmal selbst an den Gedanken gewöhnen“ / Welpenschutz vom Vorstand

Pinheiros große Herausforderung

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Mit sechs Neuzugängen, einem neuen Betreuerstab und einem neuen Trainer geht Fußball-Bezirksligist FC Sulingen in die neue Saison. Es sind dies (hinten von links) Betreuer Kevin Thannhäuser, Physiotherapeut Florian Möller, Stephan Meyer, Ruda Hammoud, Trainer Pedro Pinheiro, Sportvorstand Stefan Rosenthal sowie (vorn von links) Betreuerin Yvonne Lukesch, Janis Ehlers, Jonas Mesloh, Richard Fiterer und Viktor Gense.

Sulingen - Pedro Pinheiro ist eine ehrliche Haut. „Genau genommen“, meint der neue Trainer von Fußball-Bezirksligist FC Sulingen, „weiß ich gar nicht so recht, was mich erwartet. Ich muss mich erstmal selbst an den Gedanken gewöhnen.“ Die vergangenen drei Jahre hatte der 40-Jährige die Geschicke der Sulinger Reserve in der Kreisliga geleitet. „Ich habe mir daher auch wenig Spiele der Ersten angeschaut, weil ich voll auf mein Team fokussiert war“, sagt Pinheiro. Jetzt steht der Coach vor seiner bislang größten Herausforderung.

Seit sieben Jahren wohnt der Mann mit portugiesischen Wurzeln in Sulingen. Zuerst trainierte er den TSV Mellinghausen, dann die U19 des TuS Sulingen, schließlich drei Spielzeiten den FC Sulingen II. Und jetzt: im achten Jahr Bezirksliga-Trainer. Die Entwicklung war schon rasant. „Es ist wirklich eine große Herausforderung“, erklärt der Übungsleiter, der im Vorjahr von seinen Kollegen zum Kreisliga-Trainer des Jahres gewählt worden war: „Eine spannende Situation und spannende Aufgabe zugleich.

Dabei geht es Pinheiro in erster Linie darum, attraktiven Fußball zu spielen, die Entwicklung junger Spieler voranzutreiben. „Von daher schaue ich nicht nur auf die Tabelle. Ob ich Dritter, Vierter oder Fünfter werde, ist nicht entscheidend. Die Jungs sollen Spaß am Fußball haben.“ Die Frage nach seiner Philosophie findet Pinheiro spannend, „denn der moderne Fußball von heute kann morgen schon Vergangenheit sein.“ So hat er beispielsweise vergangene Saison von Vierer- auf Dreierkette umgestellt. „Und damit konnten wir Mannschaften wie Seckenhausen oder Neuenkirchen ärgern. Es ist allerdings davon abhängig, wie sich die Truppe entwickelt.“ Wichtig sei, attraktiven und modernen Fußball mit viel Ballbesitz zu spielen.

Natürlich wird sich Pinheiro auch an den Ergebnissen messen lassen müssen, „doch ich habe ein gutes Gefühl, dass die Leute im Verein hinter mir stehen“. Stefan Rosenthal, der die Mannschaft im vergangenen halben Jahr übergangsweise trainiert hatte und mittlerweile Sportvorstand im Club ist, bestätigt das. „Es wäre doch fatal, wenn sich Pedro an der letzten Sasion messen lassen müsste“, warnt „Taler: „Wir sind unter den ganzen Umständen mit 56 Punkten Dritter geworden, da hat alles gepasst.“ Jetzt müssten sich Trainer und Mannschaft doch erstmal auch finden. „Von daher genießt Pedro bei uns auch einen gewissen Welpenschutz“, erklärt Rosenthal.

Aufgrund der hohen Qualität in der Mannschaft gibt der Club als Ziel selbst Platz fünf aus. „Aber wenn wir dieses Ziel im Oktober korrigieren müssen, ist das auch nicht schlimm“, so der 35-Jährige. Schließlich befinde sich der Club nach viereinhalb Jahren unter Trainer Dirk Meyer und nun sechs Monaten unter Rosenthal in einem Umbruch. Und dieser Prozess könne dauern. „Was unterm Strich dabei herauskommt, werden wir sehen.“ Schließlich sei die Liga noch ausgeglichener geworden. Rosenthal: „Alles rutscht noch enger zusammen.“

Die Rückendeckung des Vereins gibt Pedro Pinheiro natürlich „ein gutes Gefühl“. Und er will auch liefern. Schließlich ist die Mannschaft fast komplett zusammengeblieben. Abwehrspieler Torben Schoof hatte sich bereits im Winter in Richtung Neuenkirchen verabschiedet. Mittelfeldmann Benny Barth wechselt zum Ortsrivalen TuS Sulingen in die Landesliga. Auf der anderen Seite stehen vier Neuzugänge, die den Konkurrenzkampf und die Qualität im Kader weiter steigern sollen. Allen voran Richard Fiterer. Der 29-Jährige kommt von Absteiger TSV Wietzen und war da die vergangenen sieben Jahre Leistungsträger und Kapitän. Ein Mann für die zentrale Defensive, der Verantwortung übernehmen kann. „Ich wünsche mir, dass er es auch bei uns zum Führungsspieler schafft“, sagt Pinheiro.

Ruda Hammoud spielte zuletzt bei den U 19-Junioren des TuS Sulingen. Der bullige Offensivspieler ist mit seinen 19 Jahren noch jung, hat aber viel Potenzial. „Wir wollen ihn in Ruhe für die Zukunft aufbauen“, meint Pinheiro. Dazu kommen vier Spieler, die der neue Trainer aus der Zweiten hochzieht und natürlich bestens kennt: Stephan Meyer (21), Janis Ehlers (23), Jonas Mesloh (22) und Viktor Gense (26). „Sie haben sich diese Chance verdient“, sagt Coach Pinheiro. Ob auf der 4, der 6 oder der 10 – „es sind alles zentrale Spieler, die eigentlich alles spielen können“, freut sich der Trainer auf die vier Allrounder. Stephan Meyer stand sogar im Beachsoccer-Finale im Tor und wurde mit dem FC Sulingen vor kurzem Niedersachsenmeister. Eine Alternative? „Nein“, winkt Pinheiro ab, „da haben wir wirklich genug Qualität.“ Patrick Kühn und Tobias Plümer können also aufatmen…

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